Human Powered Vehicles e.V.

hpv



Eustaff 2005 Live-Bericht

 

NEWSCHRONO!!!

Eustaff in den Startlöchern (Andy Hentze)

Beitrag eingetragen am 24.01.05 um 16:45

zumindest geistig läuft die Eustaff 2005 auf Hochtouren!

Ich wünsche allen Teilnehmern ein gutes Gelingen!!

Feet first!
Andy

Ergänzung vom 20.5. (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 29.05.05 um 20:51

Ergänzung vom 20.5. ca. 16:45 Uhr
=================================

Die Planungen schreiten voran.

Fast alle Etappen sind inzwischen mit Teams gefüllt.
Das Team für die Etappe von Krefeld bis Lüdinghausen ist leider immer noch
unbesetzt, aber das wird noch ...
Die meisten anderen Teams sind mittlerweile ausreichend besetzt, allerdings könnte
hier auf den Etappen Dissen - Sulingen und Sulingen - Walsrode Heinz Wesers noch
Unterstützung gebrauchen.

Leider klappt eine Etappenplanung ab Oslo nun doch nicht, aber zumindest schonmal
der halbe Weg - ab Gothenburg - ist definitiv sicher und eingetragen. Das ist
doch ein wunderbarer Anfang.

Definitiv sicher ist weiterhin, dass wir ein Schreiben eines Mitglieds des
Europäischen Parlaments - Michael Cramer - an den Bundesminister für Verkehr,
Bau- und Wohnungswesen (Herrn Stolpe) überbringen werden.

Weiterhin werden unsere Schweizer Futurebike-Freunde den Bürgermeister von Biel
um ein Schreiben an seinen Kollegen in Berlin bitten.

Aber Herr Stolpe erhält nicht nur Kritisches, nein.

Aus der *Metropolregion Rhein-Neckar* werden für Wirtschaft-in-Bewegung eine
Einladung an Herrn Stolpe und von einem privaten Unternehmen ebenfalls ein
Schreiben nach Berlin losgeschickt.

Die EUSTAFF und ihre Mitteilungen wurden mittlerweile im Büro Herrn Stolpes
angekündigt. Soeben habe ich eine allerdings negative Rückmeldung erhalten. Herr
Stolpe sei am 5. Juni auf einer Auslandsreise. Alternativen wurden nicht geboten,
deshalb habe ich umgehend nachgehakt.

Endspurtstimmung für die EUSTAFF, ran halten!

Schreiben von Michael Cramer an Verkehrsminister Stolpe (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 29.05.05 um 20:52

Ergänzung vom 25.5. ca. 18:25 Uhr
=================================
Im ff. das Schreiben von Michael Cramer an Verkehrsminister Stolpe - in englisch,
damit unsere schwedischen und dänischen HPV-Freunde auch mal was zu lesen haben:
Dear minister of transport,

Dear Mr. Stolpe,

I am happy that this letter could be transported to you completely by Human Power.
It has made a long journey since it was fetched early on Friday here in
Strasbourg.

The original start of the relay was in Biel/Bienne in Switzerland. The so-called
EUSTAFF (EUropaSTAFFel, meaning European relay (race)) has this year been
organized for the fifth time now by the German Human Powered Vehicles Association
HPV and was organized together with other European Human Powered Vehicles
Associations, supported by the ECF (European Cyclists’ Federation) and the ADFC
(German Association of everyday-bikers).

During the following stages, which were driven day and night and independent of
weather conditions, it has been transported down the Rhine valley, circumvented
the Ruhr in the North-West, crossed the Northern part of Germany and finally,
after a last night ride through East Germany, arrived in Berlin. Another route,
coming from Göteborg in Sweden via Copenhagen, met the main route in Uelzen,
south of Hamburg.

All envolved teams of drivers want to achieve, by means of this letter, that:
-  Cyclists in Germany are granted more rights and security in road traffic.
  For example, the obligation to use cycle tracks should be replaced by a
  right   to use them, so that cyclists don't have to use dangerous tracks
  anymore,
-  A separated transport infrastructure is created,
-  Quality criteria for long-distance cycle tracks can be suable,
-  Any infrastructure of long-distance cycle trancks to be created can still
  be used at speeds exceeding 50 km/h = 30 mph, speeds easily achievable by
  Velomobiles in lowlands,
-  Cyclists are given more and better possibilities to carry their vehicles
  along in public and border-crossings means of transportation, including
  high-speed trains,
-  The safety of bicycles in general is increased by means of appropriate
  measures, e.g. by defining standards for the quality of lights and brakes
  and by verifying these,
-  The development of new kinds of vehicles, like Velomobiles (fast, fully
  faired Human Powered Vehicles) and recumbents, is promoted,
-  Human Powered Mobility as a whole is rated higher in our society.

For this, there are many reasons:
-  The attractiveness of bicycling has to be increased for reasons connected
  to environmental and health policy,
-  A higher share of bicycling in transport relieves the streets and thus
  helps to prevent, especially in cities, the construction of new means of
  infrastructure,
-  In urban areas, less motorized traffic equals to more quality of life,
-  Less importation of oil mean more wealth for our country and more health
      for its citizen.

All participating cyclists are happy that this letter reached you in good shape.
I want to thank you that you took the time and gave yourself the trouble of
receiving this letter.

Yours truly,

Michael Cramer, Member of the European Parliament

Eustaff fever rises! (Hanno)

Beitrag eingetragen am 31.05.05 um 18:51

Hello,
few days to go until Eustaff starts, we are getting nervios already. I hope each 
team contacted and managed with their neighboring teams the meeting points. 
Don't forget to call the central after a stage change to report the actual time, 
as well as some contributions to the online reports here, funny events and 
happenings during the stage are welcome to make this interesting. 
good bike 
    Hanno

Viel Erfolg! (Fabian Jessen)

Beitrag eingetragen am 01.06.05 um 12:40

Hallo ihr vielen Eustaffler,
nachdem ich dieses Jahr der Eustaff leider eine Absage erteilen mußte, um an der
CV in Zandvoort teilnehmen zu können, möchte ich euch viel Erfolg und immer
genügen Luft in den Reifen wünschen.

Ich werde morgen mit einem bis unter das Dach bepackten VW-BusT3 mit samt meiner
ganzen Familie Richtung Holland starten. Wir sind alle schon sehr gespannt, wie
es in Holland wird und ob das Wetter hält.

Finn-Erik-"Eustaff" ist jetzt 2,5Jahre alt und wird sich auch einmal ein
Liegeradrennen live anschauen ;-)  und mein großer Fredrik (8) wird sein erstes
Liegeradrennen fahren, ich weiß nicht wer aufgeregter ist!

Mit einem weinenden Auge werde ich gedanklich aber bei euch sein. Die letzten
male Eustaff waren echt geil ( ich war bis jetzt immer dabei) und ich erinnere
mich gerne daran zurück, ob das mein Babybegleitfahrzeug 2002 war oder das gute
Essen im Schwanen mit Ottfried M dem anonymen Pedaliker in Lahnstein oder die
geilen Geschwindigkeitsritte durch die Nacht mit Jürgen, Frank und den
beleuchteten Burgen den Rhein entlang, es war immer super!

Wenn es keine Terminkollisionen gibt bin ich das nächste mal sehr gerne wieder
dabei und auch gerne wieder Etappe-Guru
Gruß und viel Erfolg
Fabian der Ex-Etappen-Guru Guntersblum-Koblenz 

Swedish teams are ready (Olaf Johansson)

Beitrag eingetragen am 02.06.05 um 11:28

At 7.30 Friday 3 June the north part of EUSTAFF 2005 launches from Göteborg, Sweden. Six teams and 
twelve riders will participate in riding the 300 kilometres down to Malmö where the Danes will take over. 
We are very happy to have been invited to this event and we look forward to a sunny ride with no flat tyres  
;-) We also like to wish all the other teams of EUSTAFF a successful and enjoyable ride.

Auch in der Schweiz startet demnächst das erste Team (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 02.06.05 um 22:52

Vielen Dank an Olaf Johansson, der uns mitteilte, dass die schwedischen Teams 
soweit vorbereitet sind, um loszulegen.
==============================================================================
We'll try to translate as many messages as possible in english for our swedish 
and danish HPV-friends!
==============================================================================
Auch das Schweizer Team um Michael Döhrbeck hatte mir schon heute morgen 
mitgeteilt, dass es nun endlich losgehen könne.
Michael hatte gleich noch auf einen Presseartikel verwiesen und darauf, dass es 
kurzfristig doch noch mit einer Grußbotschaft des Bürgermeisters von Biel/Bienne 
an seinen Kollegen, den Regierenden Bürgermeister in Berlin, Klaus Wowereit, 
geklappt hätte.
Damit gibt es also einiges zu transportieren.
Jack Dekker aus den Niederlanden meinte, dass auch die Niederländer und Belgier, 
die die letzten Jahre immer mit dabei waren, mitfiebern würden.
Um 3:20 in aller Frühe wird also das Schweizer Team starten.
Es wird zunächst ein recht lautloser Start werden.
Ich werde mich gleich aufs Ohr legen und um ca. 5 Uhr von Claus Caspary, der in 
Basel starten wird, geweckt werden.
Bis dahin euch allen also noch eine angenehme Nachtruhe!

Höchst gespannte Grüße,

Christoph

Jipiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii - soeben ist in der Schweiz das erste Team gestartet!!!!! (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 03:40

Damit hat der Start der EUSTAFF 2005 offiziell stattgefunden um exakt 3:25 Uhr.
Florian Wolf rief mich soeben an und teilte mir mit, dass das Team nun starten 
würde.
Das Wetter scheint im Moment trocken zu sein und die Temperatur liegt bei etwas 
über 10°C. Das ist nicht sehr warm, doch in Richtung Basel dürfte sich die Luft 
schnell erwärmen.
Im weiteren Verlauf der EUSTAFF im Rheintal scheint es zunächst sehr warm zu 
werden mit Tagestemperaturen von fast 30°C. Abends muss mit Gewittern und einem 
Temperaturabfall gerechnet werden. Wir werden sehen ...
Es ist auf jeden Fall wieder schön, dass die EUSTAFF am Rollen ist. Mal sehen, 
was dieses Jahr ihren Lauf wieder so alles bremsen wird :-) ...

Es wird langsam hell ... (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 05:17

... und das erste Team dürfte es nun deutlich leichter haben.
Sie haben ja noch den beschwerlichen Aufstieg über den (das?) Jura. Sie dürften 
sicherlich für ihre 95 km an die 1000 hm zu bewältigen haben.
Der angestrebte Schnitt von ca. 31 km/h ist unter diesen Umständen eine 
hervorragende Leistung und Alltagsradlern mehr als würdig!

Wenn mich Claus Caspary angerufen hat, werde ich mich wieder melden.
Bis dahin.

Das Scheizer Team müsste langsam in Basel ankommen! (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 06:16

Das erste Team in der Schweiz müsste nun langsam in Basel ankommen.
Sie starteten etwas früher, um in Basel um den gröbsten morgendlichen Verkehr 
herumzukommen.
So ergeben sich zwar aktuell ca. 30 Minuten Wartezeit, bis das nächste Team 
starten wird, das haben wir aber gerne in Kauf genommen.
Claus Caspary vom Team ab Basel hat sich bislang noch nicht gemeldet. Ich gehe 
davon aus, dass schwäbische Pünktlichkeit die Oberhand behalten hat und das Team 
rechtzeitig am Übergabepunkt zum Shakehand sein wird.

Bis später.

Team in Basel angekommen und hat an das wartende Team übergeben! (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 06:47

Soeben den Anruf erhalten, dass bei der Übergabe alles geklappt hat.
Die Etappe bis Basel verlief ohne Probleme.
Es war trocken und die Temperaturen lagen sogar über der Vorhersage.
Florian schätzte ca. 17°C.
Die guten Bedingungen führten zu einem tollen Schnitt von über 33 km/h - bei 
einem Mixed-Team mit den Höhenmetern wieder mal eine reife Leistung der bisher in 
jedem Jahr starken Schweizer Teams.
Sie genehmigen sich nun zuerst mal ein Frühstück und läuten das Wochenende ein.
Sie habens sich verdient :-)

Kurzer Aussetzer der Routenplanung (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 07:33

Meine sehr geehrten Damen und Herren,
wir bitten den kurzfristigen Ausfall unserer Routenplanung zu entschuldigen.
Inzwischen konnte das Problem von unseren Technikern wieder behoben werden.

:-))

Swedish run has started (Sverker Fridqvist)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 07:55

The Swedish riders have started from Gothenburg 6 minutes late and are now on their way to Kungsbacka. 
Actually, they started 2 minutes late, but realized they had forgotten to take pictures, so they went back 
and did it a second time...

Immer mehr Teams melden, dass sie inzwischen vorbereitet sind und auf ihren Start warten (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 08:29

Soeben rief mich Hanno Hirsch an, der Organisator der südlichen EUSTAFF-Strecken, 
der sich wie jedes Jahr natürlich nicht den Spaß nehmen läßt, selbst eine Etappe 
mitzufahren (von Gambsheim nach Wörth am Rhein).
Er teilte mit, dass er und sien Team sich nun auf den Weg machen würden zum 
Etappenübergabepunkt.
Es sieht gut aus und sie freuen sich darauf!

Übernachtung in Koblenz gesucht! (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 08:36

Falls ein Leser / eine Leserin aus dem Raum Koblenz hier mitliest.
Wir suchen für das Team (2 Personen), das von Bingen nach Koblenz fährt - 
voraussichtliche Ankunft erst recht spät gegen 23:30 heute abend - noch eine 
Übernachtungsgelegenheit.
Falls jemand etwas weiß oder etwas anzubieten hat, gerne eine Mail an
premier[ät]hpv[punkt]org oder ein Anruf unter
040 - 41355543
Danke!

... und das erste schwedische Team ist ebenfalls gestartet! (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 08:40

Damit sind nun beide Arme der diesjährigen EUSTAFF auf dem Weg nach Berlin.
Das ist jetzt richtig geil, zu sehen, wie die beiden Linien ihre Kilometer 
wegfressen ;-))
Ich glaube, ich muss mal einen Kurzurlaub von Oslo nach Malmö machen ...

... and the first swedish team also started (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 08:44

So both lines of the this-year EUSTAFF are on their way to Berlin.
It is pretty exciting to see, how both lines make their kilometers.
Well I think I'll spend a short holiday for the route between Oslo and Malmö ...

Übernachtung in Koblenz gesichert! (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 08:46

Soeben erfahre ich, dass die Übernachtung in Koblenz spontan gesichert ist.
Ottfried Milzer hat sich soeben bereit erklärt, das ganze Team bei sich 
aufzunehmen. Vielen vielen Dank!
Das ist ebenfalls das schöne an der EUSTAFF, sie bietet unkompliziert Kontakt 
zwischen engagierten Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrern!

Muss mal kurz weg zum einkaufen ;-) (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 09:02

Bin mal für 'ne halbe Stunde weg zum einkaufen.
Trage dann eventuelle Neuigkeiten nach.

Die Etappe Metropolregion Rhein Neckar ist nun auch auf dem Weg! (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 09:06

Soeben erhielt ich die Nachricht, dass sich pünktlich um 9 Uhr die Metropolregion 
Rhein Neckar auf den Weg gemacht hat.
Damit sind nun drei Linien unterwegs.
Das ist ein absolutes Novum für die EUSTAFF. Wer hätte das gedacht vor 5 Jahren, 
dass wir das einmal schaffen würden.
Ach, ich bin hingerissen :-))

Die Etappe Metropolregion Rhein Neckar ist nun auch auf dem Weg! (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 09:59

Soeben erhielt ich die Nachricht, dass sich pünktlich um 9 Uhr die Metropolregion 
Rhein Neckar auf den Weg gemacht hat.
Damit sind nun drei Linien unterwegs.
Das ist ein absolutes Novum für die EUSTAFF. Wer hätte das gedacht vor 5 Jahren, 
dass wir das einmal schaffen würden.
Ach, ich bin hingerissen :-))

Die Etappe Metropolregion Rhein Neckar ist nun auch auf dem Weg! (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 09:59

Soeben erhielt ich die Nachricht, dass sich pünktlich um 9 Uhr die Metropolregion 
Rhein Neckar auf den Weg gemacht hat.
Damit sind nun drei Linien unterwegs.
Das ist ein absolutes Novum für die EUSTAFF. Wer hätte das gedacht vor 5 Jahren, 
dass wir das einmal schaffen würden.
Ach, ich bin hingerissen :-))

Muss mal kurz weg zum einkaufen ;-) (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 10:00

Bin mal für 'ne halbe Stunde weg zum einkaufen.
Trage dann eventuelle Neuigkeiten nach.

Der Metropolregion Rhein Neckar geht es gut (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 10:03

Andreas Hünnebeck teilte soeben mit, dass sie trotz eines Platten gleich zu 
Anfang gut vorankommen.
Das Eigenbau-Rücken-an-Rücken-Tandem fährt bravourös und ergenießt den 
Winschatten!

Eine kleine Geschichte darüber, wie man Briefe erhält, sie aber nicht los wird ;-) (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 11:01

- am 13.5. Fax an Herrn Minister Dr. Stolpe mit der Bitte, uns mitzuteilen, ob 
und wann wir Herrn Stolpe die Schreiben übergeben dürfen. Hier schon meine 
Ankündigung, dass mit Presse zu rechnen sei
- am 20.5. nach mehrmaliger telefonischer Nachfrage Absage durch Frau Weise - 
Herr Stolpe sei im Ausland - per Mail ohne Angabe von Alternativen
- am 20.5. per Mail wg. Alternative nachgefragt
- bis zum 27.5. keine Antwort, dann telefonisch nachgehakt
- Frau Weise konnte mit Kontakt zu Büro Frau Gleicke aushelfen
- am 27.5. in Absprache mit einer Sachbearbeiterin Mail an Büro Gleicke
- am 30.5. nachgehakt, die Sachbearbeiterin ist kurzfristig im Urlaub. Ihre 
Kollegin weiß von nix. Zugesagter Rückruf geschieht nicht
- am 31.5. Absage, wiederum ohne Alternativen
- am 31.5. mein Leid Herrn Grix geklagt und Alternativen durchgedacht
- am 1.6. Kontakt zu Frau Wright mit der Bitte, dass sie die Schreiben für das 
BMVBW in Empfang nimmt, zügige Antwort, dass das nicht möglich sei, da sie in 
ihrem Wahlkreis auf Wahlkampfvorbereitung sei
- am 1.6. Nachfrage bei Michael Cramer, wer sonst noch helfen könnte, Verweis auf 
Büro Wilfried Hermann und Ali Schmidt. Im Büro Schmidt auf Herrn von Randow 
(Grundsatzabteilung, unterste Leitungshierarchie) verwiesen worden
- aus dem Büro von Herrn von Randow wieder an das Büro Stolpe, Büroleiter Herr 
Spiekermann, verwiesen worden mit dem Hinweis, dass Herr Stolpe doch über fünf 
StaatssekretärInnen und damit VertreterInnen verfügen würde und der Zusage, dass 
sich Herr Spiekermann bei mir melden würde
- bis 2.6. morgens kein Anruf von Herrn Spiekermann, dann recht zügig (nur 2 
Büros dazwischen) bis zu ihm vorgedrungen. Er teilte mir mit, dass das alles 
natürlich furchtbar knapp sei und wie ich unter diesen Umstände erwarten könne, 
dass noch etwas für mich getan werden könnte.
Ich habe ihm mitgeteilt, dass ich schon seit fast drei Wochen auf der Suche nach 
einer adäquaten Abnahmeperson wäre. Daraufhin erfolgte eine Entschuldigung und der 
Verweis auf Herrn Simons, der alle Aktivitäten zum Thema Fahrrad im Ministerium 
koordinieren würde. Entweder Herr Spiekermann oder Herr Simons würden sich im 
Laufe des Tages bei mir melden. Da bis 15 Uhr kein Rückruf, bei Herrn Simons 
angefragt. Frau Wildenhain (sehr nett und umgänglich) teilte mir dann mit, dass 
er sich auf einer Dienstreise befinde und erst am Fr. morgen früh wieder auf der 
Arbeit sei. Sie sagte mir zu, dass er sich gleich morgens mit mir in Verbindung 
setzen würde.
- am 3.6. früh morgens um 7 Uhr - die EUSTAFF läuft seit fast vier Stunden - 
Anruf bei Herrn Simons. Er sagte ohne größere Umstände Besuch und Abholung der 
Unterlagen an Nachmittag zu, endlich ...

