Human Powered Vehicles e.V.

hpv



Ideen 2012

  1. Horizontalantrieb
  2. Lastenradvergleichsindex
  3. Spaßrennen
  4. Kartierungsprojekt Velomobilverkehr
  5. Umlenkrolle Ruderrad
  6. Regenschutz und Trikeschutzblech DIY
  7. Holzmidracer 

  8. Außerhalb der Wertung
  9. Sociable

 2. Christian: Horizontalantrieb

Die Prinzipskizze des Horizontalantriebes:

image023.png

 


3. Ervin Peters: Lastenradvergleichsindex

Vergleichsmaßstab für CargoHumanPoweredVehicles: CHPV

Lastenräder und der Humanpowered Lastentransport gewinnen an Interesse und Öffentlichkeit. IM ECF hat sich eine Lastenradgruppe gegründet, der ADFC hat das Thema in seiner betulichen Art wahrgenommen und in den großen Städten gibt es Lastenrad Events, Demos und Rennen. Die Frage ist natürlich, wie kann man einen vergleichbaren Bewertungsmaßstab definieren, der die unterschiedlichen Ladevolumen und Belastungszustände, die ja einen gravierenden Einfluß auf die Geschwindigkeit haben, egalisiert. In meinem morgendlichen Brainstorm kam ich zu folgender Idee eines Indexes um verschieden Fahrzeuge vergleichen zu können:

lk: Kantenlänge des größten zu transportierenden Kubuses [m], der auch in 10s ein- und auszuladen sein muß. Bei offenen Fahrzeugen der Kubus der vollständig auf die Ladefläche geht.
Ml: Masse der während der Messung transportierten Ladung [t]
v: Ø Geschwindigkeit [km/h]
sei der WHPVA Cargo Index:    WHPVA_ci = lk² x Ml x v

Begründung:

  • die Frontfläche geht linear in die Geschwindigkeit ein, die Kubusfläche wichtet damit das Ladungsvolumen als maßgeblicher bestimmender Faktor der Frontfläche.
  • die Masse geht linear in den Rollwiderstand ein und in die kinetische Energie

Wenn man die E-Unterstützten Kisten einbeziehen möchte, müßte man noch eine Abwertung z.B. über E-Anteil zur der menschlichen Leistung einbauen:

Pq = 250W / Pinst mit Pinst als installierter E-Leistung
WHPVA_eci = lk² x Ml x v x Pq

ganz korrekt müßte man die 3 Wurzel davon nehmen, da v ~ p³ aber um die human power zu bevorzugen ist es angebracht nur den quotienten oder eine wurzel davon zu nehmen.
Ich werde das bei Gelegenheit auch noch mal im Forum ausbreiten, aber euch vorab...

 


 4. Hanno Hirsch: Spaßrennen

Spassrennen für HPV Veranstaltungen "Slow Race"

Veranlassung: Es gab früher bei diversen HPV Veranstaltungen Spassige Aktionen, die das Thema HPV und Liegerad spielerisch behandelten.
Eine solche Idee wurde bisweilen schon als Slow Race veranst6altet, wo es darum tgeht, eine gegebene Strecke so langsam wie möglich zu durchfahren.

Idee: Erweiterung der Slow-Race Idee um Wasserbecher.

Slow Race:  Teilnehmen dürfen nur Einspurfahrzeuge.
Eine (geringe Distanz) ist abzustecken als Rennstrecke.
Auf ein Startsignal hin müssen die Fahrzeuge sich auf die Rennstrecke begeben.
Auf der Rennstrecke dürfen nur die 2 Reifen des Fahrzeuges den boden berühren. Fuss aufsetzen oder Aufsetzen von anderen Fahrzeug oder Fahrerteilen führt zum Ausscheiden aus dem Rennen.
Gewonnen hat das Rennen, wer als letzter die Ziellinie erreicht. Die längste Fahrzeit gewinnt.
Das Fahrzeug darf die Rennstrecke (seitliche Markierungen) nicht verlassen, muss diese in (einigermassen) gerader Linie durchfahren (umdrehen und Kreise sind nicht erlaubt).

