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HPV-Blog

Liegerad gestohlen

Larry Gordon, pensionierter Army-Veteran, beklagt in einem Online-Video-Bericht der Abilene News, dass ihm u.a. sein Liegerad gestohlen worden sei.

Trike selbst gebaut

Hajo Erkelenz war der Kauf eines Trike zu teuer, so entschied er sich, selbst eins zu bauen. Wie er dazu kam und wie er das umgesetzt hat, schildert er bei Youtube.

Liegeräder sind besonders gut bei Kniegelenksarthrose

Kerry Senchyna, Gründer, seit 1992 Eigentümer und Präsident der West Coast Kinesiology [nicht zu verwechseln mit der "Angewandten Kinesiologie" im deutschsprachigen Raum] erläutert in den "Maple Ridge News", dass die liegende Sitzposition bei einer Kniegelenksarthrose eine schonende Möglichkeit ist, sich zu bewegen, ohne die Knie einer starken Belastung auszusetzen.

The Drumheller Mail - Rotary Club puts Austin back on the road

Der Rotary Club von Munson, Alberta, Kanada, schenkte dem 13-jährigen Austin Kolm ein Liegedreirad, so berichtet "The Drumheller Mail". Hintergrund ist, dass Austin an einer Zerebralparese (Bewegungsstörungen, deren Ursache in einer frühkindlichen Hirnschädigung liegt) leidet. Mit dem Dreirad kann er sich vor allemn im Sommer wesentlich besser bewegen, als dies bislang möglich war. Leider kann ich den Hersteller oder den genauen Fahrzeugtyp nicht erkennen. Ich wünsche Austin aber viel paß mit seinem neuen Fahrzeug.

Health - How to choose the best exercise bicycle

The Dallas Morning News zitieren in einem Bericht Kathy Dieringer, einem "board member of the National Athletic Trainers’ Association and co-owner of D&D Sports Med in Denton". Sie bezeichnet Liegeräder vor allem geeignet für Menschen mit Rückenschmerzen oder Gleichgewichtsproblemen.
Das hört sich doch gleich besser an als das in Europa immer wieder gerne hervorgekramte Vorurteil, das Gleichgewicht aif Liegerädern sei schwerer zu halten als auch "normalen" Rädern. Vor allem die "hamstring muscles" [Kniebeuger] würden in liegender Sitzposition viel eher benutzt als in aufrechter Sitzposition. Ein Upright würde dagegen eher Muskeln in Bauch, Gesäß, Rücken, Schultern, Nacken und Arme in Anspruch nehmen und stärken.

Naja, als mir anlässlich einer Not-OP der Bauchmuskel komplett durchtrennt wurde, habe ich Wochen gebraucht, bis ich wieder meine Beine auch aufs Liegerad hochwuchten konnte. So ganz ohne Bauchmuskulatur geht es auch hier nicht.

Reverse Gear sponsert Liegeradrennen nahe Toronto, Ontario, Canada

Reverse Gear vermeldet, dass sie ein neues Liegeradrennen sponsern. Das Rennen findet statt am 30.10.2016 "at the Canadian Tire Motorsport Park (previously Mosport), near Toronto, Ontario, Canada." Es handelt sich um eine Formel-1-Strecke und "Bikes and trikes, handcycles, velomobiles - all kinds of recumbents are welcome." Anmelden kann man sich hier. Viel Spaß und viel Erfolg!

Haftungsverteilung - Radfahrer kollidiert im Fußgängerschutzbereich einer Haltestelle mit aussteigendem Fahrgast

Das Kammergericht urteilte im Az. 29 U 18/14, "Kollidiert ein Radfahrer auf einem gekennzeichneten Radweg, der rechts an einer Haltestelle des Linienverkehrs vorbeiführt und für die Fahrgäste einen für sie reservierten Bereich von bis zu 3 m vorsieht, mit einem Fahrgast, der gerade einen haltenden Bus verlassen hat, kommt wegen des Verstoßes gegen § 20 Abs. 2 StVO eine Haftungsverteilung von 80% zu Lasten des Radfahrers in Betracht." Ein Grund mehr, auf Radwege zu verzichten.

Falsche Lehren aus den Doping-Skandalen

Nils Zurawski hat sich bei Telepolis seine Gedanken gemacht, was das neue Anti-Doping-Gesetz in der Lage zu leisten ist. Er sieht das Gesetz als falsche Antwort auf den weniger individuellen, jedoch eher systematischen Mißbrauch von Dopingmitteln. Dass sich die Bundespolitik darüber im Klaren ist, zeigt schon eine kurze Suche im Dokumentations- und Informationssystem (DIP) des Deutschen Bundestages (z.B. hier, hier und hier neben diversen anderen Vorgängen). Zurawski bemängelt jedoch, dass das Gesetz aufgrund vielfältiger Abhängigkeiten keine Wirksamkeit erreichen kann. Vor allem das hinter Leistungssport stehende Leistungsprinzip steht bei Zurawski im Mittelpunkt, das z.B. Erfolge mit weiterer Förderung verknüpft und es nicht ausdrücklich belohnt, dass Erfolge OHNE Doping erreicht wurden oder auch keine Erfolge erreicht werden konnten, WEIL nicht gedopt wurde. Dopingkontrollen und die geforderte andauernde Verfügbarkeit würden von den Betroffenen als Schikane empfunden.

Diese Kritik ist insofern nachvollziehbar, dass es mit Ausnahme nur ganz weniger Sportarten wie Fußball, in denen es auch auf Amateurebene möglich ist, von seinem Sport zu leben, dies in den meisten anderen Sportarten nur wenigen Sportlerinnen und Sportlern gelingt. Sie sind auf staatliche Mittel oder Jobs in staatlichen Einrichtungen wie Polizei oder Bundeswehr angewiesen, die in Einzelfällen durch Sponsoring ergänzt werden. Die ökonomische Situation vieler Sportlerinnen und Sportler sei deshalb regelrecht "prekär". Dabei scheint es immense Risiken zu geben, die Tests mit "falschen" Ergebnissen generieren.

Sein Fazit lautet deshalb, dass "[...] die Bekämpfung des Doping im Sport [...] damit nicht wahrscheinlich [ist], schon gar nicht um die korrupten Netzwerke dahinter dran zu kriegen. Und schließlich ändert das Gesetz auch nichts an den Bedingungen, unter denen Sport in einem weltweiten, Kapital-orientierten Veranstaltungszirkus betrieben wird, der nicht unerheblich für die prekäre Situation vieler AthletInnen verantwortlich ist."