Fazit:
- außer dem Büro von Frau Wright und (letztlich) dem von Herrn Simons nicht ein 
einziger selbständiger Rückruf
- Herr Simons ist unterste Leitungshierarchie im Bundesverkehrsministerium
- ausnahmsweise kein Kompetenzgerangel, sondern mal ein Nicht-Kompetenzgerangel

Das zeigt zwei Dinge:
- wie wichtig die Koordination der Fahrradaktivitäten im Ministerium scheint
- wie wichtig die Fahrradaktivitäten im Ministerium an sich sind

Ob das unter einer anderen Regierung besser wird? Es kann anscheinend immer noch 
nur besser werden ...

Anruf des Teams DE-A2 von Basel nach Marckolsheim (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 11:11

Sie teilen mit, dass sie in wenigen Minuten am Übergabepunkt sind.
Leider ist das Team um Hanno telefonisch nicht erreichbar.
So können wir nur hoffen, dass alles klappt.
Melde mich, wenn ich mehr weiß.

The team from Basel to Marckolsheim reaches in a few minutes its stage-target.
Unfortunately the team of Hanno Hirsch is not available, so we can only hope, 
that it's alright.
I'll tell you more later ...

Himmel hilf, die waren viel zu schnell ... (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 11:12

Da hat das Team sich ins Zeug gelegt wie nix dolles.
Sie waren fast eine Stunde schneller von Ihrem Start in Basel als angekündigt.
Ich fürchte, Hannos Team ist noch gar nicht vor Ort.
Wir werdens gleich erfahren ...

DE-A2 und DE-A3 ... (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 11:35

... müssen nun also doch warten, sie waren einfach zu schnell.
Das sind Zustände, wie wir sie nur aus dem ersten EUSTAFF-Jahr kennen, als 
praktisch ausnahmslos alle Teams deutlich schneller als erwartet waren.
So auch dieses Team, sie fuhren mit einem 35er-Schnitt entlang des Rheins.
Es hat ihnen offensichtlich viel Spaß gemacht ...

Und just erfahre ich, dass sich die beiden Teams nun begegnet sind.
Andreas Hentze teilte mir die Übergabe der Unterlagen mit. Es wird noch etwas 
geschwätzt und dann gehts auch gleich los.

Damit also alles im Rahmen.

Swedish team in Varberg (Sverker Fridqvist)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 11:45

The Swedish team has reached Varberg, 27 minutes late because of a strong headwind. Judging by some 
un-printable expressions heard from the repopter, the wind was a tough opponent... The weather was 
otherwise nice, that is cloudy (not too hot). The team managed to arrive too late for a rainshower, which 
they appreciated!

Bericht von Frederik Anheuser von der ersten Etappe (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 12:17

Hallo,
 
warum nur Teilbericht? Als Immer-noch-nicht-Liegeradler wollte ich Michael, 
Florian und Florenz den Spaß nicht verderben, auf der Abfahrt vom hinter Biel 
liegenden Col de Pierre Pertuis das Birstal hinunter es richtig rollen zu lassen. 
So bin ich erst in Laufen (d.h. nach 2/3 des Wegs) dazugestossen:
5 min Wartezeit am Treffpunkt, dann kamen um 5:30 Uhr die drei auch schon um die 
Ecke geflitzt. Frustrierend, wie Michael locker an einem vorbeiziehen kann, 
wärend ich selber am Limit fahre. Aber dafür gab er mir dann getreulich 
Windschatten, und das Tempo pendelte sich bei 38 km/h ein. Blauer Himmel, die 
Sonne geht auf, leichter Rückenwind -- was will man mehr.
 
In den Basler Vororten verdichtete sich der Verkehr etwas, aber wir wurden nicht 
wirklich aufgehalten -- am meisten vielleicht noch von einem Radler, der genau in 
der Mitte des Wegs fuhr, unbeirrt durch Hupen und Klingeln ;-).
Durch Basel ging es ebenso im Sauseschritt, und auch die Grenze nach Deutschland 
erforderte keinen Halt. Endspurt zum Bahnhof Weil am Rhein: die Uhr zeigt 6:18. 
Perfekt -- wir verschnaufen etwas, und 6:25 kommt (ausnahmsweise pünktlich) der 
Zug aus Offenburg mit dem nächsten Team an.
Die Briefe werden ausgetauscht, ein paar Fotos gemacht, dann ist es 6:30 Uhr und 
ich führe mit Michael den Claus, Uwe und Martin durch Weil zum Stauwehr Märkt. 
Gut: das Grenzübergangstor ist offen, so können sie wie geplant weiterfahren. 
Florenz und Florian frühstücken derweil schon bei mir zu Hause (am Weg, kurz vor 
dem Bahnhof Weil); Michael und ich gesellen uns dazu. Die Rechnung, mit der 
Übergabe am Bahnhof Weil die Startzeit für DE-A2 möglichst weit vorzuverlegen, 
ist also aufgegangen. An der nächsten Eustaff sieht man sich wieder!

Viele Grüße
 
Frederik Anheuser

Kontakt mit dem schwedischen Teilorganisator Sverker Fridqvist - mein Dank an die Webworker (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 12:27

Ich hatte soeben einen kurzen Mailkontakt mit Sverker Fridqvist, dem 
Teilorganisator der schwedischen Etappen.
Sverker nimmt die Informationen der schwedischen Teams in Empfang und trägt sie 
unabhängig von der zentralen Organisation in die Routenplanung ein. Er macht 
außerdem die schönen kurzen und prägnanten Einträge in die Live-Berichte.
Wir haben uns gerade darüber verständigt, dass ihm Gregor Siemoneit, der auf den 
Webserver des HPV aufpaßt, eine spezifische Info geben muss.
Die Schweden haben eine Karte mit den Fortschritten der schwedischen Teams. Es 
gibt dort evtl. Schwierigkeiten mit einigen Links. Überlassen wir dieses Problem 
unseren tollen helfenden Händen im Hintergrund.
Es muss auch mal gesagt sein: die diversen Skripte im Hintergrund, die diese 
Online-Berichterstattung überhaupt erst ermöglichen, sind im wesentlichen von 
Andy Hentze gestrickt (der natürlich auch eine Etappe mitfährt :-) ).
Das ist alles Arbeit, die in der Freizeit neben familiären Verpflichtungen 
geschehen ist.
Auch die Arbeit von Gregor Siemoneit - das wachsame Auge auf unseren Webserver - 
ist gerade jetzt, wo viele Zugriffe auf die EUSTAFF-Seiten stattfinden, sehr 
wichtig. Auch dafür mal meinen Dank.

Swedish team in Falkenberg (Sverrker Fridqvist)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 13:26

The Swedish team has passed Falkenberg. Per-Eric Rosén, who extended his ride to include also the 
second and third runs, has now stepped aside.

Die Presselinie kommt pünktlich voran! (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 13:28

Soeben habe ich vernommen, dass die Presselinie Metropolregion Rhein Neckar 
(fast) pünktlich in Wiesloch starten konnte.
Ich hoffe, Herr Grix von Wirtschaft-in-Bewegung hat noch alles mitgekriegt :-)

Map over Swedish branch (Sverker Fridqvist)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 13:32

I maintain a map over the Swedish part of EUSTAFF. Whenever I get reports I update the map. It is located 
here.

Swedish map (again) (Sverker Fridqvist)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 13:35

OK, it seems it was not possible to include a link into a message.

Here is the address to the Sedish map, to copy and paste:

http://seedwiki.com/wiki/eustaff_2005/karta.cfm?wpid=166651

Swedish map - hi, Sverker (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 14:13

Well it seems, that our integrated script prevents links to somewhere else than 
to our webserver.
When Andreas Hentze is back, I'll ask him. Hopefully he'll solve the problem.

Swedish map - hi, Sverker (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 14:18

Well it seems, that our integrated script prevents links to somewhere else than 
to our webserver.
When Andreas Hentze is back, I'll ask him. Hopefully he'll solve the problem.

... und ein weiterer Etappenwechsel steht an (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 14:19

Soeben vermeldet das Team von Gambsheim nach Wörth am Rhein in wenigen Minuten am 
Übergabepunkt eintreffen wird. Das dort wartende Team ist inzwischen vollzählig.
Es kam wohl aus "gesundheitlichen Gründen" (O-Ton Andy Hentze) zu einer kleinen 
Verspätung.

Swedish map (3rd time) (Sverker Fridqvist)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 14:38

Again, the Swedish map is here.

Die Etappe hat gewechselt ... (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 14:45

... und es ist nun das Team von Gambsheim nach Wörth am Rhein unterwegs.
Zeitlich sieht das soweit - auch wg. dem Zusammentreffen mit der Presselinie - 
recht ordentlich aus. Aktueller Stand ist, dass die Presselinie sogar 13 Minuten 
warten muss.
Die Koordination klappt also und unsere Berechnungen scheinen ebenfalls auf gutem 
Fundament zu stehen - alerdings natürlich nur so lang, als es keine gravierenden 
Verzögerungen gibt z.B. durch Pannen, Unfälle o.ä. Drückt uns deshalb die Daumen, 
dass das weiterhin alles so glatt läuft.

Die Etappe hat gewechselt ... (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 15:13

... und es ist nun das Team von Gambsheim nach Wörth am Rhein unterwegs.
Zeitlich sieht das soweit - auch wg. dem Zusammentreffen mit der Presselinie - 
recht ordentlich aus. Aktueller Stand ist, dass die Presselinie sogar 13 Minuten 
warten muss.
Die Koordination klappt also und unsere Berechnungen scheinen ebenfalls auf gutem 
Fundament zu stehen - alerdings natürlich nur so lang, als es keine gravierenden 
Verzögerungen gibt z.B. durch Pannen, Unfälle o.ä. Drückt uns deshalb die Daumen, 
dass das weiterhin alles so glatt läuft.

Pffft... (Sverker Fridqvist)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 15:15

The Swedish team is held by a puncture just a few km before the next change. Reparation is going on...

Hm, ich muss leider doch darauf aufmerksam machen, dass ... (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 15:33

... es im Moment ziemlich knapp aussieht bis Berlin.
Nach dem aktuellen Stand wären wir erst kurz vor 11 in Berlin.
Nun ist ja noch etwas Zeit bis dahin, aber die Verzögerungen haben sich doch 
warum auch immer so kumuliert, dass es auf den restlichen Kilometern ordentlich 
zu tun gibt.
Schauen wir mal ...

Swedish map (3rd time) (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 15:34

... now it's OK! Great, something like that we have to have the next time, too :-
)

Swedish team in Halmstad (Sverker Fridqvist)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 15:49

The Swedish team has changed again, in Halmstad. The next team had plans to eleminate the delay, a 
member told me. Let's se how they manage - they have the worst uphill for the whole Swedish part of the 
Swedish branch...

Die Zeit, die Zeit ... (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 16:19

Das wird glaube ich ziemlich interessant.
Einerseits werden die Teams von Norden her derben Gegenwind haben.
Andererseits von Süden heftigen Rückenwind.
Naß werden sie aller Voraussicht nach beide.
Da wir in Berlin zur Zeit ca. eine Stunde Verspätung haben, müssen die Teams auf 
der Hauptlinie mindestens diese eine Stunde schneller sein.
Andererseits darf damit jedoch die Nordlinie höchstens eine Stunde auf die 
Südlinie verlieren, sonst muss die Südlinie in Uelzen warten, was wiederum 
Auswirkungen auf die Ankunftszeit in Berlin hätte ;-))
Ich glaube, das könnte wieder ein Krimi wie im ersten EUSTAFF-Jahr werden, als 
unbedingt eine bestimmte (letzte) Elbfähre gekriegt werden musste, um nicht mit 
12 Stunden Verspätung im Ziel anzukommen.
Leider fiel ein äußerst schnelles Team auf einem Rücken-an-Rücken-Tandem mit 
einem Felgenbruch aus. Damit wurde der vermeintliche Lumpensammler zum Held 
dieser EUSTAFF. Er fuhr, was das Zeug hielt. Andere nach ihm kotzten zuerst mal, 
weil sie sich vollkommen überanstrengt hatten, fuhren dann aber trotzdem weiter.
Ja, solche Dinge sind schon passiert :-))

Hoffentlich wird das dieses Jahr nicht nötig sein, aber wer weiß ...

Nachtrag Etappe Gambsheim - Wörth am Rhein (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 16:35

Andreas Hentze, kreativ hinter, aber auch vor dem Rechner, nämlich auf seinem 
Liegerad, war der Grund, dass sich diese Etappe etwas verzögerte.
Er hatte wohl einerseits zu wenig gegessen, aber wahrscheinlich auch zu wenig 
und/oder falsch getrunken.
Es ist sehr warm im Süden, Temperaturen deutlich über 30°C.
Den Energieverbrauch bemerkt man u.U. nicht, und Flüssigkeit und Mineralien 
bekommt man eh nicht genug.
Nun hatte er wohl einen Fehlgriff gemacht, indem er "nur" Wasser pur dabei hatte.
Er meinte, er hätte zwischendurch puddingweiche Knie bekommen.
Erst nach einer wilden Mischung von Currywurst, Cola und Brezel ging es ihm 
anscheinend wieder so gut, dass er bis zum Etappenziel durchhielt.
Jedenfalls Glückwunsch, an solchen Dingen sieht man die wahren Meister.
Der größte Feind ist immer der innere Schweinehund nach vermeintlichen 
Niederlagen, dabei gehts anderst auch irgendwie wieder weiter ...

Die Presselinie ist mit vielen vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern unterwegs! (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 17:05

Andreas Hünnebeck berichtet, dass sie zur Zeit wohl um die 10 Fahrzeuge sind 
inkl. Handbikern, Dreirädern, Tandems usw. usf.
Alle haben riesigen Spaß und die beteiligten Pedaleure fahren nach wie vor 
ausdauernd nach Lampertheim.
Ich habe inzwischen Bilder erhalten, die ich demnächst posten werden.
Noch etwas Geduld ...

Geschichten zum Team der Etappe von Wörth am Rhein nach Guntersblum (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 17:10

Was soll man dazu sagen.
Ein Mitglied des Teams (NN) hatte sich schon vor dem eigentlichen Start derbe ein 
Schienbein aufgeschlagen. Nach kurzer Begutachtung wurde entschieden, dass das 
keine fahrverhindernde Verletzung sei.
Inzwischen scheint ein Mitglied, Erika, wohl doch hinten weg gefallen zu sein, 
während die anderen fleißig weiterfahren.
Ich nehme an, dass das im gegenseitigen Einverständnis geschah.

Hui, das ist läuft ja herrlich ... (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 18:19

Da komt der Anruf von Andreas Hünnebeck, dass sie nur noch wenige Kilometer bis 
zum Treffpunkt hätten. Sie liegen damit deutlich vor der bislang prognostizierten 
Ankunftszeit.
Carmen und Rüdiger Gabriel haben gemeldet, dass sie noch ca. 10 Minuten bis zum 
Treffpunkt bräuchten.
Nur vom Team, das direkt unterwegs ist von Wörth am Rhein, habe ich noch nichts 
gehört.
Wenn die einigermaßen pünktlich sind, dann ist ein Großteil der Verspätung schon 
wieder eingeholt. Wir werden sehen ...

Die ersten Bilder! (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 18:43

Es gibt die ersten Bilder aus Germersheim unter:
[Die Bilder sind nicht mehr verfügbar, tut mir leid. Thomas]


Viel Spaß beim Kucken!

Tolle Vorstellung der EUSTAFF in Worms! (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 18:54

Stefan König erzählte gerade, dass auch sie von der Expresslinie an dem Auftritt 
in Worms teilgenommen hätten.
Es muss ein beeindruckendes Bild gewesen sein, das die um die 15 Fahrzeuge 
gegeben haben.
Ergänzend kam noch dazu, dass sie durch die große Gruppe mit hohem Tempo die 
letzten Kilometer bis Guntersblum zurücklegen konnten und damit einen Teil der 
Verspätung schon wieder eingeholt hatten.
Ich freue mich jedenfalls auf die Presseberichte und die Fotos, mal sehen ...

Wolfgang Ritter, still und heimlich ... (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 18:59

... fährt er mal knapp 200 km.
Nachdem er fast die gesamte Presselinie dabei war, fährt er nun noch weiter bis 
Bingen. Das ist schon eine tolle Sache und zeigt, dass die EUSTAFF immer wieder 
zu besonderen Leistungen motiviert.
Schön, dass du dabei bist, Wolfgang, Respekt und Hut ab!

The first pictures from Sweden! (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 19:23

Thank you very much, Peter Markusson.
The pictures can be found at
http://rosnix.net/~per/album/2005/06/eustaff/

Swedish progress (Sverker Fridqvist)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 19:49

The Swedish team reported around 17:40 that they had managed the ridge 
Hallandsåsen, and that they were now heading for the plains. They had kept an 
average speed of 27km/h up to that moment, which I consider quite good, given 
the hill they just had passed!

A new attempt with links ... (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 20:07

Pictures of the press-stage in Germersheim:
[Die Bilder sind nicht mehr verfügbar, tut mir leid. Thomas]

supplied by Erhardt Vortanz, ADFC Rheinland-Pfalz e.V., ADFC Germersheim e.V.