Wasserbecher-Erweiterung: Jeder Fahrer bekommt einen 0.25 Liter Pappbecher voll mit Wasser mit. Die Endzeit des Rennens wird dann mit der Anzahl der ins Ziel geretteten Kubikzentimeter Wasser im Pappbecher multipliziert. Der Pappbecher darf auch am Fahrzeug befestigt werden oder kann in der Hand, Mund, auf dem Kopf o.ä. gehalten werden. Er darf nur keinen Deckel o.ä. Bekommen.
Mit dem Wasserbecher bekommt das Publikum eine weitere spassige Nuance und schnellere Fahrer, die gegen sonst überlegene Langsamfahrer keine Chance hätten bekommen nun eine Siegchance durch ruhighalten des Pappbechers.

Ideen zur Erweiterung: der Fahrer darf  beliebig viele gefüllte Papbecher am Start mitnehmen.....
 


5. Christian von Ascheberg: Kartierungsprojekt Velomobilverkehr

Entwurf zum Vorgehen: Kartierung eines Straßenwegenetzes mit spezieller Eignung für schnellen Velomobilverkehr.

Prämisse: Festlegen auf eine einheitlichen Betrachtungsweisen bzgl der Grundgeschwindigkeit,
geht Tempo vor landschaftlich schöner Strecke? Wie weit geht der Kompromiss Landschaft wider Tempo (Netz zur Zielerreichung oder Lustreise)? Welche Verkehrsdichte an Kfz ist tolerierbar (Streckenempfehlung für Wochenende und Feiertage ist eine andere als für Werktage!)? Wer arbeitet alles am Streckennetz? Die Leute, die Strecke auswählen und empfehlen müssen vergleichbare Ansichten haben. Ggf ist die Streckenempfehlung dann nicht für jeden gut, sie ist aber nachvollziehbar und an verschiedenen Regionen gleich und damit verlässlich.
Strecken müssen einen Paten haben. Man muss prüfen können, wann die Prüfung und Bestätigung der Eignung zuletzt erfolgt ist und von wem. In dem Projekt kann nicht jeder mitmachen. Sonst würde das Ergebnis chaotisch. Es braucht nach meiner Meinung einen HPV-Streckenplan-Chef. Der kann Leute, die Streckenplanung machen wollen einberufen, aber auch wieder entlassen. Alles begründbar und schriftlich, aber ohne Satzung und Abstimmung. Andere Leute als der, oder sein Vertreter sollten das nicht tun. Dürfen aber gerne dazu etwas Vorschlagen, das dann auch geprüft und beantwortet wird.

Strecken, inhaltliche Arbeit: ich würde als Reisegeschwindigkeit im Flachen ein durchschnittliches Tempo von 45 bis 60km/h zugrunde legen wollen. Damit ist klar, es geht hier nicht um Rennräder oder Liegeräder. Es geht um Velomobile (und ggf Elektrobikes mit Kennzeichen). Damit ist auch klar. Radwegenutzung ist nur dann anzustreben, wenn es sich z.B. um besonders breit ausgebaute Wege mit guter Einsicht von rechts und links handelt.
Das Ziel dieses Projektes wäre es ein Fernstreckennetz zusammenzustellen, damit in ersten Schritt Deutschland zügig und sicher durchquert werden kann. (Feiertag/Werktag)
2 Netze (ein Nachtfahrnetz entspräche dem Wochenendnetz).

Vorgehen: ein Treffen vereinbaren. Evtl Norddeutschland , Mitteldeutschland und Süddeutschland getrennt. Lokal Zusammenarbeitende sollen sich öfter mal treffen können. Dazu noch den Chef und den, der das fürs Internet zusammenbaut. Für den Internetaufbau mache ich hier bewusst keine Vorschläge: maximaler Handlungsspielraum, wenn gewährleistet ist, das es gleiche Ansichten gibt. Das gilt auch für den Rest: das wichtigste ist Leute zusammenzubringen, die ähnliche Vorstellungen haben.
Die Vorstellungen sollte jeder mal, so wie ich eben formulieren. Von selbsternannten Chef werden die gesichtet und der wählt aus, wer da hineinpasst.


Dies also ist meine „Bewerbung“ zur Mitarbeit.
Die Idee wird bereits im Velomobilforum intensiv diskutiert.

  


6. Peter Brüggen: Umlenkrolle Ruderrad

Meine Idee ist Mitte 2012 umgesetzt worden beim Rudderrad Thys 209

Mittige Umlenkrolle beim Armschlagseil beim Rudderrad Thys 209

Erfahrung konnte ich bereits mit meinen beiden Vormodellen das Thys222 sowie Thys240 sammeln ,da habe ich auch die Umlenkrolle mittig plaziert. Das Fahrverhalten ist wesentlich ruhiger und die leichte Schlangenlinienfahrt hört auf.
Als Kern habe ich einfach ein Stück Holz genommen und an dem Stück solange rumgefeilt das eine Art S Körper entsteht.Nach einigen Anpassungen habe ich dann das ganze mit Kohlefaser umwickelt und verklebt.

