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HPV-Blog

Gutes Jahr für Recumbent Racing

Warren Beauchamp vom Komitee der WRRA (World Recumbent Racing Association) teilt es in einem Forumsbeitrag nicht ohne Stolz mit: es gab 8 neue Rekorde nach WRRA-Regeln im Jahr 2015. Einen dieser Rekorde fuhr übrigens Melchior Poppe beim Rekordwochenende. des HPV Deutschland.

Velomobil-Weltrekord - Auf der Überholspur

Der Kreisbote aus Weilheim, zugehörig zum Münchner Merkus, berichtet über Nicola Walde, die im Juli 2015 auf dem Weltrekordevent des HPV Deutschland auf dem Lausitzring einen bemerkenswerten 12-Stunden-Weltrekord mit ca. 585 km fuhr.

Die musizierende Polizistin wird sehr positiv und zugewandt präsentiert. Ein Bericht, der sich sehr angenehm liest und eine tolle Werbung für die HPV-Welt ist.

Nachtrag am 28.2.2016: Auch die Augsburger Allgemeine berichtete.

Ein Jahrhundertrekord wurde gebrochen

Hier berichtete der HPV-Blog am 18. Dezember 2015 darüber, dass sich der US-Amerikaner Kurt Searvogel einem seit 1939 bestehenden Weltrekord des Engländers Tommy Godwin gestellt hat und auf dem besten Weg war, diesen Weltrekord tatsächlich einzustellen.

Es ist nicht fassbar, was diese Leistung an persönlichen Ressourcen frisst: ein Jahr lang täglich ca. 335 km zurückzulegen - inklusive Pannen, Pausen, Winter, Sturm, Regen, mehreren Unfällen, Notaufnahmen im Krankenhaus wegen Asthmaanfällen usw. usf. - eben alles, bei dem sich die meisten unserer Zeitgenossen scheuen, überhaupt 100 Meter zu Fuß zurückzulegen. Daneben muss der Verdienstausfall verdaut werden - Searvogel betreibt ein kleines Software-Unternehmen, das ihm diese Freiheit erlaubt.

Am 4. Januar 2016 hat es Searvogel geschafft, er hatte zu diesem Zeitpunkt den bestehenden Rekord eingestellt. Die SZ ergänzte dies in ihrem Artikel, die Welt berichtete ebenfalls.

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Gesammelte Links der vergangenen Wochen

Diesmal ausnahmsweise eine nur kurze Übersicht mit Links zu zahlreichen interessanten Stellen mit Bezug zu HPVs:

Zum Abschluss noch ein kleines Gedicht, das Karsten H. im de.rec.fahrrad gepostet hatte und das mir bislang unbekannt war:
Fahrrad unser auf Erden!
Geheiligt werde dein Rahmen,
deine Geschwindigkeit komme.
Dein Einsatz geschehe,
auf Straßen wie auf Feldwegen.
Unsere tägliche Fahrt gibt uns heute.
und vergib uns unsere miese Wartung,
wie auch wir vergeben unseren Händlern.
Und führe uns nicht zu Unfällen,
sondern erlöse uns von den Pannen.
Den dein ist der Weg und die Reise und die Fahrfreude,
in Lebendigkeit.

Amen.

Ich werde mich erst wieder im neuen Jahr melden. Bis dahin wünsche ich allen Leserinnen und Lesern erholsame Weihnachten, möglichst keinen Glätterutsch ins neue Jahr (Spikes nicht vergessen!) und die eine oder andere Gelegenheit, die zahlreichen Kalorien mit einer schönen Fahrradrunde wieder loszuwerden.

Nachtrag am 22.12.2015: Der Donaukurier berichtet ebenfalls über Herbert Schwarzer - diesmal schriftlich und mit großer Anerkennung. Selbst das sonst übliche Bashing entfällt ("soan Schmarrn, des kann doch nimma gsund sai"), das freut mich sehr.

Ein Jahrhundertrekord soll gebrochen werden

Der legendäre und seit 76 Jahren (1939) ungebrochene Weltrekord von Tommy Godwin von während eines Jahres per Fahrrad zurückgelegten 120.805 Kilometern wird zurzeit vom US-Amerikaner Kurt Searvogel angegriffen - dies berichtet die SZ in einem lesenswerten Online-Artikel.

