Holger Seidel und sein Milan

Rekord Deutschland Süd -> Nord

Update 28. August 2022 – Geschafft!

Gegen Mittag ist Holger in Dänemark angekommen!

Er hat seine Rekordfahrt bravurös gemeistert und die 1055 km vom südlichsten Punkt Deutschlands zum Nördlichsten in weniger als 30 Stunden – genau in 29 h 57 min – hinter sich gebracht! Und das trotz einiger „Unwetter“ zwischendurch.
Damit hat er den alten Rekord um 3h verbessert … unglaublich!
Details zum Ablauf des Tages findet ihr auf DropLimits im Blog.

Eine kurze „Pause“ auf der Fähre – fast ohne Zeitverlust.

Rekordversuch – die Ankündigung

HPV Mitglied Holger Seidel plant für den 27. und 28. August einen Rekordversuch Deutschland Süd-Nord. Hierbei wird Holger vom HPV unterstützt. Der Start ist gegen 8:00 Uhr südlich von Obersdorf im kleinen bayerischen Ort Birgsau am Birgsauer Hof. Ziel ist die Grenze zu Dänemark an der Bundestraße 5. Die Strecke sind ca. 1075 km. Der aktuelle Rekord von 32 Std. 59 Min. wurde im Oktober 2017 von Roland Schnell aufgestellt. Das bedeutet, die eigentliche Fahrgeschwindigkeit muss i.d.R. immer über 40 km/h liegen, um die Bruttozeit von 33 h zu erreichen.
Es ist ein Individualrekord nach Regeln der World Ultracycling Association. Niemand darf aktiv mitfahren, auch nicht abschnittweise.

Update:
Ursprünglich war geplant, den Rekord im Milan SL zu fahren. Aber durch die schnelle Arbeit von Eggert Bülk und Jens Buckbesch und mit Unterstützung von Velomobile Nord, insb. von Sven Kröll ist es gelungen, ein Bülk MK 1 rechtzeitig für den Rekordversuch fertig zu stellen.

Das Bülk für Rekord – vor dem Start.

Holger bringt fast vierzig Jahre Erfahrung im Radsport mit ein. Die Rekordfahrt wird von einer Spendenaktion begleitet. Das Geld wird zu 100% an ein lokales Projekt im Bereich Ökologie- und Klimaschutz gespendet.

Details sind bei Velomobilworld (zweimal), Droplimits und im Velomobilforum zu finden.

Wer den Rekordversuch im Team um Holger Seidel unterstützen möchte kann sich gerne bei holgerseidel@web.de melden.

Mit einer Rekordfahrt zeigen, wie Mobilität auch aussehen könnte

Holger Seidel möchte mit dieser Fahrt etwas aufzeigen, was die allermeisten Menschen schlichtweg nicht für möglich halten werden. Er möchte hier Vorstellungsgrenzen sprengen und mit der Fahrt gleichzeitig eine Art Machbarkeits-Studie zukünftiger Mobilität liefern.

Holger Seidel in einem Milan SL
Holger Seidel in einem Milan SL

Es geht hier darum, mit eigener Muskelkraft, ohne jegliche Motorunterstützung die Strecke von 1.075 km in einem Schwung ohne Pause und ohne Schlaf zu überwinden. Dabei sind etwa 5.200 Höhenmeter zu überwinden. Das ist mit herkömmlichen Rennrädern in der anvisierten Zeit von unter 33 h nicht annähernd zu schaffen. Hinzu kommt, dass die Strecke nicht abgesperrt ist und bei der Durchquerung etlicher Städte und Baustellen Zeit verloren gehen wird. Es ist auch niemand dabei, der dem Rekordfahrer Windschatten gibt. Das Begleitfahrzeug muss immer hinter dem Rekordfahrer fahren. Damit findet der Versuch in einer „normalen“ Verkehrsumgebung statt, mitten im Verkehr auf üblichen Verkehrsstraßen. Genau dadurch kann der Versuch zeigen, dass es heute nachhaltige Verkehrsmittel gibt, die alternativ zum Auto eingesetzt werden und diese theoretisch zu einem großen Prozentsatz ersetzen könnten.
Es ist ein Ziel bei dieser Rekordfahrt zu zeigen, dass es heute eine neue Fahrradtechnologie gibt, mit der das möglich ist. In den letzten Jahren hat es einen Quantensprung in der Fahrradentwicklung gegeben. Dieser Quantensprung hat sich weitgehend außerhalb des großen kommerziellen Marktes der Fahrradindustrie vollzogen. Hierbei handelt es sich um die Entwicklung der sogenannten „Velomobile“, die vorwiegend aus der Selbstbauszene innovativer Fahrradenthusiasten und Geschwindigkeitsrekord-Jäger hervorgegangen sind. Noch sind Velomobile ein absolutes Nischen-Produkt und spielen kaum eine Rolle im öffentlichen Straßenverkehr. Gleichwohl haben sie ein ungeheures Potential. Beim Rekordfahrzeug handelt es sich um das Velomobil Milan SL.

Schreibe einen Kommentar