Den S-Körper kann man jederzeit wieder abgebaut und das Thys209 in seinen Ursprung zurückversetzen werden.

Bild Ruderrad Thys 209 Seitenansicht
 

Mittig Umlenkrolle Sicht vom Fahrer aus image027.jpg

 

image029.jpg Draufsicht S-Körper mit Mittig platzierter Umlenkrolle

 

 

Seitenansicht S-Körper image031.jpg

 


7 .Tom Lahtz: Regenschutz und Trikeschutzblech DIY

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Nach langem hin und her und vielen guten Infos aus dem Liegeradforum, habe ich mir letztes Jahr im August ein ICE Sprint bei Tri-mobil in Bochum gekauft. Ein tolles Ding, welches mir viel Spaß macht.
Nachdem ich im Velomobilforum mehrfach auf den Ideenwettbewerb aufmerksam gemacht worden bin, möchte ich hier nun meine Idee vorstellen. Im Grunde genommen sind es zwei Ideen, die jedoch direkt miteinander zusammen hängen.

Nach anfänglichem guten Wetter, kam leider auch die Zeit, in denen die Fahrbahn und die Waldwege, die ich auf den täglichen Weg zur Arbeit fahre, matschig waren. Entsprechend sah ich dann aus. Besonders das Spritzwasser von unten und das Spitzwasser aus den Schutzblechen oder besser Schutzplastiken sauten mich und meine Kleidung ein. Also musste eine einfache, preiswerte, leichte und unauffällige Lösung her!

Die Konstruktion des Trikes bedingt es, dass das Wasser welches von den Rädern vorne verdrängt wird nach innen spritzt und gegen die Oberschenkel und von unten gegen den Sitzt spritzt. So hat man dann nicht nur nasse Oberschenkel sondern auch noch einen nassen Hintern!

Also musste hier als erstes eine Idee her: Siehe oben Bild links. Aus Drachenstoff habe ich ein trapezförmiges Stück Stoff ausgeschnitten. Vorne die Breite des Querträgers und hinten die Breite des Sitzes. Das Tuch reicht bis ungefähr zur Hälfte des Sitzpolsters. Vorne ist eine Tasche eingenäht in der ein GFK Flachprofil steckt. So lässt sich das Profil des Tuches dem gebogenen Querträgers anpassen. Hinten in der Tasche ist ein GFK Rundstab, durch den sich mit einem Gummiband mit 2 Haken das ganze spannen lässt. Bei vollem Lenkeinschlag gibt das ganze so nach, ohne zu stören!

Materialkosten: ca. 10 Euro
Zeitaufwand: ca. eine Stunde mit Ausmessen, Nähen und Montage!
Nun blieben die Oberschenkel von unten und der Hintern trocken! Die ersten Regenfahrten bewiesen sich als Bewährungsprobe! Fazit! Das Ding funkt!

Aber nun merkte ich, dass aus den beiden Schutzplastiken (Kotflügeln, Schutzblechen) eine Menge Spritzwasser nach innen spitzte und meine Hände und Ärmel einsauten. Zusätzlich tropfte immer eine ordentliche Menge Wasser und Dreck auf die Scheibenbremsen, so dass diese fiese Geräusche von sich gaben und mies bremsten! Also musste auch hier eine einfache, preiswerte und gute Lösung her!

Ein Blick ins Forum zeigte, dass sich schon einige dran versucht haben! Die Trikefender scheinen nicht das Optimale sein! Aereokotflügel passen nur an bestimmt Trikes…. Kurzum - eine Eigenbaulösung musste her!
Also die Schutzblechhalter komplett abgeschraubt und das ganze aus der Nähe betrachtet. Beim ICE Sprint verläuft die Innenseite des Schutzblech genau senkrecht vorbei an der Achse! Also konnte eine einfache gerade Platte von innen auf den Halter angelegt werden und so der Ausschnitt des Schutzblech abgenommen werden. Nun nur noch die Ausschnitte für die Achsen, bzw. den SON-NAbendynamo aufnehmen und ein wenig Zugabe bei den Maßen für den Federweg zugeben! Auf der linken Seite noch ein Loch für den Tachometer.

