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HPV-Blog

Doping im Amateursport

Mit dem Titel "Doping im Amateursport - Der falsche Triumph" geht die Zeit online auf Doping im Breitensport ein. Sich selbst zu optimieren ist nicht nur eine zentrale Anforderung im Berufsleben geworden, sondern wird schon seit einiger Zeit auf den Breitensport übertragen und führt dort zu den im Bericht an Hand von Interviews eindringlich beschriebenen Folgen. Spontan fält mir keine Lösung ein, außer, dass zukünftig nur noch der oder die Letzte gewinnen soll. Damit würden alle so langsam fahren wie der langsamste, um kurz vor dem Ziel ein ausgiebiges Pichnick zu genießen. In einem unbeobachteten Augenblick wird das Ziel hinter die gemeinsam wartende Gruppe gesetzt und alle haben gleichzeitig gewonnen. So oder so ähnlich wird es der HPV im übernächsten Jahr auf der Weltmeisterschaft 2017 in Mannheim anlässlich des 200-jährigen Drais'schen Jubiläum handhaben.

Scherz beiseite. Drogenmissbrauch im Amateursport sollte die gleichen Wirkungen nach sich ziehen können wie Doping im Leistungssport. Wer positiv getestet wurde, sollte für die Teilnahme an z.B. RTFs für eine bestimmte Zeit gesperrt sein. Wer den Bericht gelesen hat, schlägt die Hände über dem Kopf zusammen über den Leichtsinn, der sich hier breit gemacht hat.

Der HPV stellt sich freiwillig dazu bereit, dass auf seinen Veranstaltungen Dopingtests durchgeführt werden und fordert das Bundesinnenministerium ausdrücklich dazu auf, im Breiten- und Amateursport Dopingkontrollen zu finanzieren. Eine diesbezügliche Anfrage des HPV wurde leider abschlägig beschieden. Auf eine Anfrage bei der NADA erhielt der HPV trotz wiederholter Nachfrage keine Rückmeldung.

Nachtrag am 28.2. - zwischenzeitlich war eine erneute Kontaktaufnahme mit der NADA insofern erfolgreich, dass zumindest unser Wunsch nach Dopingkontrollen auf einzelnen und besonders relevanten Veranstaltungen (internationale Meisterschaften, Weltrekordversuche) zur Kenntnis genommen wurde. Ich hatte darauf hin Anfang Dezember 2015 in Absprache mit der NADA eine detaillierte Übersicht zugesandt. Aktueller Stand ist, dass das Justiziariat der NADA prüft, ob die Voraussetzungen für Dopingkontrollen vorhanden sind.

HP Velotechnik repariert Fahrräder für Flüchtlinge

Bundesweit haben sich anlässlich der Flüchtlinge zahlreiche Initiativen gebildet, die ausgemusterte Fahrräder ausbereiten und Bedürftigen zur Verfügung stellen. Auch knapp ein Dutzend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Liegeradmanufaktur HP Velotechnik (Kriftel) mit ihrem weltweit anerkannten Knowhow und reparierten unentgeltlich in einer gemeinsamen Aktion mit dem Familienzentrum Kriftel, sowie dem Arbeitskreis Flüchtlinge und dem Hofheimer Fahrradhauses Freund insgesamt ca. 75 Fahrräder. Einge wurden sofort nach Reparatur für einen geringen Preis von 10 EUR und der Auflage, mit den Fahrrädern sorgsam umzugehen, an die Flüchtlinge weitergegeben. Der Großteil der reparierten Fahrräder wird dann weitergegeben, wenn das große Kontingent an Flüchtlingen kommt.

Handbiker im Emsland

Immer mal wieder berichtete dieser Blog über Handbiker, die mit ihren drei Rädern oft die gleichen Anforderungen an Infrastruktur wie "normale" Dreiräder und teilweise auch Velomobile haben (hier und hier). Das "TourismusMarketing Niedersachsen" resp. die "Emsland Touristik GmbH" gehen mit gutem Beispiel voran. Sowohl auf den Webseiten der TourismusMarketing Niedersachsen als auch der Emsland Touristik GmbH wird auf eine besondere Beschilderung für Handbike-Strecken im Emsland hingewiesen. Da sage ich sehr gerne, dass ich das als vorbildlich empfinde, herzlichen Glückwunsch. Ich wünsche dem Projekt die verdiente Anerkennung!