Pictures of Sweden:
 a lot of pictures :-) 

Was für ne Hitze! (Hanno)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 20:26

Hier mal der Bericht der Etappe Gambsheim-Wörth A4.
nachdem Peter Schmid, Andy hentze und ich schon am Donnerstag Abend bei mir uns 
bei einer kleinen Pre-Eustaff-Party eingestimmt haben sind wir eigentlich am Fr. 
morgen etwas spät aufgestanden, wir mussten ja noch die 70 km zum Übergabepunkt 
anfahren. Nach einem opulenten Frühstück sind wir dann los, wurden elend lange 
an der Rheinfähre bei Neuburg aufgehalten und steigerten dann unser als 
gemütlich geplantes Tempo dann doch auf Eustaff-Niveau. unser Treff-Zeitpunkt 
war schon vorher um knapp eine Stunde vorverlegt worden und ich dachte mir ja 
dass Martin und Claus von den Etappen vorher (Basel-Strassbourg-Gambsheim) wohl 
schneller als der angegebene 24-er Schnitt sein werden. Also düsten wir shcon 
recht heftig in der immer glühenderen Hitze (über 30 Grad) den Rhein entlang zum 
Treffpunkt und siehe da, Martin und Claus waren mit 33 Sachen ihre 150 km 
gefahren und schon 15 min vor uns da, das war mir eigentlich extrem peinlich, 
ich lege sonst immer wert auf Pünktlichkeit, naja, wir waren trotzdem mehr als 
eine halbe Stunde vor dem geplanten Termin da. Nach der Üergabe Briefe gegen 
Cola düsten wir dann los, wohl etwas zu euphorisch mit 36-38 Sachen. Das wahr 
wohl etwas viel für den Anfang für unser nicht so tropengewohntes Teammitglied, 
der Probleme mit kreislauf und Hungerast bekam. Wir machten Pausen und 
reduzierten das Tempo, der Physiologie zollten wir dann noch bei der Fähre 
Plittersdorf-Seltz an einer Pommesbude Zoll, dann ging es wieder frischer 
weiter. Nur etwas gekratzt, als mir in einer scharfen Kurve das Hinterrad 
wegschmierte, wohl zuwenig Last drauf, aber auf dem Tieflieger fällt man ja 
nicht hoch, war nix weiter passiert. dann düsten wir mit unserem gewohnten 
Tempo, so 33-35 nach Wörth rein zum Bahnhof, dort erwartete uns auch schon das 
Wörth-Gunthersblum-Team. Urs "Zauberschrauber" Kellermann empfing mich mit einem 
eimer kalten Wasser zur Erfischung, den er mit dermassen Schwung auf mich 
ergoss, dass es ihn über mein Jive haute.

Mal wieder eine gelungene Eustaff-Etappe wir sind zwar nach über 150 km 
Tropenfahrt doch etwas k.o., aber hoch zufrieden.
   Hanno aus dem tropischen Karslruhe, wo sich draussen gerade ein Tornado 
anbahnt.....

Kurze Unterbrechung wg. Regen auf der Etappe von Guntersblum nach Bingen (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 20:38

Das Team teilte mit, dass sie eine kurze regenbedingte Unterbrechung machen 
müssten. Grund wohl auch die sehr starken Böen, die ein sicheres Weiterfahren 
verhindern würden.
Doch einige Minuten später meldeten sie sich schon wieder und teilten mit, dass 
sie wieder unterwegs seien.

Hopefully the last attempt with links ... (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 20:44

OK, I have to correct one link:
 Bild4 

and a supplement:
 viele Bilder von 
Andreas Hünnebeck, Kurt Bösen und Axel Beckert 

Eustaff Pix von A4 (Hanno)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 20:45

schaut mal:

http://www.pedaltreter.de/home/hanno/

   Hanno

Swedish team on last part (Sverker Fridqvist)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 20:59

The Swedsih team has changed, and the last duo is making progress to Malmoe. 
They just passed by the place where I currently am (Bjärred), and I barely 
could get out onto the roadside in time to greet them...

Das Wetter sieht im Moment nicht richtig gut aus ... (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 21:05

Da liegen in einem recht breiten Streifen über Deutschland viele Gewitterzellen.
Ich fürchte, die Chancen, da nicht naß zu werden, sind nicht so groß.
Drücken wir aber den demnächst fahrenden Teams die Daumen, dass sie nicht nachts 
und auch noch im Regen fahren müssen. Das ist eine der unangenehmsten 
Kombinationen, die es gibt ;-(

The Swedish teams have to fight obviously very hard! (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 21:44

It's looking dry in Malmoe, but the wind is coming from south with 3 bft.
But they are doing their work quite well.

Etappe von Guntersblum nach Bingen ... (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 21:55

... kämpfte sich durch Wasserfluten und Orkane. Doch sie halten eisern durch, 
sind inzwischen wieder im Trockenen und noch ca. 5 km von ihrem Etappenziel 
entfernt. Drücken wir ihnen die Daumen, dass sie letzten Kilometer trockenen 
Fußes durchkommen.

Final part made in Sweden (Sverker Fridqvist)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 21:58

The riders have now made it to Malmoe! 

Some pictures have been taken, check the Swedish 
site
later to see them. Hopefully we will put a note here too about the pictures.

In Hamburg gibt es nun auch sehr starke Gewitter! (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 21:59

Da ich keinen Überstromschutz habe, werde ich den Rechner für eine kurze Zeit 
gleich abschalten. Ich melde mich wieder, wenn es besser geworden ist, sorry!

Because I haven't protect my computer against high voltage, I have to turn off, 
sorry. I'll send a message when I'll be back.

Das Team von Bingen nach Koblenz ist gestartet (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 22:38

Das Team von Stefan Daniel & Stefan Pohl ist mittlerweile gestartet.
Mein Computer hat alles heile überstanden, weil physikalisch vom Netz, gelle :-)
Nochmal, das Team bis Bingen hat stark gearbeitet. Carmen war überglücklich, dass 
sie das heil überstanden hat. Und sie sagte schon jetzt zu, dass sie bei der 
nächsten EUSTAFF sicher wieder dabei sein wird.
Und auch sie fand die Leistung von ihrem Mitfahrer Wolfgang Ritter bemerkenswert, 
der fast 200 km auf dem Tacho hatte.
So machen das auch die Brevet-(Ultralangstrecken-)Fahrer/innen. Sie fahren 
langsam, aber konstant. Dafür kommt man dann in erstaunlich kurzer Zeit 
erstaunlich weite Strecken.
Alleherzlichsten Glückwunsch also an dieser Stelle für diesen gelungenen 
Einstand!

Die Nachtetappen (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 23:13

... und wie jedes Jahr fahren auch diesesmal diverse Teams komplette 
Nachtetappen. Es trifft im Moment schon das Team von Bingen nach Koblenz, aber 
auch das nachfolgende Team von Koblenz nach Bonn ist eine vollständige 
Nachtetappe.
Die Ansprüche an diese Teams sind schon enorm, das kann nicht oft genug gesagt 
werden. Ich bin selbst schon für die EUSTAFF Nachtetappen gefahren und weiß das 
deshalb gut einzuschätzen. Nachts ist die Sicht deutlich eingeschränkt und man 
muss sich bei der Beleuchtung, will man wirklich etwas sehen, schon etwas 
besonderes einfallen lassen. Im allgemeinen ist dies eine Lösung, und dies darf 
man nur unter vorgehaltener Hand sagen, die eher nicht mehr STVZO-gemäß ist.
Alleine schon einen SON-26-Zoll an einem 20-Zoll-Vorderad zu betreiben, um so 
eine höhere Leistung und damit Lichtausbeute zu erhalten, dürfte nicht mehr den 
vorgegebenen Richtlinien entsprechen.
Aber was soll man bei einer zulässigen/möglichen Leuchtweite von maximal 10 m 
auch sehen. Zieht man die Hälfte für die Reaktionszeit ab, bleiben noch 5 m 
Sichtweite übrig, dies entspricht einer Geschwindigkeit von ca. 18 km/h bei damit 
1 Sekunde Reaktionszeit. Die Ausleuchtung des Straßenrandes ist bei Standard-
Beleuchtung nicht mehr existent, und der Energieaufwand dafür nicht zumutbar.
Mit einer ausgezeichneten Beleuchtung dagegen - das zeigen Erfahrungen von 
nachtfahrenden Teams - sind gerade in der Nacht ein exzellentes Vorwärtskommen 
möglich bei akzeptablem Energieverbrauch, da die Verkehrsdichte praktisch gegen 
Null tendiert.
Die EUSTAFF möchte mit ihrer Forderung nach mehr Rechten und Sicherheit von 
Radfahrern und erhöhter Produktsicherheit auch auf dieses Thema aufmerksam machen 
und die zulässige und ungenügende Beleuchtung von Fahrrädern zum Thema machen.
Fahrräder, die benutzt werden sollen, müssen auch nachts uneingeschränkt nutzbar 
sein!

Congratulations to Sweden!! (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 03.06.05 um 23:27

Great, you made a wonderful work! I think it's hard to ride a bike in Sweden, 
isn't it? It seems to be very hilly, the wintertime is very longer than in 
Germany or Switzerland?
Well, it was a special honour for the EUSTAFF, to have the Swedish teams this 
year the first time as participants.
We hope, that for the next EUSTAFF Swedish teams will drive again!
And hopefully Norwegian teams will drive for the EUSTAFF as well!!

My special thanks to all Swedish riders!

Goodby!

Team von Bingen nach Koblenz inzwischen überfällig (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 04.06.05 um 00:16

Das Team aus Bingen ist inzwischen etwas überfällig.
Ich hoffe nicht, dass bei der Kalkulation der notwendigen Zeit für die Strecke 
etwas danebenging. Ich erhielt zwischenzeitlich einen Anruf, wo nach 1,5 Stunden 
die Hälfte der Strecke zurück gelegt worden sei. Ich konnte mir das nicht 
vorstellen, meine Nachfrage wurde dann aber nicht mehr verstanden.
Naja, läßt sich im Moment nicht mehr ändern.
Das folgende Team ist jedenfalls bereit und auch das noch spätere Team ist schon 
unterwegs.
Jetzt der Anruf, ca. 15 Minuten Verspätung wg. zwei Baustellenampeln.
Aber sie sind überglücklich, dass alles geklappt hat.
Und nun zu Ottfried Milzer zum Schlafen, ihr habts euch verdient!
Schlaft schön.

Soeben Nachricht vom Team von Koblenz nach Bonn erhalten (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 04.06.05 um 01:54

Wie Gregor durchgab, läuft es im Moment soweit rund und sie sind zufrieden.
Aufgrund der Nässe hatten sowohl er als auch Alex Kern jeweils kritische 
Situationen mit kleineren Unfällen. Alex Kern holte sich dabei wohl eine kleinere 
Schürfwunde, aber nix schlimmeres.
Nun fahren sie etwas vorsichtiger und haben zur halben Zeit die halbe Strecke 
zurückgelegt. Mit etwas Glück werden sie aber etwas Zeit aufholen können. Dies 
werde ich gleich dem nachfolgenden Team mitteilen.

Die letzte Teil-Nachtetappe dieser Nacht ist auf den Weg gebracht (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 04.06.05 um 03:42

Ein neuerlischer Etappenwechsel hat in Bonn zu näschtlicher Stunde stattjefunden.
So wird dat natürlisch nie wat mit dem Bejanntheitsjrad von Liejeradlerinnen und 
Liejeradlern, wenn die sisch bei Nacht und Nebel dursch die schönsten Städte 
schleischen mit der erklärten Absischt, ja nisch jesehen zu werden.
Aba so iss dat mit de EUSTAFF, die fährt immer, auch dann, wenn mans nisch denkt.
Um 3:20 Uhr also Etappenwechsel. Zumindest in Hamburg piepsen schon wieder die 
ersten Piepmätze und isch auch auf dem letzten Loch.
Isch hoffe, isch kann nu mal een paar Stunden in aller Ruhe schlafen.
Und isch hoffe, det jenaischte Publikum stört nisch so penetrant ... ;-)

Das ist sehr erfrischend, was ich gerade vernehmen durfte (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 04.06.05 um 06:43

Also, zuerst mal einen freundlichen guten Morgen.
Die EUSTAFF befindet sich zur Zeit in der Nähe von Krefeld.
In wenigen Minuten findet wieder eine Übergabe statt, ein komplett neu formiertes 
Team steht vor seiner Jungfernfahrt, ein Team, dessen vier Mitglieder alle das 
erstemal bei der EUSTAFF mit dabei sind.
Sie fahren unter anderen durch meinen liebsten Ort der ganzen Welt, durch Oer-
Erkenschwick. Ich finde diesen Namen äußerst bemerkenswert.
Er erinert mich an Ohrwürmer, Hör-Erker, es zwickt und beißt überall, ein 
schräges Gefühl ;-))
Ich habe tatsächlich einige Stunden zusammenhängenden Schlafes erhalten, bin zwar 
noch müde und werde mich sicherlich gleich nochmal etwas hinlegen, aber sonst 
gehts erstaunlich gut.
Freuen wir uns also darauf, dass evtl. 30 Minuten aufgeholt wurden!

Bericht DE-A6 Guntersblum - Bingen (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 04.06.05 um 06:50

Hallo, Ihr Flachfahrfilosofen,
 
nun habt das Team DE-A6 es öko-verträglich geschafft – obschon Carmen heute noch 
einen Arbeitstag zu absolvieren hatte – um 18:18 in Guntersblum per Liegerad und 
Bahn einzutreffen. Das war eine dreiviertel Stunde vor dem Start laut Liste. Umso 
verblüffter waren wir, das Team DE-A5 schon an der B 9 in Bahnhofsnähe auf uns 
warten zu sehen. Mit sieben Fahrern waren sie eingetroffen, dabei ein Liege-
Tandem. Sie sind fröhlich auf das Risiko pfeifend auf der B 9 entlang geheizt?  
Nach Fotos von der Übergabe der vielen Briefe und einem  kleinen technischen 
Eingriff am legendären Adagio, dem just heute das vordere Schutzblech nach den 
Rüttelpisten in Schottland weg gebrochen ist, starten wir bei strahlendem 
Sonneschein. Dankbar sind wir für die Begleitung durch unseren alten Fahrensmann 
Wolfgang Ritter, der bereits bei mehreren „Tour des Gourmets“ in den Vogesen als 
versierter Frontmann dabei gewesen ist und wohl auch bei TdG VII vom 8.-15. 
August wieder teilnehmen wird.
 
Vielleicht halten mich die anderen Fahrer für ängstlich, aber meine Erfahrung 
nach sechs Jahren als ADFC-Tourenleiter mit dem Thema „Reisen auf dem Liegerad“ 
sagt mir, daß das Fahren auf schnellen Straßen wie der B 9 für eine radelnde 
Kleinstgruppe ein grundsätzliches und hohes Gefahrenpotential birgt. Selbst 
Carmen, mit der ich gerade erst vorgestern 800 Kilometer auf dem Liegerad in 
Schottland auf Nebenwegen abgeschlossen habe, hatte ursprünglich bei unserer 
Routenplanung die Fahrt im Zuge der B 9 durch Mainz begünstigt. Aber war diese 
bisher auf allen EUSTAFF gefahrene Strecke wirklich der Weisheit letzter Schluß?
 
Für „Kilometerfresser“ ist Geschwindigkeit das wichtigste Ziel. Für den 
eingefleischten Genussradler ist der Betrachtungswinkel anders: Wie kann ich eine 
akzeptable Geschwindigkeit erzielen, ohne mich stark zu gefährden? Wie kann ich 
beim Fahren genießen, ohne dabei wirklich langsam zu sein?
Natürlich hätte uns die B 9 flach am Rhein einen hohen 
Geschwindigkeitsdurchschnitt beschert, aber sicherer erschien es, das weniger 
befahrene rheinhessische Hügelland zu durchqueren, obschon es sich durch Höhen 
von bis zu 200 Metern ausweist.
 
Bei der Erkundungsfahrt fiel Carmen sofort die Abgeschiedenheit des Selz-Radwegs 
auf. Das waren ja hierzulande Verhältnisse wie in Schottland! Der Radweg an der 
Selz ist durch hunderte von Hinweisschildern für jedermann leicht zu finden. Er 
führt abseits der Autostraßen durch die Natur und verbindet bestens markiert und 
gut erkennbar die hiesigen vom Weinbau geprägten Ortschaften. Schnelles Radeln 
durch diese Idylle vermittelt ein anderes Sicherheitsgefühl, als Straßen zu 
benutzen, die für Autofahrer entworfen sind. Bekanntlich sind Flüsse wie die Selz 
Einschnitte im Gelände und in deren Verlauf kommt man im Allgemeinen zügig voran, 
weil sie ihrer Natur nach abschüssig sind – zum wohl des Radlers!
 
Wir hatten ferner Glück, daß unsere heutige Etappe im Hellen verlief. Aber das 
Gewitter, das auf halber Strecke seine düsteren Wolken über unseren Köpfen 
zusammenbraute, war schneller da als wir uns vorzustellen vermochten. Als sich 
spontaner, scharfer Wind erhob, um uns sich der braune Staub wirbelnd von der 
Erde erhob und wir plötzlich nichts mehr sehen konnten, unterbrachen wir unseren 
Abschnitt der EUSTAFF, indem wir uns durch Brennnesseln kämpften, um im 
prasselnden Regen in die nächstgelegene Scheune zu flüchten. Bei Carmen stachen 
die Brennesseln sogar durch die Radelhose.
 
Die Zwangspause nutzten wir, um eine Banane zu essen und um zu trinken. Bei 
Christoph Hipp hatten wir uns sofort telefonisch gemeldet, um nicht als 
verschollen zu gelten. Danach aber begann erst unser wirklicher Kampf. Zwar hatte 
sich nach fünfzehn Minuten der Orkan gelegt, aber jetzt pfiffen uns die Böen 
frontal ins Gesicht und brachten auch noch permanenten Regen mit. In 
Minutenschnelle waren wir naß bis auf die Haut, obschon jeder von uns in der 
Zwangspause sein Regenzeug übergestülpt hatte. Beim Weiterradeln erkannten wir 
erst die Wucht des ersten Sturms. Über mehr als zwanzig Kilometer begleiteten uns 
jetzt geborstene Bäume, abgebrochene Äste und Zweige lagen kreuz und quer auf
dem Selzradweg, so daß wir bis kurz vor Bingen permanent aufpassen mussten, um 
gerade nochrechtzeitig auszuweichen. EUSTAFF 2005 – ein Abenteuer vom 
Allerfeinsten!
 
Der Dank unseres Teams gilt allen, die sich organisatorisch weit im Vorfeld 
gekümmert haben, die integrierend andere Organisationen und Teilnehmer anderer 
Länder angesprochen haben und auch allen, die, wie wir, der EUSATFF-Idee die 
Treue halten.
Besonders stolz bin ich natürlich auf Carmen. Auch wenn ihr die Streckenlänge von 
Anfang an suspekt gewesen ist und sie unterwegs mit sich mehrmals besonders hart 
kämpfen mußte, so war sie doch als Debütantin unter den Ladies heute Abend der 
Star.
Ein besonderes Lob gebührt aber dem EUSTAFF-„Novizen“ Wolfgang Ritter: Fast 200 
Kilometer ohne nennenswerte Unterbrechung. Und das im Alter von 60 Jahren.
Wolfgang, Chapeau!
 