Die 2mm Kunststoffplatte wird einfach mit je zwei Schrauben, Muttern und Unterlegscheiben am Träger angeschraubt. Der Spritzschutz passt zwischen Rad und Scheibenbremse, so kommt kaum noch Wasser und Dreck an die Scheibenbremse!

Die gesamte Konstruktion lässt sich mit einer Schraube abnehmen, ohne die Räder zu demontieren.
Nach den ersten Probefahrten habe ich noch je ein Alu-U-Profil aufgeschraubt, um dem ganzen eine bessere "Klapper-Stabilität" zu geben! Zusätzlich ist auf die untere Kante noch ein Alu-U-Profil aufgeschoben und mit kleinen Kabelbindern gesichert, damit sich bei starken Erschütterungen der Spritzschutz nicht an der Bremsscheibe schleift.

Als letzten Arbeitsschritt habe ich die Platten mit schwarzer Folie beklebt, damit es zum Trike passt!
Mit dem Spritzschutz fahre ich nun seit Mitte November - und was soll ich sagen! Ich bin begeistert! Ich werde nicht nass, die Bremse bleibt sauberer und trockener und gibt keine fiesen Grätsche mehr sich!
Material: Alte 2 mm dicke Weichkunststoffplatten die nicht splittern, 1m Alu-U-Profil, schwarze Folie, 4 Schrauben, 4 Muttern mit Unterlegscheiben.

Kosten: ca 10,- Euro
Zeitaufwand: mit allem Drum und Dran und Anpassen, Bekleben…. 4 Stunden. Alles nachzulesen im Velomobilforum.

Ich hoffe mit meiner Idee einen guten Beitrag zum preiswerten und einfachen Nachbau von Trike-Spitzschutzen leisten zu können! Sicherlich die Idee nicht neu und einzigartig, aber dafür einfach nachzubauen ohne großen Kenntnisse in der Metall- und GFK-Verarbeitung.

P.s. Hier noch ein Beitrag von mir im Forum Posting 57.
 
Vielleicht könnte der HPV solch ein Treffen außerhalb der Spezi anstoßen!
 


8. Patrick Hagemann: Holzmidracer

Idee : Fertigung eines Liegeradrahmen aus Holz via Kastenbauweise

Einführung: Die Idee ein Holzliegerad zu bauen, entstand schon im Jahr 2010. Leider waren meine damaligen Mittel sowie der Wissenstand nicht ausreichend, um dies auch umzusetzen. Nach dem Bau mehrerer Liegeräder aus Stahl, kamen die ersten Versuchsaufbauten aus Holz. Das war Mitte 2011. Anfang 2012 wurde die Idee des „Swan“ umgesetzt. Ein Midracer mit 2x28“ bzw. 2x26“ Laufrädern, großer Tretlagerüberhöhung (30cm) und relativ aufrechter Sitzposition (32°).

Konstruktionsweise: Der Rahmen, der auf dem Bild zu sehen ist, wiegt nur 2,8kg. Dabei sind Fahrergewichte von 150kg kein Problem und der Rahmen ist, auch dank Frontantrieb, bocksteif. Diese Ziele wurden aus der Kombination aus dem hervorragenden Werkstoff Holz und einer recht ausgeklügelten Bauweise erreicht. Ein nichttragender Kern, der aus Plattenmaterial hergestellt wird, trägt eine dünne „Deckschicht“ aus Birkensperrholz. Die Aufnahmepunkte für Steuerrohr, Tretlager, Sitz und den Ausfallenden sind massiv ausgeführt, aber dennoch relativ leicht, dank der geringen Dichte von Holz.
Auf dem Bild ist der fertige Kern zu sehen. Hier noch aus Kiefer (später wird leichtere Pappel verwendet). Alle nötigen Versteifungen und Aufnahmen sind schon vorhanden und man kann mit dem Beplanken beginnen.  Derzeitiges Gewicht ca. 1,2kg
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Hier sind alle nötigen Teile für den Kern zu sehen. Diese können aus Plattenmaterial (hier Pappelsperrholz) gelasert, bzw. wasserstrahl-geschnitten werden. Die Teile für die ersten 4 Prototypen wurden aber per Hand gefertigt (wie im unteren Bild zu sehen).