Kurt Searvogel hat schon reichhaltig Erfahrungen mit dem Zurücklegen langer Strecken gesammelt und eine extreme Leistungsfähigkeit bewiesen (2014 neuer Altersrekord beim Race Across America). Laut Angaben der SZ steht steht Searvogels Kilometerstand nach 327 Tagen bei 109.228 Kilometer (334,02 km/Tag). Er muss damit in den verbleibenden 38 Tagen "nur" noch mindestens 11.577 km (304,7 km/Tag) zurücklegen.

Der Artikel erläutert ausführlich die Motivation hinter diesem Rekordversuch. Vier Tage lang kam auch ein Liegerad zu Ehren. Kurt Searvogel musste dann aber darauf verzichten, weil er mit seinem Asthma nicht genug Luft bekam. Unglaublich, dass er seine Strecken mit einem durchschnittlichen Puls von 90 bis 100 fährt.

Kleines Detail am Rande - anerkannt wird sein Rekord von der UltraMarathon Cycling Association (UMCA), nach deren Reglement auch auf dem jährlichen Weltrekord-Event des HPV auf der Dekra-Teststrecke Rekorde gefahren werden können. Ich drücke Kurt die Daumen für die restliche Strecke. Ich beabsichtige, nach Abschluss hier zu ergänzen, ob es geklappt hat.

Alter Schwede im Velomobil

Die Überschrift konnte ich mir nicht verkneifen: der 58-jährige Urpo Taskinen - Schwede mit finnischen Wurzeln - fährt vom Polarkreis aus nach Paris zum Weltklimagipfel. Naja, das ist für Velomobilisten eine gute Übung, liebe Focus online- und Bildzeitungsleser.

Doch während die Bildzeitungsleser mit einem Irren leben müssen, der sich "den Popo wund" fährt, kommt Urpo beim Focus nicht nur deutlich besser weg, der Klimaschutz scheint darüber hinaus einen besonderen Stellenwert zu haben, auf den aufmerksam zu machen in Ordnung scheint. Urpo darf sogar die deutschen Radwege bemängeln, die nicht für Velomobile gemacht und viel zu schmal und holprig seien. Da, lieber Urpo, werden dir die meisten Velomobilfahrerinnen und -fahrer voll und ganz zustimmen.

Ich wünsche dir auf jeden Fall eine gute Fahrt und ich hoffe, du schaffst es noch rechtzeitig bis Paris.

The 10 most beautiful bicycles of 2015

@Archetyp machte im Forum auf diese interessante Sammlung der 10 schönsten Fahrräder 2015 der BBC aufmerksam.

Aus HPV-Sicht besonders spannend ist die Auswahl der Räder. Immerhin gleich drei Liegeräder haben ihren Weg in die Sammlung geschafft:

  1. das kanadische "AreoVelo Eta", das beim alljährlichen Hochgeschwindigkeitsevent Battle Mountain fotografiert wurde,
  2. das Cargo bike "Velove Armadillo" (im Bild im Einsatz für DHL Niederlande),
  3. das Velomobil "The Future People Zeppelin" (ein Prototyp und Nachbau eines Dymaxion-Autos).

Ich bin angesichts solcher "Sammlungen" etwas zwiegespalten casino online www.svenskkasinon.se. Von "herkömmlichen" Rädern ist nicht viel zu sehen. Das ist einerseits verständlich, andererseits entspricht es aber natürlich nicht der Realität unserer Straßen. Außerdem dürften es einige der Räder aufgrund technischer Eigenheiten (z.B. besonders kleine Felgendurchmessen) schwer haben, den Sprung vom Prototypen zur (Klein-)Serie zu schaffen. Ich denke jedoch, das ist nicht das Ziel dieser Sammlung. Was es schafft, ist Appetit auf mehr zu machen: auf mehr Kreativität, mehr Phantasie, mehr Motivation, Rad zu fahren.

... and the winner of the Ecodesign-price 2015 is ...

Als vermutlich erstes deutsches Online-Magazin berichtet der HPV bzw. der HPV-Blog über einen der diesjährigen Gewinner des Ecodesign-Preises, gemeinsam ausgelobt vom Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt.

And the winner is: der Fahrradanhänger "hinterher". Die Webseite zum Fahrradanhänger ist mit Recht stolz auf das gelungene Konzept. Der HPV stellt sich als erster in die hoffentlich lange Schlange der Gratulanten und wünscht auch weiterhin viel Erfolg mit dem schönen Fahrradanhänger.