Allen, die sich jetzt noch auf der Piste befinden oder befinden werden, eine 
fröhliche, vor allem aber unfallfreie EUSTAFF!
 
Rüdiger Gabriel

Etappenübergabe in Krefeld erfolgreich durchgeführt (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 04.06.05 um 07:01

Zwei überglückliche Jungs meldeten sich soeben und teilten mit, dass die 
Etappenübergabe in Krefeld erfolgreich umgesetzt worden sei.
Sie kamen damit auf eine wirklich respektable Zeit und haben es den folgenden 
Teams deutlich leichter gemacht, rechtzeitig in berlin anzukommen.
Auch die beiden waren vollständige EUSTAFF-Neulinge, dafür haben sie eine Super-
Leistung gezeigt! Meine herzlichsten Glückwünsche!

Bericht und Plaudereien zur DE-A5 Wörth am Rhein – Guntersblum (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 04.06.05 um 07:10

Den folgenden Bericht habe ich von Urs erhalten, Danke!
Da ich meine Mails nach Datum durchgehe, ist dieser Bericht, obwohl die Strecke 
früher gefahren wurde als die Etappe DE-A6 mit Rüdiger Gabriel, halt doch etwas 
später. Macht aber auch so Spaß, zu lesen.

Leute, esst auf Vorrat!
 
Bericht und Plaudereien zur DE-A5 Wörth am Rhein – Guntersblum: Stefan König, 
Erika Ciesla, Bernhard 
Thiery, Günter Dengler, Urs Kellermann
 
@Stefan: 
Günter und Bernhard waren sich einig, daß es eine tolle Idee sei, wenn ich hier 
was hinposte. Als Bestechung haben sie mir ihre letzte Banane spendiert. Aber 
wenn Du morgen auch noch Trieb hast, was zu unserer Etappe zu schreiben, nur zu!
 
Auf jeden Fall sitzen wir – meine Banane und ich – nun am Rechner und lassen die 
Etappe noch mal Revue passieren: 
 
Für mich begann der Spaß mit Christophs Anruf, der leider etwas später kam als 
verabredet, so daß ich in Windeseile alles zusammenraffte, zwei Brötchen 
verschlang und auf's Velo hechtete. Die zwei Brötchen erwähne ich nicht von 
ungefähr! Ich hatte erst zwei Stunden vorher gefrühstückt und definitiv keinen 
Hunger, aber ich wußte, daß ohne Kohlenhydrate keine EUSTAFF zu reißen ist.
Planmäßig sollte Hannos Staffel „DE-A4“ Gambsheim - Wörth am Rhein um fünf nach 
zwei ankommen, aber ich wußte, daß Hanno, Andy und Peter alles daransetzen 
würden, den angegebenen Schnitt zu toppen. Wären sie auch nur 10% schneller, 
wären sie 20 min früher in Wörth. Mit diesen Zahlenspielereien im Kopp düse ich 
also mit wacker Druck auf dem Pedal gen Wörth. Also nix mit dem entspannten 
Warmfahr-Cruise mit geschmeidigen 23, 24 km/h 
Am Treffpunkt angekommen, sind Erika, Bernhard und Günter schon da. Meine Banane 
auch, aber die sollte ich erst ganz am Ende kennenlernen.
Günter war erst einen Tag vorher von Bernhard angesprochen worden: als Trondheim-
Oslo-Dingenkirchens-Großer-Arber-und-wieder-zurück-Teilnehmerer schien Günter 
Bernhard ein würdiger EUSTAFF-Teilnehmer zu sein, seiner Eierfeile (manche Loite 
nennen das „Rennrad“  zum Trotz.
Um's vorweg zu nehmen: Ohne Günter hätten wir nicht so ein Tempo fahren können. 
Der Mann hat über weite Strecken die pace gemacht! Jede Etappe hat ihren Held. 
Unserer heißt Günter!
Doch der Reihe nach: Um 14.05 Uhr, dem avisierten Übergabezeitpunkt ist von Hanno 
und seinen hurtigen Haureinern nichts zu sehen, was wir aber ausgesprochen gut 
finden, fehlt ja schließlich in unserem Team noch der König persönlich: Stefan!
Doch dann ging alles ganz plötzlich: Stefan trifft ein, gut „warmgefahren“, eine 
Streckenänderung wird diskutiert (Günters Ortskenntnis beginnt genau da, wo 
Stefans aufhört  und dann kommen auch schon die Meuffl-Flitzer aus Gambsheim und 
Hanno kriegt seinen Eimer Wasser, um den er quasi so gebettelt hatte, über den 
Kopp (der Satz: „Hilf mir mal, mein Fahrrad auszuleeren!“, war mir bis dahin auch 
noch nicht begegnet, Hanno

Bei dieser Aktion schraddel ich mir an seinen waffenscheinpflichtigen MTB-Pedalen 
mein Schienbein auf. Viel Blut aber nix wirklich ernstes. Danke der Nachfrage, 
Christoph 
Die ersten 20 - 25 km fuhren wir mit Erika (Damenrad mit 7-Gang-Shimano-
Nabenschaltung) und einem Schnitt von 24 km/h. Das gab uns Zeit zum Plaudern: Ich 
lud Bernhard zum Klappradrennen auf die Kalmit ein (http://www.kalmit-klapprad-
cup.de) und er mich zum Hardter Schubkarrenrennen.
Dann warf Erika das Handtuch. Wie wir dann abends per Handy erfuhren, war sie 
wohl noch in den nächsten Ort gekommen, wo sie dann zusammenbrach und mit 
Lalülala ins Krankenhaus gebracht wurde :-(((
Gute Besserung, Erika, von dieser Stelle aus!
Kurzes Zwischenfazit: Andy auf der Etappe vorher und bei uns dann Erika mit einem 
Hungerast! -> Leute, esst auf Vorrat, bevor Ihr losfahrt! Egal wie wenig Hunger 
Ihr habt! Haut rein bis die Schwarte kracht! 

Erika ist abends dann schon wieder entlassen worden 
Sehen wir's positiv: Ein amtliches Schnitzel auf AOK-Kärtchen, das gibt’s auch 
nich' alle Tage, wa?!? 
Wo war ich? Genau: Dann ging das los! Nun durften wir *die* Schnittchen fahren, 
über die wir vorher wild spekuliert hatten  „En achdedraissicher awwa 
mindesdensch, bei demm Riggewind!“ OK, die 38 km/h wurde dann unsere cruising-
speed (TM Hanno), also die Geschwindigkeit, die man halt auf offener Strecke so 
brezelt. Daß das Schnittchen dann doch nur bei 32 rauskommt, ist den vielen 
Ortsdurchfahrten geschuldet (superdicht besiedelt hier) und neben roten Ampeln, 
an denen meine sämtlichen(!) Mitfahrer regelmäßig(!) angehalten(!) haben. Ich 
kooerdinier' das Gießen meiner Blumen doch auch nicht nach der Gardienenfarbe 
meiner Nachbarin. Was bringt Anhalten an roten Ampeln? Nicht zuletzt hat dann 
auch noch so manch talentfreier Outofahrer unserem Vorwärtsdrang einen Kotflügel 
vorgeschoben, oder was auch immer er / sie gerade zur Hand hatte.
Es stellte sich dann raus, daß ich wohl der langsamste in unserer Truppe bin und 
zwei mal für ein paarhundert Meter abreissen lassen mußte  Rein subjektiv kam ich 
mir aber gar nicht so langsam vor
 ..... was ein Blick auf den Tacho bestätigte: einmal 38 und einmal 36 km/h. 
Meiner Meinung nach nichts, wofür man sich schämen brauchte. Aber auf jeden Fall 
bin ich über weite Strecken an meinem Limit gefahren. Günter, Bernhard und Stefan 
waren aber so fair, auch „geschafft“ zu tun OK, jetzt mal nach Worms, wo unser 
Pressemeeting mit der weltbekannten „Wormser Zeitung“ stattfinden sollte. 
Geplant für 17.25 Uhr, kamen wir um 17.15 Uhr an. Der Pressemann war bereits da, 
ebenso ein örtlicher ADFC-Aktivist. Wir hatten die shake-hands kaum durch, kam 
auch schon die Etappe DE-RN4 auf manch wunderlichem Rohr angeritten: Ulfs und 
Sabines Rücken-an-Rücken-Tandem, ein Trike mit Carmen, die sich durch ihre 
Querschnittslähmung nicht vom Radeln abhalten lassen will und sich ihre 
Beinmuskulatur durch Reizströme stimulieren läßt :-o
Buhh, kam ich mir da gewöhnlich vor, auf meinem seriennahen Optima Lynx.
Der Pressetermin war schnell gegessen und ab ging's für die Leute von der DE-RNx 
(viele sind mehr als eine der Häppchen-Etappen gefahren) auf die DE-RN5 und für 
und von der „Expresslinie“ DE-A5 auf das letzte Teilstück nach Guntersblum. Da 
wir sehr gut in der Zeit lagen, haben wir das Stück mit einem geschmeidigen 28er 
Cruise (geschätzt) absolviert.
(Sorry an die Orga, resp. @Christoph, daß wir nicht auf die Idee gekommen waren, 
dem Handy-Mann der DE-RN zu bitten, er solle Dir bescheid sagen, daß das Treffen 
geklappt hat und wir nun alle zusammen durch Rheinhessen bügeln. Wir hatten nach 
Erikas Ausscheiden kein Team-Handy mehr und .... war halt doof mit dem 
Informationsfluß aber auf der Straße war alles im Lack)
Wir hatten vielleicht noch so drei, vier Kilometer vor uns bis zur Übergabe an 
das nächste Team, als Bernhard wie von der Tarantel gestochen an mir vorbeischoß 
=:-o Ich hatte zwar von nix 'n Plan aber hab halt auch mal die Kette glühen 
lassen und Ulf, der auf seinem RaR-Tandem mit Blick nach hinten, besser 
vorbereitet war, war auch mit von der Partie. Sabine – auf dem RaR voerne sitzend 
kam ins Staunen, wo nun plötzlich der Warp-3-Schub herkam, kapierte dann aber 
auch, daß hier ein Rennen im Gange war und ließ sich nicht lumpen! (Jemand 
viertes war auch noch mit dabei, mir namentlich nicht bekannt, sorry!) OK, das 
Rennen ging aus wie das Hornberger Schießen: Jeder war mal für ein paar Meter 
vorne, aber einen Sieger gab's nicht wiklich. (Wie zur Hölle ging eigentlich das 
Hornberger Schießen aus? Aber es gab einen Verlierer (wenn man bei den paar 
Metern davon sprechen darf) und das war Günter
Der Hintergrund für Bernhards Anfall war nämlich der, daß er es nicht ertragen 
mochte, daß Günter, unser Held und pace-maker als erster bei der Übergabe 
eintreffen würde also mußte er – Bernhard – das irgendwie vereiteln 
Wir kamen also mit gut Zeitüberschuß in Guntersblum an, wo wir nach ein paar 
Minuten Wartens die Briefe an Carmen weitergaben. Sodann machten sich Carmen, 
Wolfgang und Herr Gabriel auf ihre Etappe DE-A6. Mein Tipp des Etappenhelden? 
Gerne doch: Wolfgang! Er war schon 130 km auf den Etappen DE-RN2 bis DE-RN5 
mitgefahren und hängte noch mal locker gute 60 dran :-o Sauber! (das soll nun die 
Leistung von Carmen und Herrn Gabriel keineswegs schmälern!)
Damit hatten wir unseren Part erfüllt und das Abendprogramm konnte beginnen. Der 
„Pfälzer Hof“ besorgte das Essen und wir dessen Vernichtung :-} Als dann die 
Gewitterfront mit viel Tammtamm, Mörderwind und bemerkenswerter Verfinsterung 
über die Pfälzer-Hof-Terasse hereinbrach, haben wir alle unsere Teller geschnappt 
und unsere Schweigeminute für die aktuell fahrende Etappe drinnen abgehalten, 
wenn auch nicht ohne weiter an unseren Käsespätzle und Schweinelendchen zu kauen 
:-§
Stefan war leider nicht mehr mit in der Beize, denn er hatte ein date auf einem 
Festival und gleich nach unserer Ankunft den nächstbesten Zug genommen. Held 
Günter und Bernhard nahmen den letztbesten - nicht ohne mir vorher ihre letzte 
Banane zu überreichen -  und ich die letzte Fähre 21.30 Uhr in Oppenheim über den 
Rhein nach Hessen wo ich nach einer dreiviertel Stunde Fahrt (mit Restfetzen des 
Sonnenuntergangs im Rückspiegel  zu hause ankam.
 
Hey Leute, das hat ja mal so richtich Spaß gemacht! Ich könnte mir vorstellen – 
wenn's terminlich klappt – das nochmal mitzumachen  Stefan und Bernhard sind ja 
schon längst süchtig und Günter scheint auch Gefallen daran gefunden zu haben, 
oder?!? Fährst Du auch noch mal mit, Günter? Ich sach auch nich' mehr „Eierfeile“ 
zu Deiner Eierfeile, OK?!?
 
Grüße an alle die das hier lesen und besonders an die ,die noch fahren werden! 
Und nicht vergessen, vorher zu futtern!
 
hmmmm, krieg ich da nicht selbst gerade ein wenig Hunger?
 
tschö!
 
Urs
 
Oh, da liegt ja eine Banane  Meine Banane! Ob ich die jetzt .... 

In Denmark a team just started in Koge. (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 04.06.05 um 08:11

So the expected arrival of the northern rout in Uelzen seems quite sure so far, 
as the southern line can still reduce its time-lap.

In Dänemark ist ein Team soeben in Koge gestartet und damit ist die 
voraussichtliche Ankunft der Nordroute in Uelzen insofern sicher, als die 
Südroute noch weiter Zeit aufholen kann.

Questions to the Swedish teams (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 04.06.05 um 08:44

I asked Sverker Fridqvist, whether he "know how much all heights together mounts 
and what's this "worst uphill"?"
He sent me the following answer:
Most of the Swedish path is quite close to the shore, so it is relatively flat. 
The one hill is "Hallandsås", but this is quite hard to ascend, although nothing 
compared to the Alps.
Here is a map showing the uphill part:
Bad hill
By the "altitude curves" (don't know the term) you can judge for yourself. The 
riders went downwards this map, which is uphill. The vertical distance between 
the curves is 5 m. The top is around 180 m above sea level (outside this map), 
and the lowest part is at sea level (also outside map).
 
Anyway, trucks get down to a grinding speed on the highway...
 
You can browse Swedish maps yourself on:
Swedish landmaps

best regards
 
Sverker

More pics from Sweden (Sverker Fridqvist)

Beitrag eingetragen am 04.06.05 um 09:02

Some more pictures have come in since yesterday. Check the
 Swedish wiki .

Das Team von Krefeld nach Lüdinghausen hat sich geteilt! (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 04.06.05 um 09:20

Unser fliegender Reporter, HPV-Schatzmeister Lutz Brauckhoff, teilte mir mit, 
dass sie ihr Team geteilt hätten.
Er und sein Kollege Udo Schmidt würden zwar die Strecke sicher schaffen, 
allerdings langsamer als ursprünglich erhofft.
Dagegen scheinen die beiden anderen Thomas Freyer und Hubert Klapheck 
durchtrainierte Sportskanonen zu sein, die es wohl schaffen werden, nicht nur den 
bisherigen Zeitverlust der Etappe an sich, sondern evtl. auch noch sonst etwas an 
Zeit aufzuholen.
Ich muss also gleich mal das folgende Team informieren, damit die das wissen.

Das Team von Puttgarden nach Bad Oldesloe sammelt sich am Bahnhof! (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 04.06.05 um 09:29

Ich habe soeben meine Herzallerliebste in Richtung Bahnhof verabschiedet.
Sie trifft sich in Puttgarden mit den weiteren Mitstreitern des Teams nach Bad 
Oldesloe.
Wie schon erwähnt, hat sich die zeitliche Lage dort durch den deutlich früheren 
Start von Torben Scheel etwas entspannt. Sie werden nun trotz heftigem Gegenwind 
in der Lage sein, schnell genug voranzukommen, damit das folgende Team nach 
Uelzen gute Chancen hat, rechtzeitig in Uelzen anzukommen.
Der kalkulierte Schnitt beider Etappen ist allerdings nach meiner Einschätzung 
eher vorsichtig. Mit etwas Glück kann vielleicht trotz den widrigen 
Wetterumständen noch etwas Zeit gewonnen werden.
Drücken wir allen die Daumen!

Halloooooooooooooooo, wo sind denn eure Berichte? Ich warte hier und es gibt nix zu tun ;-) (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 04.06.05 um 10:16

Wo sind denn außerdem die versprochenen Bilder?
Lecken noch alle ihre Wunden, oder was?
Laßt was hören!

Erste Ankunftsschätzung der Etappe von Krefeld nach Lüdinghausen (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 04.06.05 um 10:33

Soeben erhielt ich eine erste Schätzung der Ankunftszeit.
Thomas Freyer meinte, dass sie 10 bis 20 MInuten vor der aktuell geplanten 
Ankunftszeit ankommen würden.
Damit werden die Chancen wieder etwas größer, rechtzeitig in Berlin anzukommen.
Schön, das jedes Team einen kleinen Beitrag leistet. Ich bin nach wie vor 
zuversichtlich, dass wir das schaffen werden. Aber jedes einzelne Team wird einen 
kleinen Beitrag dazu leisten müssen!

Es geht langsam ins norddeutsche Tiefland (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 04.06.05 um 11:27

Und wieder hat eine Etappenübergabe stattgefunden, diesmal in Lüdinghausen.
Es konnten einige Minuten herausgefahren werden, Thomas Freyer begleitet nun noch 
das Team ab Lüdinghausen ein Stück weit - wie weit, hatte er nicht erzählt.
Es gab keine besonderen Vorkommnisse.
Nun warte ich noch auf die Nachricht der beiden langsameren Teammitglieder und 
dann hören wir uns an, was die beiden zu sagen haben.

1. Teilbericht der Etappe CH-A1 (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 04.06.05 um 12:19

Lieber Christoph, Hanno und die 70 übrigen FahrerInnen.
 