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Die Deckschicht besteht beim gezeigten Prototyp aus 3mm Birkensperrholz. Je nach Fahrergewicht kann dies aber bis auf 1mm auf der Zug- und 1,5mm auf der Druckseite verringert werden. Somit ist ein Gesamtrahmengewicht inkl. Steuerrohr, Ausfallenden und Sitzaufnahme von 2,2kg und weniger zu erreichen.

Zielsetzung und Erfolge: Es sollte ein Open-Source-Projekt entstehen, das sich jeder Bastler (der nicht gerade zwei linke Hände besitzt), zuhause nachbauen kann. Dieses Ziel zu erreichen hatte oberste Priorität bei der Entwicklung dieses Rades. Einbußen bei der Optik (Vierkant) und bei dem Gewicht wurden dafür gern in Kauf genommen. Weitere Bedingungen waren dafür:

  • leicht verständlicher Aufbau
  • gut beschaffbare Materialien
  • einfach anzuwender und umweltverträglicher Leim (dazu wird extra noch etwas gesagt)
  • die Möglichkeit ohne ein einziges Elektrogerät auszukommen (wurde getestet! Geht!)
  • Möglichkeit für Interessenten alle nötigen Teile ausgeschnitten bei uns beziehen zu können

Alle Ziele wurden erreicht. Der einfache Aufbau geht auf die Baukastenbauweise zurück. Diese sorgt dafür, das der Rahmen ohne Formteile oder ähnliches auskommt. Es braucht nur eine Platte 10mm und 3mm Sperrholz und eine Laubsäge. Die ausgeschnittenen Teile können dann mit dem Kaseinleim ohne Lehre einfach zusammengesteckt und geklebt werden. Wenn der Kern fertig ist, kann man darauf die Beplankung ziehen, ohne sich um Verzug sorgen machen zu müssen.

Die Materialien sind überall im Handel oder, bei hochwertiger Beplankung aus Flugzeugsperrholz, im Fachhandel für Modellbau zu bekommen und zudem noch sehr erschwinglich. Alle Einzelteile wurden so ausgelegt, dass man notfalls ohne ein einziges Elektrogerät auskommt. Eine kleine Standbohrmaschine ist ratsam. Für Leute, die keine Geduld für die Laubsäge haben, wäre eine Dekupiersäge optimal. Da Letztere nicht jeder hat und viele sich noch nicht zutrauen, alles selbst zuzusägen, bieten wir einen Teilelieferdienst an.

Ergänzung: Kaseinleim

Als Leim wird sogenannter „Kaseinleim“ eingesetzt. Dies ist eine Mischung aus Kasein, einem Milcheiweißmix der aus Kuhmilch gewonnen wird und Weißkalkhydrat (Calciumhydroxid). Zusammen mit etwas Wasser und idealerweise Wasserglas, entsteht ein wasserfester, extrem stabiler und unkritischer Holzleim.  Dieser wurde schon seit Jahrtausenden eingesetzt, einige Gegenstände daraus (z.B. Hunnenbögen) halten heute noch zusammen! Diese gut dokumentiere Langzeiterfahrung hat man bei modernen Harz-Leimen leider nicht. Der nächste große Vorteil ist die absolute Ungiftigkeit. Auch wenn man Calciumhydroxid nicht Löffelweise in die Augen schütten sollte, wird es unter anderen auch in Nahrungsmitteln eingesetzt und ist komplett ungiftig. Kasein, Hauptbestandteil von Quark, ist sogar recht gesund. Mischt man diese beiden Komponenten zusammen, reagieren diese miteinander. Der Kalk schließt das Eiweiß auf, was dann eine starke Klebewirkung entwickelt. Ausgehärtet ist es beinahe steinhart. Früher wurde sogenanntes „Kunsthorn“ aus Kasein hergestellt, dies wurde aber (aus Kostengründen) von Kunststoffen verdrängt.

Herstellung des Leimes: Um eine gute Reproduzierbarkeit und simples Anrühren zu ermöglichen, bin ich von „Quarkleim“ auf „Pulverleim“ umgestiegen. Der Kaseinkleber kann nämlich mit Quark hergestellt werden. Da dieser aber von der Qualität her immer schlechter wird und streckenweise weniger als 50% echten Quark beinhaltet, ist die Leimqualität meist extrem bescheiden. Man muss den Quark erst mühsam auswaschen, reinigen und trocknen um einen guten Leim zu erhalten. Zudem benötigt es ein gewissen Feingefühl beim Mischen, da es kein festes Rezept gibt. Somit bin ich auf Kaseinpulver umgestiegen. Dies wird z.B. in Läden verkauft die Fischfutter und ähnliches verkaufen.  Mit diesem Pulver ist man in der Lage die Leimkomponenten extrem lang zu lagern, leicht zu transportieren, zu portionieren und jederzeit Leim anzurühren. Man benötigt nur noch Wasser.