Die Links der vergangenen Wochen in aller Kürze

Seit meinem letzten Eintrag mit einer längeren krankheitsbedingten Pause gab es viele Online-Berichte zu Liegerädern, Trikes und Velomobilen, die ich heute nur in aller Kürze und ohne weitere Kommentare präsentieren möchte. Ich bitte außerdem um Verständnis, dass ich die Nachrichtenlage krankheitsbedingt auch in den kommenden Monaten nur gelegentlich und in aller Kürze schildern kann.

Das sind erstaunlich viele Meldungen zu Unfällen mit Beteiligung von Liegerädern - im Übrigen ohne einen einzigen Unfall mit Schuld des/der Liegeradfahrers/in. Wer das nun so interpretieren möchte, Liegeradfahren sei "gefährlich", der vergleiche mit Unfällen mit "Normalrädern" hier (mit der Einschränkung auf Online-Berichte 2015 "ungefähr 12.500 Ergebnisse").

Weitere Meldungen:

 

In eigener Sache: Umstellung des Layouts der Mitgliederzeitschrift Info Bull nunmehr abgeschlossen

Den Mitgliedern des HPV Deutschland e.V., in deren jährlichen Mitgliedsbeiträgen auch das 2-monatlich (6-mal jährlich) erscheinende "Info Bulletin" - kurz IB - enthalten ist, dürften in diesem Jahr zwei sehr grundlegende Änderungen "ihrer" Mitgliedszeitschrift aufgefallen sein. Einmal das von hoch auf quer gedrehte DIN A-5-Format, und die in zwei Schritten durchgeführte Umstellung des traditionellen Schwarz-Weiß zur komplett farbigen Gestaltung.

Nun sind die letzten Änderungen des Layout abgeschlossen, die nicht so auffällig sind. Es wurden alle gestalterischen Register gezogen, um die farbliche Gestaltung des Heftes auch z.B. in die Gestaltung der Gliederung umzusetzen. Die wenigen Inserate (die per se meist ebenfalls informativen Charakter haben) sind nun ebenfalls komplett farbig und - eine Änderung, die sich erst im Vergleich zwischen einer "alten" schwarz-weißen und "neuen" farbigen Ausgabe erschließt - viel mehr Bilder lockern die Textbeiträge auf und machen sie damit lesbarer.

Hier (im Untermenüpunkt "Info Bull") sind die Ausgaben 183 bis 185 (um ca. 1/3 gekürzt) zu finden. Schmökert gerne in den Heften. Wer sich berufen fühlt (auch als Nicht-Mitglied), eigene Artikel zu verfassen, sendet sie gerne an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Die Ausgabe 185 ist von ff. Titelblatt aus direkt aufzurufen:

frontpage_IB185

Rekorde für Petra von Fintel

Die WHPVA hat zwei neue Weltrekorde anerkannt, die Petra von Fintel auf dem diesjährigen Rekordwochenende des HPV gefahren hat:

  • 1.000 km in 23:41:19 h
  • 24 h mit 1011,94 km

Darüber hinaus wird ihre Fahrstrecke von 571.68 km in 12 h als herausragende Leistung anerkannt.

Neuer Liegerad-Rekord über 6 Stunden

Auf dem diesjährigen Rekordwochenende des HPV fuhr Melchior Poppe auf seinem unverkleideten Liegerad 227,6 km in sechs Stunden. Die World Recumbent Racing Association (WRRA) hat dies nun als Weltrekord anerkannt.

Konflikte im Stadtverkehr beleuchtet

Im Hamburg-Teil der ZEIT erschien ein umfangreicher Artikel zu Konflikten im Stadtverkehr. Den meisten hier wird vieles bekannt vorkommen - und zwar unabhängig davon, was und wo sie fahren.