Mit einiger Verspätung nun von meiner Seite der 1. Teilbericht der ersten Etappe:
  a.. Die Spannung ist seit Tagen gestiegen:
  b.. Sehr spät erfahre ich von Florenz, dem schnellen Basler Velokurier-Fahrer, 
dass er doch noch ein passendes Liegerad ausleihen konnte - leider ohne Heck (was 
ihn dann viel Schweiss kosten wird)
  c.. Die Presse reagiert erstaunlich interessiert auf meine Anfrage: Fototermin 
Montag abend, Interview am Dienstag abend, Radio-Interview am Mittwoch
  d.. Obwohl schon die 4. Eustaff für mich, bin ich so nervös wie noch nie.
  e.. Donnerstag abend ca. 21:15 treffen die beiden Flo's (Florian und Florenz) 
bei mir ein. Nun fängt die Bastelei an: Aus einer PET-Flasche noch schnell eine 
Art Camelbag geschustert (ohne Mundstück, daher wird Florian den Schlauch 3 
Stunden im Mund behalten), noch eine Umwerferpinne zurechtgebogen, Beleuchtung 
montiert,...
  f.. Zu spät ins Bett, um bereits 02:30 wieder aufzustehen und ein gutes Müesli 
geniessen.
  g.. Am Bahnhof Biel ist um 03:20 schon einiges los: Zeitungsleute - allerdings 
nicht wegen uns, sondern weil sie Zeitungen verteilen...
  h.. Da wir in Laufen, wo Frederik zu uns stossen wird, nicht warten möchten, 
verschieben wir unsere Startzeit nochmals um 5 Minuten.
  i.. Christoph anrufen und ihm unseren Start mitteilen und dann los.
  j.. Schon bald geht's bergauf, aber wir müssen erst warm werden. Bis Sonceboz, 
wo der eigentliche Pass beginnt, kommen noch ein paar Flachetappen, wo wir schon 
mal das Durch-die-Nacht-Rauschen kosten dürfen.
  k.. Dann kommt der Pass "Pierre-Pertuis". Die Autobahn geht unten durch. 
Normalerweise haben mich die beiden Flo's hier abgehängt, aber diesmal kommen wir 
gleichzeitig oben an - eine Stunde nach unserem Start, und die Nacht ist schon 
nicht mehr stockdunkel - fast schade.
  l.. Nun geht's bergab: in den steilen Abfahrten bin ich nicht so mutig, da 
ziehen sie mir davon; aber im leichten Gefälle oder flachen Abschnitten mache ich 
'mal die Führungsarbeit und Florenz (ohne Heck!) setzt seine Velokurierbeine voll 
ein: Bei Temperaturen um 8°C ist er am Schwitzen!
  m.. Hauptstrassen sind tolle Schnellfahrwege, wenn der motorisierte Verkehr 
fehlt. Die Radstreifen am Rand meiden wir, da dort in den Schluchten immer wieder 
kleineres Geröll 'rumliegt, und fahren voll in der Mitte der Spur.
  n.. Bei Geschwindigkeiten zwischen 35 bis 75 könnte sogar ein süchtiger 
Motorradfahrer entwöhnt werden!!
  o.. Da es nach 05:00 und das Nachtfahrverbot vorbei ist, überholen uns die 
ersten Lastwagen - und der Luftdruck drückt mich mit meinem hohen F40 zur Seite.
  p.. Das Timing geht genau auf: Etwa 7 Minuten nach Ankunft von Frederiks Zug 
fahren wir in Laufen ein, dort geht alles sehr schnell:
  q.. Frederik von weitem sehen, Drucklufthupe betätigen, Frederik schwingt sich 
auf sein Aufrecht-Tourenrad und schafft gleich einen Weltrekord: Beschleunigung 
von 0 auf 40 in 3 Sekunden (oder etwas mehr)! Ich bin verblüfft. Aber der 
Windschatten hinter den flachen Liegern ist für ihn nicht sehr wirkungsvoll.... 
siehe hier weiter den Bericht von ihm!
  r.. Insgesamt erstaunlich: Für die Strecke von 93km variert die Fahrzeit zum 3. 
Mal nur um 5 Min.!
  s.. Frederik und Claudia: nochmals herzlichen Dank für die kulinarische 
Verwöhnung!
  t.. Euphorisch entschied ich dann, die Strecke wieder zurückzufahren. 
Allerdings meldete sich dann die Erschöpfung: Nach mehreren Muskelkrämpfen und 
heissen Fusssohlen brauchte ich diesmal 32 Minuten länger
Allen weiteren viel Erfolg und Spass!
Michael Döhrbeck

Christian Ascheberg in den Startlöchern, 150 km warmfahren (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 04.06.05 um 12:56

Christian wartet ungerne, er fährt lieber!
Mit folgender Mail gab er seiner inneren Verzweiflung Ausdruck:
=====================snip=====================
hallo,
ich kann das warten nicht mehr ertragen. Das ist viel schlimer als das Fahren.
Alle 1/2h schauen, ob sich am Timing etwas ändert. Es bläst in Wolfenbüttel 
ein kräftiger Wind. Ich hoffe der kommt aus West für die Eustaff. Wenn ja, 
dann ist durchaus möglich, das wieder viel Zeit gut gemacht wird. 
Schliesslich wäre es schon blöd für die Liegeradler, die zur Sternfahrt 
wollen, wenn sie die 8:30 Kolonne in Werder verpassen.
 
Ich selber werde in Werder abdrehen und über Magdeburg zurückfahren. So 
schafft man es seinen 600km Brevet für das nächste Jahr vorzubereiten und die 
Eustaff zu fahren. Aber erst einmal geht es über Mieste nach Suroide und dann 
nach Walsrode. 150 km warmfahren.
Ein Urinalkondom habe ich dabei, das ich testen will. Mein Saft ist mit Stärke 
angereichert. Mal sehen, ob ich noch Hunger bekomme. Nur mein morgendlicher 
Puls schlägt seit gestern Alarm. Ruhepuls 56 - eigentlich ist ein Ruhetag 
fällig.
=====================snap=====================
Dem ist nichts weiter hinzuzufügen. Einige Details erscheinen mir im ersten 
Moment etwas unappetitlich. Was ein Urinalkondom mit mit Stärke angereichertem 
Saft zu tun haben soll, erschließt sich nicht (auf Anhieb).
Meinen Ruhepuls kenne ich nur ungefähr, er liegt wohl auch unter 50.
Wenn ich allerdings diese Zeilen lese, dann steigt er deutlich und ich überlege 
mir dann, wie ich in unserem eh schon mit Rädern vollgestopften Keller (naja, 
nicht alle Räder haben da Platz, einige, so vielleicht 6 inkl. den Falträdern, 
stehen in der Wohnung) vielleicht doch noch ein Quest oder ein vollverkleidetes 
Bülk unterkriegen könnte.
Ich meine mit dem Tieflieger in den Alpen bergab mit Gebäck fast 100 ist ja 
schonmal was, aber auf der Ebene (von mir aus auch ohne Gebäck) mal 60 oder 70 
km/h, das hat seinen besonderen Reiz, hu, da schüttelts mich ...

Ich glaube, das könnte der Spruch der diesjährigen EUSTAFF werden:
"150 km warmfahren"

Team ab Puttgarden steht bereit (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 04.06.05 um 13:01

Soeben vermeldet Hardy des Teams ab Puttgarden, dass sie bereitstehen würden und 
nur noch einen guten Platz suchen, um das dänische Team nicht zu verpassen.
Das Gelände ist etwas unübersichtlich, es war bis zuletzt unklar, ob Torben ohne 
Botschaft die Fähre benutzen würde.
Ich konnte ihn dann doch davon überzeugen, dass das eine wichtige Angelegenheit 
ist. Er scheint auch Schwierigkeiten gehabt zu haben mit seinen Teams und 
Mitfahrern, kleinere Planungsfehler usw. usf.
Doch finde ich darf man sich von sowas nicht aus der Ruhe bringen lassen.
Passiert einem bei der EUSTAFF ein Fehler, wird einem definitiv NICHT der Kopf 
abgerissen. Diese Machtmätzchen sind kontraproduktiv und vor allem frustrierend.
Wichtig ist einfach, dass es weitergeht ...

Torben Scheel, Denmark, just telephoned with our waiting team in Puttgarden (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 04.06.05 um 13:22

Torben told, that it is really rough headwind and that the contact to the first 
northern german team will be around 2 o'clock in the afternoon.
That means that we'll get a little delay of 30 minutes.
I think, that's no big problem, but the following teams up to Uelzen have to ride 
quite strong - also with very strong headwinds of 5 and 6 bft.

Erika Ciesla geht es gut (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 04.06.05 um 13:37

Ich weiß nicht mehr genau, wer mir das erzählt hatte, dass Erika - Mitfahrerin 
des Teams DE-A5 von Wörth am Rhein nach Guntersblum - ins Krankenhaus gekommen 
sei.
Ich habe mir vor einigen Minuten die Mühe gemacht und sie auf ihrem Handy 
angerufen. Sie liegt zwar noch im Krankenhaus, es scheint ihr aber wieder soweit 
einigermaßen zu gehen.
Sie hatte wohl einen ausgeprägten Erschöpfungszustand, lt. ihrem behandelnden 
Arzt sogar lebensbedrohlich. Sie selbst sieht das etwas lockerer, aber sie machte 
einen durchaus nachdenklichen Eindruck.
Ich fragte sie nach den weiteren Umständen, die ich hier nicht im Detail 
präsentieren möchte.
Sie liebäugelt wohl mit dem Kauf eines neuen Rades, ist allerdings finanziell 
nicht zu allzugroßen Sprüngen fähig.
Ich habe ihr nun angeboten, nach einem Liegerad im Rahmen von ca. 1000,- Ausschau 
zu halten. Das ist ein Betrag, für den man durchaus auch ein Liegerad bekommen 
kann.
Wer also was weiß, wende sich bitte zunächst an mich.
Ich werde dieses Hilfegesuch später auch noch in den EUSTAFF-Listen verbreiten.
Für dich, Erika, also alles Gute, und ich hoffe, du bist bei der nächsten EUSTAFF 
wieder mit dabei!

Bericht zu DE-RN4+5 und den Vorbereitungen (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 04.06.05 um 13:46

Sodele, nachdem ich dann gestern nach dem Bilder-Hochladen anstoßen doch noch zu 
meinem verdienten Essen kam und anschließend erstmal gut geschlafen habe, hier 
ein Bericht von DE-RN4+5 sowie zu den Vorbereitungen. Ich erlaub' mir einfach 
mal, das mitrein zunehmen.
 
EUSTAFF?
========
 
Urs, der ja schon den DE-A5-Bericht geschrieben hat, hatte mich auf der SPEZI auf 
die EUSTAFF aufmerksam gemacht und da mein Wohnort Guntersblum Etappenziel war, 
ging mir der Gedanke, mitzufahren, nicht aus dem Kopf. Lange Zeit habe ich 
gegrübelt, welche Etappe denn die richtige für mich sei, von den Zeiten und der 
Entfernung meiner Kondition entsprechend kam aber nur DE-A6 ein Frage, die mir 
aber von der 2003er Streckenführung auf der B9 sowas von gar nicht zusagte.
Schließlich ist ein Teil davon mein Arbeitsweg und ich weiß, warum ich mit dem 
Rad dtrotzdem ie Betonplatten-Holper-Radwege fahre.
 
Doch dann erschien plötzlich die DE-RN-Tour auf dem Routenplan und es war schnell 
klar, daß ich dort mitfahren will. Die Entfernung von DE-RN4+5 (damals noch nur 
DE-RN4 genannt) schien mir zwar ein wenig weichei-mäßig, aber der Schnitt 
entsprach meinen Vorstellungen meiner Kondition.
 
Vorbereitungen
==============
 
Also an die Liste geschrieben, daß ich da mitfahren will. Dank einem etwas 
intelligenteren Mailinglisten-Programm, daß auf meine Tricks nicht reinfallen 
wollte, kam das aber nie an, also habe ich Christoph Hipp und Andreas Hünnebeck 
direkt angeschrieben.
 
Zwei Wochen vor der EUSTAFF dann die erste Generalprobe: Jeweils die beiden 
potentiellen Streckenführungen von Lampertheim nach Worms (später DE-RN4) und von 
Worms nach Guntersblum (später DE-RN5) auskundschaften. Hinzus über die 
offizellen Radwege rückzus über Land- und Bundesstraße. Hinfahrt ab 16:30 Uhr, 
Rückfahrt teils im Dunkeln.
 
Schon auf dem Hinweg fiel auf, daß zwischen Mettenheim und Osthofen eine größere 
Baustelle ist. Später verläuft die Strecke auf einer alten Bahnlinie, recht 
schmal, mit feinem Schotter und vielen Drängelgittern. Und auch die Einfahrt zu 
diesem Radweg ist schwer zu finden. Die B9 hatte zwar auch ihre Macken: Auf etwa 
5km ist der ansonsten so hilfreiche Mehrzweckstreifen so mit Schlaglöchern 
gespickt, daß auch meine vollgefederte Hornet I nicht viel dagegen half. 
Ärgerlich auch war, daß es, als ich in Lampertheim ankam Sonntag 18:30 Uhr war, 
daß das Cafe Schiller (Etappenziel in Lampertheim) sonntags bereits um 18:00 
zumachte. Nunja, es gab netterweise auch eine Eisdiele um die Ecke, die 
umsatzfreudigere Öffnungszeiten hatte.
 
Im großen und ganzen verlief die Tour ganz nett, aber die letzten km auf der B9 
sank der Schnitt auf dem Tacho immer mehr und den im Endeffekt 18er Schnitt 
wollte ich nicht auf mir sitzen lassen.
 
Bis zur EUSTAFF hat sich dann noch einiges bewegt in Sachen Orga: Es gab nicht 
nur mich, der von Worms aus nach Lampertheim fuhr, um dann rückzus bei der 
EUSTAFF mitzufahren: Gerhard Stoll und Carmen Brück tauchten auf der auf der 
Liste der Mitfahrer von Lampertheim nach Worms auf, die gemeinsame Fahrt von 
Worms nach Lampertheim bald geklärt.
 
Carmen ist zwar querschnittsgelähmt, was sie aber nicht davon abhält, Rad zu 
fahren: Auf einem selbstgebauten Tadpole-Trike strampeln ihre Beine durch einen 
Computer gesteuert und elektrisch stimuliert. Klingt schon beeindruckend und ist 
noch beeindruckender, wenn man es sieht.
 
Außerdem hatte Carmen einen weiteren Pressetermin in Worms organisiert, sodaß die 
Etappe DE-RN4 in DE-RN4 und DE-RN5 aufgesplittet wurde. Dies kam auch meiner 
Kondition entgegen, da eine zusätzliche Pause sowie ein runtergesetzter Schnitt 
von Lampertheim nach Worms nicht schaden können. 
 
Andreas Hünnebeck hatte sich bei der Organisation der Pressetour mächtig ins Zeug 
gelegt. Im Briefkasten fand ich einen Brief mit einer kompletten 
Routenbeschreibung, Kontaktdaten aller Fahrer der Pressetour und von DE-A5 und -
A6 sowie der Organisatoren. Weiter waren pressewirksame, laminierte EUSTAFF-
Schilder fürs Rad mit dabei. Was die "II" auf meinem Schild bedeutete, kam mir 
allerdings erst, als ich beim Treffpunkt in Worms sah, daß auf Carmens Schild 
eine "13" stand. Meine römische 2 war also eine lateinische 11. 
 
Der Tag der EUSTAFF
===================
 
Auch wenn dann beruflich bedingt einige der vorgehabten Trainingsrunden nicht zur 
Ausführung kamen, so fühlte ich mich recht fit, als ich am Freitag um 12:30 Uhr 
in Guntersblum zum Treffpunkt in Worms aufbrach.
 
Ich fuhr auch diesesmal auf dem Hinweg den Radweg über die Dörfer und war nicht 
schlecht überrascht, daß es diesesmal noch eine weitere Baustelle auf dem Weg 
gab, die sich aber durch einen Abstecher in ein Wohngebiet umfahren ließ. Ich 
fuhr gemütlich, hatte ja Zeit, kam aber trotz 3 Bft. Gegenwind mit einem 19er 
Schnitt in Worms an. Und zwar ca. 40 Minuten zu früh. Aber ein schattiges 
Bushäuschen machte das Warten angenehm. Ausgemacht war ein Treffen um 14:30, 
Carmen trudelte aber ebenfalls früher ein, d.h. kurz Gerhard angerufen und wir 
fuhren dann gegen 14:20 los. Carmen hatte außerdem noch drei wohl spontane 
Begleiter dabei, sodaß wir uns zu sechst auf den Weg nach Lampertheim machten.
 
Es war eine recht bunte Truppe: Carmen im Tadpole-Dreirad, Gerhard auf einem 
normalen Tourenrad, da sein Flevobike defekt war und Carmens Begleiter auf einem 
Faltrad unbekannten Herstellers, einem Tourenrad mit Anhänger und einem vor 
kurzem erst günstig erstandenen, gebrauchten Mountainbike sowie ich auf meinem 
Kurzlieger.
 
Die Wormser Nibelungenbrücke über den Rhein war kurz nach dem Start in Worms 
schon die erste Herausforderung: Nicht nur, weil ich hinter Carmen, die 
gemütlich, aber sehr konstant mit 5km/h die Rheinbrücke hochfuhr, Probleme hatte, 
das Gleichgewicht auf meiner Hornet zu halten, sondern auch weil die Rheinbrücke 
für den Autoverkehr einseitig gesperrt war und uns neben Auspuffgasen und 
Feinstaub von den auf beiden Seiten vor der Baustellenampel mit laufenden Motoren 
wartenden Autos auch ein leckerer Teergeruch in die Nase stieg.
 
Auf hessischer Seite war alles wieder angenehmer: Ein asphaltierter Radweg durch 
die Felder, nette Gespräche, ein bißchen Rumblödeln: Wir hatten Spaß. 
Zwischendurch rief Christoph an, daß die Pressetour ihre zwischenzeitliche 
Verspätung in einen Vorsprung von ca. 10 Minuten umgebaut hat und das Treffen in 
Lampertheim an der Europabrücke vermutlich etwas früher stattfinden wird als 
bisher geplant. Für uns aber alles kein Problem, da wir ebenfalls super in der 
Zeit lagen.
 
Als gegen 15:45 bei knallender Sonne die Auffahrt zur Europabrücke vor uns lag, 
entschieden wir spontan nicht auf der Brücke sondern im Schatten der Wohnhäuser 
am Fuß der Brücke zu warten. Wie Carmen dann feststellte, hatte ich mir meinen 
Sonnenbrand allerdings bereits geholt. Um 12:30 Uhr durch knallende Sonne zu 
radeln ist halt doch was anderes, als erst um 16:30 Uhr loszuradeln, wie ich es 
bei meinen Trainingsrunden tat, falls diese nicht sowieso erst nach Einbruch der 
Dunkelheit losgingen...
 
Ich kramte mein Händi raus, um Andreas Hünnebeck anzurufen, daß wir kurzfristig 
den Treffpunkt etwas verlegt haben. Just in dem Moment, wo ich seine Nummer 
angewählt hatte, klingte es und er war dran: Perfektes Timing. Sie waren gerade 
in Lampertheim-Heide aus dem Wald gekommen und seien in Kürze da. Und kurz darauf 
rauschten auch eine ganze Ladung Liegeradler die Brückenauffahrt herab, ebenfalls 
bunt gemischt, zumindest für Liegeradverhältnisse: Streetmachines, Eigenbau-
Tieflieger, Eigenbau-Janus-Liegetandem, etc.
 