Rezept (VTL= Volumenteile): 6VTL Wasser und 4VTL Kaseinpulver (Acid-Kasein!) in einen Mörser geben und gut durchrühren. Anschließend stehen lassen bis das komplette Wasser aufgesaugt wurde. 2-3VTL (mehr Kalk-> kürzere Tropfzeit, aber höherer Wasserfestigkeit) und  1 VTL Wasser in ein kleines Gefäß geben und gut verrühren. Dann die Kalkmilch zum Kasein geben und rühren. Die Mischung wird erst sehr flüssig um wenige Sekunden später „anzuziehen“. Beim Rühren entstehen meist „Knallgeräusche“ durch platztende Luftblasen. Das ist der Zeitpunkt noch 1VTL Wasserglaslösung hinzuzugeben. Dies bewirkt eine längere Topfzeit und eine angenehmere Konsistenz. Wenn man extreme Wasserfestigkeit erreichen möchte, gibt man noch 4-6g Kupferchlorid pro kg Leim hinzu. Fertig.  Das ganze dauert weniger als 2 Minuten.

Die Entstehungsgeschichte ist im Velomobilforum dokumentiert.
 



Außerhalb der Wertung

Die folgende Idee wurde aus der Wertung herausgenommen, weil der Ideengeber sie zurückgezogen hat.

1. Heiko Stebbe: Sociable

Draufsicht auf ein Soziable bei einer Längeneinstellung für einen Fahrer von ca. 193cm und einen Beifahrer von ca. ca.163cm.

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grünes Rechteck ist ca.2,00cm x 125cm

Grundansprüche an die Ideen zur Verbesserung eines Soziable:

  1. Verringerung der Abmessungen (besonders der Breite)
  2. Verbesserung der Fahreigenschaften im Solobetrieb beim 
  3. Verbesserung der Bedienung im Vergleich zu vorhandenen Mitbewerbern Plaisier, Duo Trike, Lissy und Asphalttretboot
  4. Verbesserung des Lastentransports bei Solofahrt
  5. Anbringungsmöglichkeiten für altersgerechte/n Mitfahrt/ Transport von Kindern

Folgende  Lösungen stellen sich hier wahlweise als Paket oder als Einzelidee vor:

  1. wird erreicht durch eine seitlich und hintereinander angeordnete Sitzposition sowie schräg zur Fahrtrichtung angeordnete Sitzpositionen. Bedingt kompliziertere Kettenführungen die allerdings funktionieren
  2. Wird erreicht durch eine Anordnung des Einzelfahrers näher zur Fahrzeugmitte und geringere Querschnittsfläche. Geringere Kippgefahr in Kurven
  3. Lenkung ist durch jede Hand zu bedienen so das konventionelle Richtungsanzeige bei Fahrtrichtungswechsel möglich ist (Bisher nur bei Karl durch Y-Lenkung)
  4. Wird erreicht durch eine Transportbox die statt Soziusaurüstung angebaut werden kann.
  5. Wahlweise ist auf der Soziusseite auch die Anbringung von einem oder zwei aufrechten Fahrradplätzen für Kinder möglich. Oder einer Transportvorrichtung für kleine Kinder in Sicht- und Arm- reichweite des Fahrers.

Bilder der Ideen in der Draufsicht:

Karl, ca. 95cm
Bei überwiegend Soziusbetrieb

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Karl, ca. 85cm
Bei überwiegend Solobetrieb

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Karl, ca. 85cm
ohne Soziusausrüstung

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Karl, Grundriß von zwei Getränkekisten
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Interessante Lösungen zeichneten sich bald beim Bau der ersten Prototypen (Rudolf und Karl) ab Bei denen wurde Wert darauf gelegt das  ein Nachbau auch mit einfachen Mitteln möglich ist (Verwendung von Altteilen bevorzugen/ Lösungsvorschläge so dass diese Räder eigenständig oder auf Selbstbauseminaren gebaut werden können). Die Grundideen werden aber nicht schlechter dadurch das sie auch mit Neuteilen umgesetzt werden können.

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