Es gab ein freudiges Hallo und einen Anruf, ob wir denn jetzt schon (mit ca. 
einer Viertelstunde Verfrühung) zum Pressetermin in Lampertheim im Cafe Schiller 
kommen könnten. Aber dort war alles vorbereitet, sodaß es recht schnell wieder 
weiterging.
 
Es war recht spaßig, das kurze Stück mit so einer großen Meute Liegeradler durch 
Lampertheim zu sausen und dann lautstark am Schillerplatz einzufallen.
 
Dort gab es kalte Getränke und Obst, einiges an Presse, den Herrn von Wirtschaft 
in Bewegung und -- kleine Springbrunnen im Boden, was einige gleich für eine 
kleine Dusche von unten nutzten. Es gab viele neugierige und erstaunte Gesichter 
und für den Bürgermeister (glaube ich) eine Runde auf dem Janus-Tandem. Nachdem 
sich alle etwas gestärkt hatten, gab es noch ein paar Fotos mit dem ganzen Horde, 
Helmut berichtete der Presse von seinen Vorbereitungen und dann war auch langsam 
wieder Aufbruchsstimmung.
 
Auf der kerzengraden Landstraße von Lampertheim nach Worms brachen viele kurz mal 
aus der mit Carmens Geschwindigkeit von ca. 18 km/h dahinradelnden Truppe aus 
preschten vor und machten Fotos oder gingen pinkeln. Leider gab es hier keinen 
Seitenstreifen auf dem wir radeln konnten und so gab es hin- und wieder einige 
etwas aggressivere und recht knapp überholende Autofahrer und auch den einen oder 
anderen Stinkefinger.
 
Kurz vor Rosengarten dann die Frage von Andreas, wie fit ich noch sei. Wir 
bräuchten jemand, der Carmen über die Brücke zieht, da sie merke, daß ihre Kraft 
nachlasse. Ich fühlte mich noch fit (waren ja erst 40km für mich) und sagte zu, 
aber Helmut meinte, er hätte auch noch "Körner" und da er insgesamt eine deutlich 
bessere Kondition hatte, entschlossen wir, daß er den Abschleppdienst macht. 
Andreas war gut vorbereitet und packte kurz vor der Brücke ein Gurtband aus und 
bereitete alles vor. Nur Carmen fehlte plötzlich. Leichte Panik, das Heraussuchen 
von Händis, aber dann stellte sich raus, daß Carmen nur an der Fußgängerampel um 
die Ecke bei rot stehenbleiben mußte.
 
Helmut war dann auch wirklich beeindruckend: Er zog Carmen mit seinem Langlieger 
schneller über die Rheinbrücke als sie auf der Hinfahrt die Rheinbrücke 
hochgefahren ist. Das hätte ich wohl nicht geschafft.
 
Auf der anderen Seite der Rheinbrücke das große Hallo: DE-A5 war vor 5 Minuten 
angekommen (allerdings ohne Erika, siehe Urs' Bericht) und ein Pressefotograf und 
jemand vom ADFC war auch schon da. Nachdem sich alle begrüßt hatten wurde einen 
Moment diskutiert, wie und wo man am besten Fotos von der Truppe machen könnte 
und entschied sich dann für ein gestelltes Foto, bei dem die Truppe eine Allee 
parallel zur Rheinbrücke vom Rhein heraufkommend fotografiert werden sollte. Der 
Fotograf hatte sich zum Fotografieren dann auch mutig der Truppe mitten in den in 
den Weg gestellt, mußte aber bei der Dichte an Radfahren dann doch irgendwann 
beherzt beiseite auf den Grünstreifen springen.
 
Die Truppe verabschiedete sich in Worms von Carmen und ihren Begleitern sowie 
wenn ich mich recht entsinne auch von Hubert Lutz.
 
Anschließend wurde noch ein wenig gequatscht und über die Durchfahrt durch Worms 
an den Stellen, an denen die B9 für Radfahrer gesperrt ist, diskutiert: Gerhard 
kannte einen Weg, von dem ich zwar vermutet hatte, daß er existiert, den ich aber 
nicht gefunden hatte und der im Gegensatz zu meiner Variante das zweimalige 
Überqueren der B9 überflüssig machte. Wir fuhren alle auf dem recht breiten, mit 
feinem Kiesbelag versehen Fuß- und Radweg neben der B9 los, aber die meisten sind 
dann doch recht schnell auf die B9 gewechselt. Anschließend ein kurzer Umweg 
durch die Hafenstraße und über einen mit Gehwegpflaster versehen, schmalen Radweg 
um die Sperrung der B9 für Radfahrer zum Umfahren, dann durch die 
Eisenbahnunterführung und anschließend gab's bis kurz vor Guntersblum einen 
Mehrzweckstreifen neben der B9, sodaß uns entgegen der Sorgen von Rüdiger Gabriel 
von DE-A6 der Verkehr praktisch keinen Ärger machte.
 
Auf dem Mehrzweckstreifen zog auch das Tempo gut an. Mein Tacho zeigte zu meiner 
Überraschung regelmäßig 30 km/h und mehr. So flott war ich auf längeren Strecken 
noch nie dauerhaft unterwegs. Aber irgendwie hatte ich keine Probleme damit. 
Gruppendynamik regelt! 
 
Unterwegs habe ich mich dann noch recht nett mit Berhard, Wolfgang und Kurt 
unterhalten, aber als dann kurz vor Gunterbslum sich Helmut zurückfallen ließ und 
vorne die Truppe ein Wettrennen begann und anfing, Traktoren auf der B9 zu 
überholen, habe ich langsam aber sicher auch den Anschluß verloren. Ich überholte 
zwar noch ein Pärchen nicht zur EUSTAFF gehörender Radfahrer mit ca. 28 km/h, 
aber die Luft war raus und ich kam mit ca. 500m Abstand zum vorhigen Pulk am 
hinter eine S-Kurve liegenden Etappenziel an.
 
Nur war außer Ulf keiner da. Der Rest war schon Richtung Bahnhof unterwegs, um zu 
schaue, ob die Gabriels schon da waren, da man sich anscheinend mit ihnen nicht 
auf den eigentlich vorgesehenen Treffpunkt einigen konnte, da sie den Bahnhof 
favorisierten. Nachdem sie dann kurz darauf unter der Eisenbahnunterführung 
auftauchten, sind wir dann doch alle zu Bahnhof geradelt, wo es eine mir recht 
formell und steif vorkommende Begrüßung der Teams untereinander gab.
 
Der Abend
=========
 
Nach der Übergabe und einer kleineren Reparatur am Ostrad Adagio von Carmen 
Gabriel teilte sich die Gruppe auf: Wolfgang fuhr mit den Gabriels DE-A6 mit, 
Stefan und nochjemand verschwanden direkt in den nächsten Zug gen Süden und der 
Rest radelte zum Pfälzer Hof, wo ich einen Tisch reserviert hatte.
 
Nachdem alle dort angekommen waren, bin ich mit 3 CF- und einer SD-Karte 
(insgesamt um die 350 MB Bildmaterial) heimgeradelt, um die Bilder so schnell wie 
möglich ins Netz zu bringen. Das herunterrechnen dauerte dann doch eine ganze 
Weile, sodaß ich erst gegen kurz nach 20 Uhr (die Uploads liefen noch, aber die 
laufen ja auch ohne zugucken wieder in die Garage taperte, in der mein Fahrrad 
stand. Kaum war ich in der Garage, fing ein Gewitter an und es prasselte 
teilweise recht stark herunter. Während ich wartete, daß der Regen nachließ, 
klingelte noch das Telefon und ein Freundin war dran und hatte Probleme mit 
Windows. Viel konnte ich ihr nicht helfen, aber nachdem ich aufgelegt hatte, ließ 
der Regen wieder nach. Also Regenjacke anziehen, Regenschutz für die Packtaschen 
rauskramen und -- Da ging draußen ein kräftiger Graupelregen los. Und da ich 
sowieso noch in Haus mußte, weil ich was vergessen hatte, habe ich dann auch noch 
die Autoschlüssel geholt und bin dann doch mit dem Auto zurück zum Pfälzer Hof. 
Während dem Kilometer Fahrt hörte der Regen zwar kurz auf, aber beim Aussteigen 
regnete es wieder in Strömen -- Murphy's Law. DE-A6 tat mir leid.
 
Die anderen waren fast alle schon fertig mit Essen als ich kam, aber das war 
nicht schlimm. Es gab viel zu erzählen und es war ein netter Abend. Gegen 21 Uhr 
verließ uns dann Urs (der fast seine Banane vergessen hatte) in Richtung Fähre 
Kornsand -- zum Glück hatte der Regen wieder aufgehört. Gegen 22 Uhr sind dann 
auch die restlichen EUSTAFFler in Richtung Heia gegangen und ich saß noch ein 
Weilchen mit meinem Vater im Pfälzer Hof, der zufälligerweise am EUSTAFF-Freitag 
hier in der Gegend beruflich zu tun hatte und im Pfälzer Hof übernachtete. "Also 
so ein Liegerad, das wäre eigentlich auch was für mich" meinte er und ich habe 
ihm gleich eine Liegerad-Appetizer von den Liegeradprofis in die Hand gedrückt. 
 
Man sieht sich auf der Spezi oder spätestens auf der nächsten EUSTAFF.
 
Gruß, Axel

2 stage-changes in 10 minutes - Gleich 2 Etappenwechsel in wenigen Minuten (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 04.06.05 um 14:35

10 minutes ago the team from Puttgarden started in an heavy headwind. The 
complained about that before starting ;-)
Torbens Team worked really good.
Congratulations for your work, Torben, and hopefully we'll see us at the next 
EUSTAFF, yes?

And the second stage-change was in Dissen, where the team up to Dissen made a 
very good ride and saved us 25 minutes! Thanks a lot.

Vor ca. 10 Minuten startete die Etappe ab Puttgarden in den heftigen Gegenwind.
Sie stöhnten schon, bevor sie losfuhren ;-)
Torbens Team hielt sich wacker.
Herzliche Glückwünsche für deine Unterstützung der EUSTAFF, Torben. Ich würde 
mich sehr darüber freuen, wen du bei der nächsten EUSTAFF wieder mit dabei wärst, 
ja?

Und der andere Etappenwechsel war in Dissen, wo sich das ankommende Team sher gut 
halten konnte und 25 Minuten herausschindete, vielen Dank dafür!

Großes Unglück, große Panne ... (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 04.06.05 um 15:17

Oh, das fing schlecht an bei Heinz Wewers. Er kam schon mit einem Platten zum 
Treffpunkt. Weiteres Flicken brachte wohl nix, deswegen gleich einen neuen 
Schlauch eingezogen. Hoffen wir, dass das so geht.
Ich hatte Heinz darum gebeten, gleich Nachricht zu geben, sollte es bei ihm zu 
weiteren Verzögerungen kommen.
Naja, es gibt noch einige Gelegenheiten, wieder Zeit gutzumachen.

Die Pannen häufen sich ... (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 04.06.05 um 17:01

Gerade meldet sich Hardy vom Team Puttgarden und vermeldete einen Platten.
Das kommt davon, wenn man Radwege benutzt. Lasst den Quatsch bleiben, fahrt auf 
der Straße, wie das andere vernünftige Leute auch machen. Wer das nicht tut, 
vraucht ein geländegängiges Fahrzeug mit LKW-Reifen, so.
Schlauch gewechselt und gleich wieder weitergefahren.
Er meinte, sie würden wohl pünktlich in Bad Oldesloe ankommen.

Es ist ziemlich ruhig, zu ruhig? (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 04.06.05 um 17:24

Das hängt sicherlich auch damit zusammen, dass die Wetterbedingungen recht 
akzeptabel sind, vom Gegenwind abgesehen.
Was mir im Moment Sorgen macht, ist, dass Heinz Wewers alleine unterwegs ist.
Es wollte einfach nicht klappen, für seine Etappen - außer den letzten ca. 40 
Kilometern - noch weitere Teilnehmer zu aquirieren.
Alleine zu fahren ist immer ein hohes Risiko, in mehrfacher Hinsicht:
- was tun bei einem Schaden, der eine Weiterfahrt nachhaltig verhindert?
- wie von einem eventuellen Unfall erfahren?
Mit Handy ist sicherlich vieles leichter geworden, aber riskant ist das immer.

Stabile Wetterbedingungen ... (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 04.06.05 um 17:40

Ja, ich gebs ja zu. Das war nicht so ganz richtig mit den stabilen 
Wetterbedingungen.
Im Moment schüttet das hier wie aus Kübeln, sturmartige Böen, ich fürchte, die 
Teams, die zur Zeit unterwegs sind, werden wohl alle reichlich naß.
Das Team von Puttgarden müsste inzwischen den größeren Teil der Strecke hinter 
sich haben. Heinz Wewers von Dissen nach Sulingen ebenfalls, wobei letzterer dann 
ja noch weiter nach Walsrode muss.
Wer es bei einem solchen Wetter besser hat, das ist Christian Ascheberg in seiner 
vollverkleideten Fahrzeug.
Ah, gerade Anruf von Peter Spiegel erhalten. Er und Tom Seeger machen nun wg. 
weiterem Platten Backup-Gruppe und Hardy und Heike fahren vorneweg. Peter und Tom 
versuchen, die beiden wieder einzuholen.
Na, das ist doch wieder mal wieder etwas Leben in der Bude.
Ich bin ja etwas müde, ich gebs zu. Die letzte Nacht war recht kurz.
Aber einschlafen is' nich', ne? ;-)

Stabile Wetterbedingungen ... (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 04.06.05 um 17:54

Ja, ich gebs ja zu. Das war nicht so ganz richtig mit den stabilen 
Wetterbedingungen.
Im Moment schüttet das hier wie aus Kübeln, sturmartige Böen, ich fürchte, die 
Teams, die zur Zeit unterwegs sind, werden wohl alle reichlich naß.
Das Team von Puttgarden müsste inzwischen den größeren Teil der Strecke hinter 
sich haben. Heinz Wewers von Dissen nach Sulingen ebenfalls, wobei letzterer dann 
ja noch weiter nach Walsrode muss.
Wer es bei einem solchen Wetter besser hat, das ist Christian Ascheberg in seiner 
vollverkleideten Fahrzeug.
Ah, gerade Anruf von Peter Spiegel erhalten. Er und Tom Seeger machen nun wg. 
weiterem Platten Backup-Gruppe und Hardy und Heike fahren vorneweg. Peter und Tom 
versuchen, die beiden wieder einzuholen.
Na, das ist doch wieder mal wieder etwas Leben in der Bude.
Ich bin ja etwas müde, ich gebs zu. Die letzte Nacht war recht kurz.
Aber einschlafen is' nich', ne? ;-)

Erika Ciesla (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 04.06.05 um 18:05

Erika hat soeben durchgegeben, dass sie ohne weitere Befunde aus dem Krankenhaus 
in Germersheim entlassen wurde.
Ihr geht es den Umständen entsprechend.

Puh, eine kleine Sorge weniger ... (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 04.06.05 um 18:47

Heinz Wewers vermeldete, dass er vor einigen Minuten durch Sulingen gefahren sei.
Aber auch er ist leider von einigen Regenschauern überrascht worden und ziemlich 
naß geworden.
Bei den doch recht niedrigen Temperaturen natürlich kein Spaß.
Zumindest dürfte er immer noch deutlichen Rückenwind haben, was es etwas 
erträglicher macht.

Das "Heerlager" in Jeebel (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 04.06.05 um 18:53

Es gibt da eine Familie in der Nähe von Salzwedel, die auf günstigem ungefähr 
halbem Wege zwischen Berlin und dem Rest lebt.
Das sind Anne und Axel und ihre beiden Jungs.
Axel baut auch das eine oder andere Liegerad neben diversen Sonderkonstruktionen.
Da sie taktisch so klug wohnen, sind sie inzwischen zum zweitenmal (oder sogar 
schon drittenmal?) Gastgeber von EUSTAFF-Teams.
Das muss einfach mal gesagt werden, weil das ist einfach nicht 
selbstverständlich.
Es ist nicht selbstverständlich, morgens um Drei anzukommen und was zu futtern zu 
kriegen. Außerdem eine warme Dusche und eine Schlafstatt.
Dafür einfach mal meine Anerkennung.
Das ist - ich habe es schon mehrfach betont - eben EUSTAFF. EUSTAFF hat eine 
besondere Komponente, das ist die soziale. Man/frau begegnet sich, Menschen, die 
man selten sieht, vielleicht mal hört, werden Wirklichkeit.
Man stellt übereinstimmende Meinungen fest, man besucht sich, man wird einerseits 
beweglicher, andererseits wird einiges vertrauter.
Ich finde das schön.

Wechsel der AnSprechperson (Christoph Hipp)

Beitrag eingetragen am 04.06.05 um 19:19

Ich möchte mich nun verabschieden.
Habe lange genug durchgehalten und bin müde.
Zuerst mal was futtern gehen, ein Feierabandbier trinken, dann duschen (ich 
stinke wie ein Iltis).
Fast vierzig Stunden fast ohne Schlaf, nu isses gut.
Morgen früh aufstehen und mit dem Zug nach Berlin.
Schreiben an Verkehrsministerium übergeben, am So. abend noch alte Freunde 
besuchen.
Am Montag Schreiben an Herrn Wowereit leiten und wieder mit dem Zug zurück.

Es war wieder schön, wir haben bisher schon viel geleistet, die EUSTAFF war mal 
wieder Experiment und Routine gleichzeitig.

Es waren dieses Jahr ausnehmend viele neue Leute dabei, die meisten haben spontan 
gesagt, dass sie bei der nächsten EUSTAFF wieder mit dabei sein werden.
Und das finde ich ist das schönste Lob für die EUSTAFF.
Und ich hoffe, mit der EUSTAFF gute Werbung für den HPV und seine Anliegen 
gemacht zu haben.

Nun übernimmt Hanno, ebenfals seit dem ersten EUSTAFF-Jahr mit dabei, und 
begleitet die letzten Teams bis Berlin.

So long,

Christoph

Bericht Etappe DE 11 Lüdinghausen-Dissen (Bernd Schuhmacher)

Beitrag eingetragen am 04.06.05 um 20:27

Hallo Hanno, hallo MitEustaffler,

gerade bin ich hier wieder zu Hause aufgeschlagen, fast noch das triefende 
Wasser in den Schuhen (und nicht nur dort).
Heute morgen um 9:00 Uhr Treffen in Münster. Markus, Michel und ich stramm gegen 
den Wind ert mal 30 km zum warmwerden.
Außer ein paar Kühen auf dem Weg keine besonderen Vorkommnisse.
In Lüdinghausen dann erstmal checken. Wo bleibt die Crew aus Krefeld? Aha Thomas 
Freya hat sich mit (? sorry Deinen Namen vergessen) vom Rest abgesetzt, um Zeit 
gut zu machen. Gute Sache. Schnell noch ein paar Fotos (bin ja so gespannt, 
Markus..)
Gar nicht lang gewartet, dann kam auch schon Thomas mit der Botschaft und der 
Bereitschaft mit uns mitzufahren, bis..mal sehen. 
Baronesse oblige. Jetz warens mit meinem und dem flammneuen von Markus schon 3 
Baröner und  unser Team auf nunmehr 6!! Fahrer angewachsen.
Christian sollte uns nun als ortskundiger auf dem schnellsten Weg aus 
Lüdinghausen Richtung Osten herausführen.
Das tat er dann auch und auf der ersten Geraden näherte sich die Tachoanzeige 
verdächtig nah der 40km/h Marke.
Mit 38 Sachen durch den Ort, danach erstmal auf eine Richtgeschwindigkeit von 35 
km/h eingependelt.
So sausten wir dann durchs Münsterland, auf netten Nebenstraßen Richtung 
Nordost, mächtig angeblasen von einem tierischen Wind, der immer dunklere Wolken 
vor sich herschob.
Dann ein erster Zwischenfall mit einem Hund, der sich in Michels Hurri 
verbeissen wollte. Kurze Zwangspause, aber nichts ernstes.
Jetzt hin und wieder ein paar Spritzer Regen und immer wieder die Verblüffung: 
Paarmal Kurbel umdrehen, 35, 36 ohne Mühe.
Hinter Sassenberg meldet sich erstmals Michels Knie. Hoffentlich nichts von 
Dauer.  Kleinerer Gang aber Stimmung nach wie vor ausgezeichnet.
20 Minuten später dann aber die Entscheidung: Lieber jetzt locker und ruhig nach 
Hause als monatelang am Knie herumdoktorn. Besser ist das.
Kurze Zeit später-weiterhin im Tiefflug Richtung Teutoburger Wald erste ernst zu 
nehmende Regentropfendichte. Kurze Zeit später läuft es an Armen und Beinen 
herunter. Stimmung aber Prima. Markus musste schnell mal in der Fahrt ein 
"Klackern" i n den Speichen beseitigen .. Klack, da flog die kleine Akkuleuchte.
"Klackern beseitigt! " 
In Dissen dann gute 30 Min. vor der Zeit. Alles bestens und Thomas hat bis 
hierher mitgemacht. Gute 180 km in den Beinen, dat is schon janz jut. Respekt.
Aber wo bleibt Heinz ? Mist., Platten. Wir müssen warten. Fast eine Dreiviertel 
Stunde. Das muss was ernstes gewesen sein..
Tatsächlich hat er sich bis hierher pumpen müssen auf halb schlappen Reifen, 
weil der Schlauch wohl hin war.
Blitzschnell ein Schnellservice hingelegt-Neuer Schlauch von Thomas, Ein paar 
Schrauben angezogen- und dann sauste er nach der Übergabe auch schon davon 
Richtung Berge. Au weia. Hoffentlich geht das gut, so ganz alleine.
Hoffentlich hast Du nicht mehr so viel Wasser abbekommen wie wir auf dem 
Heimweg.
Die 60 km zurück nach Münster sind wir aber erst nach einer Gyros- und 
Pommesorgie angegangen.
Leider hatte in dem Nest nichts anderes auf. Nudeln wären mir lieber gewesen..
Auf dem Heimweg gegen den Wind dann die volle Dusche. Wind und Wasser von allen 
Seiten, womit wir wieder bei den triefenden Schuhen wären.
Jetze erst mal Duschen..!!
Mir hat`s Riesenspaß gemacht. Das nächste mal unbedingt wieder !!
Bernd

Probleme bei DE-A13 Sulingen-Walsrode (Hanno)

Beitrag eingetragen am 04.06.05 um 20:38

Heinz Wewers macht da eine Doppeletappe ganz alleine, zuerst atte er schon vor 
dem Statt Malheur mit Platten, jetzt hat er wohl unterwegs noch einen Unfall 
gehabt, wo ihm ein auto die vorfahrt genommen hat, mit Polizei und so, das aht 
naürlich aufgehalten, aber er fährt jetzt weiter, ist etwa 40 km vor dem Ziel, 
jeden Moment sollte er eigentlich utnerstüztung bekommen von weiteren 
Eustaff-Begleitern, dennoch ist mit ca. 1 h verspätung insgesamt zur rechnen,

tja, das ist Eustaff-live.

    Hanno

Übergabe in Uelzen hat geklappt (Hanno)

Beitrag eingetragen am 05.06.05 um 05:12

ndlich mal wieder gute Nachrichten, die Etappen in der Nacht scheinen nun wie am 
Schnürchen zu laufen.
    Hanno

Letztes Team vor Berlin nun auf dem Weg (Hanno)

Beitrag eingetragen am 05.06.05 um 05:15

Das Team Uelzen-Jeebel hat schon ein stück vor Jeebel, bei Pretzel die Berliner 
schon getroffen, so dass nun die letzte Etappe vor Berlin unterwegs ist. 
Übergabe war so 5:15 Uhr.

Etappe DE-A8 (Gregor Siemoneit)

Beitrag eingetragen am 05.06.05 um 09:44

So nun nach einer ordentlichen Portion Schlaf, der Erledigung einiger 
alltäglicher Dinge, dem Abholen der Kinder und deren ins Bett bringen, finde ich 
nun auch die Zeit einen Bericht über unsere Etappe zu schreiben.

Fahrer: Alex Kern, Henning Letmade, Gregor Siemoneit

Im Vorfeld der Etappe gab es etwas Konfusion mit der Startzeit, den die verschob 
sich fast im halb Stundentakt, von zwischen durch 21:00 Uhr auf schließlich fast 
0:00 Uhr. Das machte die Planung der Anreise nicht gerade einfach, zumal um die 
Zeit nicht mehr alle Züge fahren. Ein weiteres Problem schien das Wetter zu 
werden das Gewitter für unsere Strecke und Fahrzeit vorsah.
Nach erfolgter Anreise in Koblenz, haben sich Alex und Henning noch eine Pizza 
genehmigt. Danach sind wir gemütlich zum eigentlichen Treffpunkt gerollt. Alles 
schien gut zu laufen das Gewitter war schon früh über das Rheintal weg gerollt, 
die Straßen waren trocken und es sah so aus als ob wir auch trocken durch kommen 
würden.
Das vorherige Team kam dann mit 20 Minuten Verspätung, aber wir waren frohen 
Mutes ein wenig Zeit gut zu machen. Mein Persönlicher Mut lies dann aber nach 
500 m rapide nach. Da habe ich mich nämlich gleich auf die Nase gelegt. Ich habe 
noch gedacht da müsste gleich der Bordstein kommen und schon bin ich davon 
abgerutscht. Liegerad sei Dank ist mir nichts passiert, auch dem Rad nicht, nur 
die Hose ist hin. Leider habe ich in der Eile nicht Bemerkt das ich meinen ( 
mich seit 15 Jahren begleitenden) Helmspiegel verloren hatte, so blieb er den in 
Koblenz, schade drum. :-( Fazit: Das nächste mal nur mit vernünftiger 
Beleuchtung, den die war eindeutig zu gering.
Jetzt aber weiter und die Zeit aufgeholt. 10 km später fängt es Plötzlich heftig 
an zu Regnen, ich werde langsamer um nach einer Unterstellmöglichkeit ausschau 
zu halten, da muß Axel hinter mir Bremsen und Rutscht weg. Mit einer 
unangenehmen Schramme geht es weiter. Der Regen hat wieder aufgehört und wir 
haben auch keinen mehr bis Bonn. Allerdings sind die Straßen jetzt alle Naß und 
wir fahren von nun an alle recht vorsichtig. Diese Fahrweise, die beiden kleinen 
Unfälle und die, weil sehr unübersichtlich und kurvig, doch recht anspruchsvolle 
Strecke verhindern das wir Zeit gut machen. Allerdings schaffen wir es, da der 
Rest der Etappe ohne weitere Vorkommnisse bleibt, bis auf 5 Minuten an unser 
selbst gestecktes Ziel heran zu kommen die Strecke in 3 Stunden zu fahren und so 
sind wir doch Zufrieden.

Nach dem wir die Post an Bernward und Frank übergeben haben, machen wir uns auf 
den 15 km Weg nach Troisdorf. Dort fallen wir um 4:30 Uhr erschöpft ins Bett.
Aber es hat Trotzdem Spaß gemacht und ich bin bestimmt beim nächsten mal wieder 
mit dabei. Es hat einfach was, dieses Eustaff feeling.

Gregor


Bericht DE-A7 Bingen Koblenz (Gregor Siemoneit)

Beitrag eingetragen am 05.06.05 um 09:44

Stefan Daniel / Stefan Pohl

Dramatik von Anfang an

NAchdem ich die letzten Jahre immen voll Spannung die Eustaff-Berichte verfolgt 
hatte,
wollte ich dieses Jahr unbedingt auch mitfahrten und wurde kurzerhand gleich zum
Teamleiter der Etappe Gunthersblum - Koblemz gemacht. Einen wackeren Mitfahrer 
hatte
ich bald gefunden, viele andere, die ich fragte hatten keine Zeit oder trauten 
sich das
Tempo nicht zu. Und ich bekam auch langsam sorgen ob der Größe der Strecke, aber
zum Glück und zu meiner Erleichterung wollten Rüdiger "VeloCase" Gabriel und 
seine
Carmen auch fahren und auch nicht so eine lange Etappe so dass wir uns die 
Strecke
geteilt haben. So bleib für uns das schönste Stück Rheintal von Bingen bis 
Koblenz.
Wir sind dann unsere Etappe eines schönen Sonntag Morgens abgefahren. Stefan mit
seinem Flevo und ich auf meinem Speedbike, 60km in 2 Stunden, der Tacho zeigte
einen 31er Schnitt und wir waren fix und alle und uns tat der Hintern weh.
Da wir in die Nacht hinein fahren sollten brauchten wir noch ein Quatier in 
Koblenz,
denn ein Zug zurück fuhr dann nicht mehr. Erst hatte ich an entfernte Verwandte 
gedacht,
aber die Hoffnung zerschlug sich. Dann mußte ich erstmal verreisen und auf 
einmal war
ein Tag vor Eustaff und wir hatten immer noch kein Quartier. Stefan war 
mittlerweile
auch nicht mehr im Dachgeber und der uns empfohlene Ottfried Milzer ging nicht 
ans Telefon.
Meine Nerven waren am Ende aber in der Situation hat mich Christoph Hipp erstmal 
beruhigt und
selbst nochmal versucht ein Quartier aufzutreiben. Damit war der Donneratag 
vorbei und Freitag
sollten wir doch schon fahren. Glücklicherweise konnte mir dann Frank Hertstein 
noch
Ottfrieds Handy-Nummer geben und zu meiner großen Erleichterung konnte ich dann 
Ottfried
erreichen und er sagte sofort zu. Dann war ja alles klar. Am Freitag Nachmittag 
haben wir
dann noch Stefans Rad auf Akkulicht umgebaut, (denn mittlerweile war unsere 
Startzeit auf 22 Uhr
gewandert), ordentlich Luft auf unsere Reifen gegeben und ich packte noch ein 
zusatzpolster in meinen Sitz.
Zum Abendessen haben wir uns den Bauch reichlich mit Nudeln gefüllt, aber in 
meiner Nervosität
hätte ich immer weiter essen mögen.
Nach einem letzten sorgenvollen hören des Wetterberichtes sind wir in aller Ruhe 
zur S-Bahn
nach Friedrichsdorf gerollt, nach Frankfurt gefahren und wollten mit der S1 
weiter nach
Wiesbaden. Die kam schon mit 5 Min Verspätung rein und trödelte weiter bis sie 
sie mit fast
15 Min Verspätung Wiesbaden erreichte. Bei einer Umsteigezeit von 16 Min 
leuchtete uns schon
die Panik in den Augen, aber der Nahverkehrszug fuhr erst ab, nachdem wir unsere 
Räder reingewürgt hatten.
UFF! Nun entspannen bis Rüdesheim. Draußen konnten wir mittlerweile das Unwetter 
zu beobachten
wie es blitzte, schüttete und stürmte. Unsere Sorge galt Rüdigers Team, das wir 
jetzt da draußen wußten.
In Rüdesheim raus und mit der Fähre nach Bingen übergesetzt. Dabei bekamen wir 
noch die letzten
Tropfen ab, dann hörte es zum Glück auf. Nach einer dreiviertel Stunde und drei 
Bananen kamen sie angerollt.
Wir übernahmen die Briefe und jei ein Eustaff-Schild fürs Rad und ab gings. Da 
aber Stefan meinte,
dass das meine Gepäckbox mein Rücklicht fast verdeckt, hab ich es in einem 
kurzen Halt wieder
entfernt, damit man wenigstens die Reflexaufkleber gut sieht. Mein 
Diodenscheinwerfer 3W mit
Rotationssymetrischer Optik hat sich gut gewährt, alle Leitpfosten und 
Verkehrsschilder waren gut ausgeleuchtet
und die Engegenkommenden haben immer sehr früh abgeblendet :)
Was wir mit Wetter Glück hatten (die Straße war fast wieder trocken) hatten wir 
pech mit Baustellen.
Zwei rote Baustellenampeln wegen einspuriger Verkehrsführung auf 
Schlaglochpiste. Und in Rens, das
wir durchfahren wollten um den Berg der Umgeungsstrasse zu vermeiden, gab es 
noch eine weggebaggerte Straße :(
So kamen wir mit  10 min Verspätung in Koblenz an, obwohl wir schneller gefahren 
waren 32,4er Schnitt laut Tacho.
Beim nächsten mal sollte ich solche möglichen Zwangspausen gleich mit einem 
Zuschlag in die Fahrzeitschätzug
einrechen, auch wenn bei der Testfahrt alles glatt ging. Während der 
Ankunftsfotos kam auch schon Ottfried
angerollt, um uns Abzuholen.
Während das Nächste Team dann schon mit den Briefen loszischte, mußte ich mich 
erst noch mit einem Wurstbrot stärken,
bevor wir uns nach Lahnstein aufmachten. Dort kehrte wir erst noch im "Wirtshaus 
an der Lahn" ein, dem neuen Trefflokal der
"Anonymen Pedaliker" wo wir bei einigen Glas Wein und einer guten Kartoffelsuppe 
noch in kleiner Runde
saßen und erzählten. Ein empfehlenswertes Lokal, wo Liegeradler willkommen sind. 
Dann sind wir weiter zu Ottfrieds
Wohnung gefahren wo wir noch bis zum Morgengrauen weiter erzählten. Nach einem 
oppulenten Spätstück
(wir sind erst um 11 aufgestanden) verabredeten wir uns gleich für die nächste 
Eustaff und dann brachen wir gegen
12.30 zur Rückfahrt auf. Erst mit kräftigem Rückenwind die Lahn hoch, dann quer 
über den Taunus bis wir gegen 20 Uhr
 nach ca 115 km wieder zu Hause waren.
Wir sind uns einig, unsere erste Eustaff hat viel Spass gemacht und soll nicht 
die letzte bleiben.
Nun möchte ich nur noch mal ganz besonder Christoph Hipp danken, der uns ganz 
fantastisch betreut hat.
Stefan Daniel



Bericht DE-RN1-5 (Gregor Siemoneit)

Beitrag eingetragen am 05.06.05 um 09:45

Hallo,

sorry für den verspäteten Bericht, aber ich bin erst um 20:30 heute (4.6.) 
zurückgekommen, da ich zusammen mit Ulf, Sabine, Kurt und Helmut in
Guntersblum übernachtet hatte. Außerdem war das mal wieder ein neuer
Rekord, gestern 160 und heute 157 km, macht 317 km in 2 Tagen - uff.
Damit habe ich den Rekord von der Eustaff 2003 (145 km an einem Tag) 
geschlagen!

OK, jetzt zur Eustaff.

DE-RN1 Karlsruhe - Germersheim:
--------------------------------------------
Ich startete um 8 Uhr in Rheinstetten, um die Fähre Neuburgweier - Neuburg zu
kriegen. Das klappte auch, und so kam ich um 8:50 am vereinbarten Treffpunkt
an, wo exakt zum gleichen Zeitpunkt Sabine und Ulf auf ihrem Back-to-Back
Tandem einliefen. Sie hatten beim Start direkt vor der Haustür einen Platten
und zogen schnell einen neuen Schlauch ein, und nur weil sie aureichend
Reserve eingeplant hatten, konnten sie so früh da sein. Wir haben dann noch
Luft nachgepumpt und die Schilder montiert, dann ein Anruf an Christoph und 
los gings.

Relativ schnell stellte sich ein Reisetempo von 25-28 km/h ein. So ein
Tandem ist verflucht schnell ("die Kraft der zwei Herzen"  ;-) , also hängte
ich mich in den Windschatten. Bei Leimersheim (Halbzeit) meldete ich mich
bei Erhardt Vortanz (ADFC Germersheim), der dann Wolfgang Ritter als
Abholer auf den Weg schickte. Aber welch Wunder, kurz vor dem Treffpunkt
erwartete uns statt eines einsamen Radlers schon ein ganzer Pulk von
Fahrern inklusive Haasies Radschlag, und dazu ein Kameramann, der
einen Film drehte. Wir fuhren dann gemütlich zur Eisenbahnbrücke, vorweg
ein PKW-Kombi, aus dem heraus wir gefilmt wurden. An der Eisenbahnbrücke
stießen dann noch Helmut und Matthias dazu, und dann ging's zu Haasies
Radschlag, wo neben dem Bürgermeister und Vertretern der Presse auch noch
ein Verpflegungsstand und eine Waschstation auf uns warteten. Wir gaben
Interviews, füllten die Flaschen auf (es wurde langsam warm), bekamen
ein Geschenk und einen Brief vom Bürgermeister an Minister Stolpe, und
pünktlich um 11:05 gab Helmut mit seinem Vierklanghorn das Abfahrtssignal.

DE-RN2 Germersheim Wiesloch:
------------------------------------------
Unser Guide Wolfgang Ritter lotste uns auf die Rheinbrücke, und dann 
ging es auf kleinen Landstraßen und später auf sehr schön zu fahrenden
Wirtschaftswegen ohne jeden Autoverkehr nach St. Leon. Aber oh schreck,
irgendwie schien da was bei der Zeitplanung schiefgelaufen zu sein, weil 
wir trotz annehmbarer Reisegeschwindigkeit (22-25 km/h) 15 Minuten zu
spät zum Treffpunkt kamen. Dort warteten nicht nur Gotthelf und Tamara,
sondern auch noch ein knallgelboranges Velomobil, ein Handbiker und
weitere Fahrer.

Gotthelf lotste uns dann weiter über geheime Schleichwege Richtung
Wiesloch, fiel dann aber nach hinten und war auf einmal verschwunden.
Die aufkommende Diskussion über eine neue Routenführung dauerte 
einige Minuten, und nur ein "Machtwort" brachte die Truppe dazu, der
geplanten Route zu folgen, von der wir offensichtlich abgekommen waren.
In Rot kam dann einsam aus einer Querstraße Gotthelf heraus und so
waren wir wieder komplett. Kurz vor Frauenweiler meldete ich mich bei
Herrn Grix (von Wirtschaft in Bewegung) an, der dann kurz vor dem
Treffpunkt am Rathausplatz zu uns stieß. Gemeinsam trafen wir ca. 30
Minuten verspätet am Ratshausplatz ein und fielen erst mal über die
Getränke her, denn es war mittlerweile nach 13 Uhr und die Sonne 
brannte schon heftig.

Ich entschuldigte mich bei Herrn Grix, aber merkwürdigerweise waren
wie laut seinem Zeitplan exakt im Timing. Aber warum soll eine Fehlplanung
nicht auch mal was Positives haben! Der Oberbürgermeister hielt einen 
kleine Rede und übergab uns einen Brief an Minister Stolpe, die Presse
fotografierte die ganze Meute, und mit etwas verkürzter Pause machten
wir uns auf den Weg nach Lampertheim.

DE-RN3 Wiesloch Lampertheim
----------------------------------------
Kurz hinter Wiesloch verließen uns Gotthelf und Tamara, und dann
zog uns Helmut auf seiner in mehreren Testläufen ausbaldowerten
Route nach Norden. Mir wurde langsam klar, warum wir soviel 
Verspätung gehabt hatten: Gegenwind und eine leichte, kaum merkbare
Steigung. Jedenfalls hatten wir jetzt häufig Rückenwind, so fegten
wir mit 30-35 km/h über einsame Wirtschaftswege. Auch der 
Handbiker konnte das Tempo problemlos halten, und nicht nur
das: an jeder Steigung zog er mir mit seinem Trike nebst Radio
gnadenlos davon. Junge Junge, Respekt! Das zeigt doch ganz
klar, dass eine Behinderung kein Hinderungsgrund zu Mobilität
aus eigener Kraft darstellt. Aber wir sollten später noch ein 
eindrucksvolleres Beispiel dazu kennen lernen.

Am Neckar machten wir bei Ladenburg eine Rast und stellten
fest, daß wir schon wieder in der Zeit lagen - kein Wunder bei
dem Speed! Helmut versorgte mich mit Magnesiumtabletten, 
weil sich bei mir schon leichte Muskelverhärtungen ankündigten
(sie haben geholfen). Weiter ging's mit flottem Tempo nach 
Viernheim und dann auf eine 5km lange üble Schotterpiste.
Dort verloren wir dann unseren Handbiker, der mit seinem
Dreirad (und Rennradreifen) keine ernsthafte Chance hatte,
den Löchern auszuweichen - sehr schade. Die Schotterpiste
raubte auch mir den letzten Nerv, dabei ist meine Streetmachine
mit den 40er Schlappen unter den Liegerädern ja eines der
geländegängigsten. Aber auch diese 5km gingen irgendwann mal
zu Ende, und schon konnten wir die ersten Häuser von Lampertheim
sehen - gut 25 Minuten vor der Zeit! Ich meldete uns bei Herrn Grix
an, und einem baldigen Erscheinen stand nichts im Wege, weil
schon alles vorbereitet war. Dann rief ich Axel an, um abzuklären,
wo er sich gerade mit Carmen und Gerhard befand, und auch sie 
waren schon am vereinbarten Treffpunk - nur hatten sie sich 
sinnvollerweise in den Schatten verzogen. Also rauschten wir mit
Fanfarengetöse über die Europabrücke und fanden eine wild
gemischte Truppe von Radfahrern vor: Liegeradler, Normalradler
(davon einer mit Anhänger), Faltradfahrer. 

Der Clou allerdings war Carmen Brück, die trotz einer 
Querschnittslähmung ihr Liegedreirad dank elektrischer 
Muskelstimulation aus eigener Kraft bewegt. Nur ihr relativ 
langsamer und schwerer Tretrythmus läßt ganz schwach
erahnen, dass hier kein "normaler" Radler am Werk ist. 

Warum ist so ein Fahrrad eine teure Einzelanfertigung?
Könnten nicht viel mehr Querschnittsgelähmte damit 
einiges an Lebensfreude gewinnen? Und würde das nicht
den Krankenkassen viele Therapien, Massagen und 
andere Krankheitskosten ersparen, wenn der Gelähmte seine
Beine auf diese Weise bewegt anstatt mit Hilfe eines
teuer bezahlten Krankengymnasten?

Jedenfalls trafen wir 15 Minuten vor der Zeit am Schillerplatz
in Lampertheim ein, wo schon der Bürgermeister und Vertreter
der Presse warteten (und Herr Grix natürlich). Zuerst mussten
aber die Springbrunnen auf dem Platz zur Kühlung herhalten.
Nachdem dann die ersten Liter Flüssigkeit gekippt waren, hielt
der Bürgermeister eine nette Ansprache und übergab einen
Brief mit einer Einladung zu einem Kongress an Minister Stolpe.
Nach ausgiebiger Pause fuhren wir dann pünktlich ab, wobei
die Abfahrt nochmals professionell fotografisch festgehalten
wurde.

DE-RN4 Lampertheim - Worms:
----------------------------------------
Hach, welche Wohltat, nach den mittlerweile fast 130 km
ganz gemütlich daherzockeln zu können. Unser Pacemaker
war Carmen, die ordentliche 15-18 km/h vorlegte. Das gab
dann auch mal Gelegenheit, das eine oder andere Foto zu
machen. 

Kurz vor der Rheinbrücke bei Worms bat Carmen dann um
Unterstützung, da sie die Steigung bei dem Hoppelweg auf der
Brücke aus eigener Kraft kaum noch schaffen würde. Da wir 
diesen Fall schon eingeplant hatten, hatte ich eine 5m lange
Bandschlinge aus meiner Bergsteigerkiste dabei. Damit hängten
wir Carmens Dreirad an Helmuts Langlieger, und das Thema
Brücke war gegessen. Direkt hinter der Brücke erwarteten uns
dann nicht nur Presse und ADFC, sondern auch schon das Team
von DE-A5. Die Fotos müssen recht eindrucksvoll geworden
sein, wir waren ja nun zwischen 15 und 20 Fahrern (sorry,
hab' den Überblick verloren). Ziemlich pünktlich machten wir uns
dann auf die letzte Teilstrecke nach Guntersblum.

DE-RN5 Worms - Guntersblum:
----------------------------------------
Axel und DE-A5-Fahrer lotsten uns aus Worms heraus auf
die B9. Die war zwar stark befahren, aber kein echtes Problem
(außer daß ich wegen des Lärms fast mein klingelndes Handy
überhört hätte), da man auf dem Seitenstreifen mit wenigen
Ausnahmen ganz flott vorankam. Apropos flott: durch die 
gemütliche DE-RN4 Etappe hatten wir alle offensichtlich neue
Kraft geschöpft, dazu der Rückenwind, jedenfalls standen auf
meinen Tacho so zwischen 27 und 30 km/h. Da ich nicht mehr 
genau wußte, wie weit es noch war, setzte ich erstmals
mein daheim vorbereitetes GPS ein, und das zeigte nur noch 
7km an. Wir würden also deutlichst vor dem vereinbarten
Zeitpunkt einlaufen, sogar noch früher als die Gabriels ihre
(Team DE-A6) Ankunft geplant hatten. Sofort rief ich Christoph 
an und fragte nach, wie weit es denn die Gabriels noch hätten.
Kurz darauf rief er mich zurück und meldete, daß sie in 10
Minuten da sein würden. Na prima.

Kurz vor Guntersblum setzte sich dann die schnelle DE-A5 
Truppe ab, aber Ulf und Sabine auf ihrem Tandem ließen 
sich nicht abschütteln!. Ich warf auch meine letzten Körner
ins Spiel, aber bei 33 km/h war definitiv Schluß - kein Wunder
nach 158 km. Als ich dann zum Bahnhof einbog, kam mir 
die Ausreißertruppe entgegen mit der Nachricht, daß die 
Gabriels noch nicht da seien. Ich fuhr kurz zum Bahnhof 
und wieder zurück zur B9, und da waren sie dann doch
schon da.

Am Bahnhof gab es dann eine Pause, weil ein Schutzblech
abmontiert werden musste und vor allem, damit sich 
noch Wolfgang Ritter etwas erholen konnte, da er ja die
Strecke bis Bingen weiter fahren wollte. Respekt!
Ich montierte meine die letzten zwei Schilder an den
Rädern der Gabriels, und dann fuhren sie los.

Ich gab Axel die Speicherkarte meiner Kamera (Kurt
ebenfalls), damit er sie möglichst schnell ins Internet
konnte, und dann fuhren wir sofort zu unserer
Pension zum Duschen. Danach setzten wir uns
noch in den Pfälzer Hof zum verbliebenen Rest vom
DE-A5 Team, Axels Vater kam noch dazu, und es wurde
ein gemütlicher Abend. Als dann draussen die Welt
unterging und es schüttete wie aus Kübeln, dachten wir
an das arme DE-A6 Team, das sich da durchkämpfen
mußte. Daß das Gewitter teilweise heftige Folgen hatte,
sahen wir auf der Rückfahrt in Germersheim, wo zwei
Pappeln direkt auf den Rheinradweg gefallen waren - Bäume
mit einem Durchmesser von fast einem halben Meter!
Bild kann hier heruntergeladen werden:
http://www..huennebeck-online.de/download/rad/Rheinradweg_4.6.2005.jpg
(137 kB).

So, Schluß jetzt, ich muß Duschen und dann ins Bett.
Über die heutige Heimfahrt berichte ich morgen weiter.

Nur eines noch: ein ganz ganz großes Dankeschön an
alle, die diese Etappe organisiert haben. Es hat alles ganz
hervorragend geklappt. Jeder Pressetreff war perfekt 
vorbereitet: Dank an Erhardt Vortanz vom ADFC
(Germersheim), Manfred Grix (Wiesloch und Lampertheim)
und Carmen Brück (Worms). Auch die Routenplanung und 
-findung hat perfekt geklappt: Dank an Wolfgang Ritter 
(Germersheim - St Leon), Gotthelf Kern (St. Leon - Wiesloch),
Helmut Zimmermann (Wiesloch - Lampertheim) und Axel
Beckert (Lampertheim - Guntersblum). So macht organisieren
richtig Spass!

Tschüß
Andreas

Rheienfolge (Gregor Siemoneit)

Beitrag eingetragen am 05.06.05 um 09:46

 

Reihenfolge (Gregor Siemoneit)

Beitrag eingetragen am 05.06.05 um 09:58

Na die Berichte hätte ich auch gleich in die richtige Reihenfolge bringen 
können. :-) 

Bericht Etappe CH 1 (Michael Dörbeck)

Beitrag eingetragen am 05.06.05 um 10:40

Lieber Christoph, Hanno und die 70 übrigen FahrerInnen.

Mit einiger Verspätung nun von meiner Seite der 1. Teilbericht der ersten 
Etappe:
  a.. Die Spannung ist seit Tagen gestiegen:
  b.. Sehr spät erfahre ich von Florenz, dem schnellen Basler Velokurier-Fahrer, 
dass er doch noch ein passendes Liegerad ausleihen konnte - leider ohne Heck 
(was ihn dann viel Schweiss kosten wird)
  c.. Die Presse reagiert erstaunlich interessiert auf meine Anfrage: Fototermin 
Montag abend, Interview am Dienstag abend, Radio-Interview am Mittwoch
  d.. Obwohl schon die 4. Eustaff für mich, bin ich so nervös wie noch nie.
  e.. Donnerstag abend ca. 21:15 treffen die beiden Flo's (Florian und Florenz) 
bei mir ein. Nun fängt die Bastelei an: Aus einer PET-Flasche noch schnell eine 
Art Camelbag geschustert (ohne Mundstück, daher wird Florian den Schlauch 3 
Stunden im Mund behalten), noch eine Umwerferpinne zurechtbebogen, Beleuchtung 
montiert,...
  f.. Zu spät ins Bett, um bereits 02:30 wieder aufzustehen und ein gutes Müesli 
geniessen.
  g.. Am Bahnhof Biel ist um 03:20 schon einiges los: Zeitungsleute - allerdings 
nicht wegen uns, sondern weil sie Zeitungen verteilen...
  h.. Da wir in Laufen, wo Frederik zu uns stossen wird,  nicht warten möchten, 
verschieben wir unsere Startzeit nochmals um 5 Minuten.
  i.. Christoph anrufen und ihm unseren Start mitteilen und dann los.
  j.. Schon bald geht's bergauf, aber wir müssen erst warm werden. Bis Sonceboz, 
wo der eigentliche Pass beginnt, kommen noch ein paar Flachetappen, wo wir schon 
mal das Durch-die-Nacht-Rauschen kosten dürfen.
  k.. Dann kommt der Pass "Pierre-Pertuis". Die Autobahn geht unten durch. 
Normalerweise haben mich die beiden Flo's hier abgehängt, aber diesmal kommen 
wir gleichzeitig oben an - eine Stunde nach unserem Start, und die Nacht ist 
schon nicht mehr stockdunkel - fast schade.
  l.. Nun geht's bergab: in den steilen Abfahrten bin ich nicht so mutig, da 
ziehen sie mir davon; aber im leichten Gefälle oder flachen Abschnitten mache 
ich 'mal die Führungsarbeit und Florenz (ohne Heck!) setzt seine Velokurierbeine 
voll ein: Bei Temperaturen um 8°C ist er am Schwitzen!
  m.. Hauptstrassen sind tolle Schnellfahrwege, wenn der motorisierte Verkehr 
fehlt. Die Radstreifen am Rand meiden wir, da dort in den Schluchten immer 
wieder kleineres Geröll 'rumliegt, und fahren voll in der Mitte der Spur.
  n.. Bei Geschwindigkeiten zwischen 35 bis 75 könnte sogar ein süchtiger 
Motorradfahrer entwöhnt werden!!
  o.. Da es nach 05:00 und das Nachtfahrverbot vorbei ist, überholen uns die 
ersten Lastwagen - und der Luftdruck drückt mich mit meinem hohen F40 zur Seite.
  p.. Das Timing geht genau auf: Etwa 7 Minuten nach Ankunft von Frederiks Zug 
fahren wir in Laufen ein, dort geht alles sehr schnell:
  q.. Frederik von weitem sehen, Drucklufthupe betätigen, Frederik schwingt sich 
auf sein Aufrecht-Tourenrad und schafft gleich einen Weltrekord: Beschleunigung 
von 0 auf 40 in 3 Sekunden (oder etwas mehr)! Ich bin verblüfft. Aber der 
Windschatten hinter den flachen Liegern ist für ihn nicht sehr wirkungsvoll.... 
siehe hier weiter den Bericht von ihm!
  r.. Insgesamt erstaunlich: Für die Strecke von 93km variert die Fahrzeit zum 
3. Mal nur um 5 Min.!
  s.. Frederik und Claudia: nochmals herzlichen Dank für die kulinarische 
Verwöhnung!
  t.. Euphorisch entschied ich dann, die Strecke wieder zurückzufahren. 
Allerdings meldete sich dann die Erschöpfung: Nach mehreren Muskelkrämpfen und 
heissen Fusssohlen brauchte ich diesmal 32 Minuten länger
Allen weiteren viel Erfolg und Spass!
Michael Döhrbeck

(Teil-)Bericht CH-A1 (Frederik Anhäuser)

Beitrag eingetragen am 05.06.05 um 10:45

Hallo,

warum nur Teilbericht? Als Immer-noch-nicht-Liegeradler wollte ich Michael,
Florian und Florenz den Spaß nicht verderben, auf der Abfahrt vom hinter
Biel liegenden Col de Pierre Pertuis das Birstal hinunter es richtig rollen
zu lassen. So bin ich erst in Laufen (d.h. nach 2/3 des Wegs) dazugestossen:
5 min Wartezeit am Treffpunkt, dann kamen um 5:30 Uhr die drei auch schon um
die Ecke geflitzt. Frustrierend, wie Michael locker an einem vorbeiziehen
kann, wärend ich selber am Limit fahre. Aber dafür gab er mir dann
getreulich Windschatten, und das Tempo pendelte sich bei 38 km/h ein. Blauer
Himmel, die Sonne geht auf, leichter Rückenwind -- was will man mehr.

In den Basler Vororten verdichtete sich der Verkehr etwas, aber wir wurden
nicht wirklich aufgehalten -- am meisten vielleicht noch von einem Radler,
der genau in der Mitte des Wegs fuhr, unbeirrt durch Hupen und Klingeln ;-).
Durch Basel ging es ebenso im Sauseschritt, und auch die Grenze nach
Deutschland erforderte keinen Halt. Endspurt zum Bahnhof Weil am Rhein: die
Uhr zeigt 6:18. Perfekt -- wir verschnaufen etwas, und 6:25 kommt
(ausnahmsweise pünktlich) der Zug aus Offenburg mit dem nächsten Team an.
Die Briefe werden ausgetauscht, ein paar Fotos gemacht, dann ist es 6:30 Uhr
und ich führe mit Michael den Claus, Uwe und Martin durch Weil zum Stauwehr
Märkt. Gut: das Grenzübergangstor ist offen, so können sie wie geplant
weiterfahren. Florenz und Florian frühstücken derweil schon bei mir zu Hause
(am Weg, kurz vor dem Bahnhof Weil); Michael und ich gesellen uns dazu. Die
Rechnung, mit der Übergabe am Bahnhof Weil die Startzeit für DE-A2 möglichst
weit vorzuverlegen, ist also aufgegangen. An der nächsten Eustaff sieht man
sich wieder!

Viele Grüße

Frederik Anheuser

Bericht zu DE-RN4+5 und den Vorbereitungen (Axel Beckert )

Beitrag eingetragen am 05.06.05 um 10:46

Sodele, nachdem ich dann gestern nach dem Bilder-Hochladen anstoßen
doch noch zu meinem verdienten Essen kam und anschließend erstmal gut
geschlafen habe, hier ein Bericht von DE-RN4+5 sowie zu den
Vorbereitungen. Ich erlaub' mir einfach mal, das mitrein zunehmen.

EUSTAFF?
========

Urs, der ja schon den DE-A5-Bericht geschrieben hat, hatte mich auf
der SPEZI auf die EUSTAFF aufmerksam gemacht und da mein Wohnort
Guntersblum Etappenziel war, ging mir der Gedanke, mitzufahren, nicht
aus dem Kopf. Lange Zeit habe ich gegrübelt, welche Etappe denn die
richtige für mich sei, von den Zeiten und der Entfernung meiner
Kondition entsprechend kam aber nur DE-A6 ein Frage, die mir aber von
der 2003er Streckenführung auf der B9 sowas von gar nicht zusagte.
Schließlich ist ein Teil davon mein Arbeitsweg und ich weiß, warum ich
mit dem Rad dtrotzdem ie Betonplatten-Holper-Radwege fahre.

Doch dann erschien plötzlich die DE-RN-Tour auf dem Routenplan und es
war schnell klar, daß ich dort mitfahren will. Die Entfernung von DE-RN4+5
(damals noch nur DE-RN4 genannt) schien mir zwar ein wenig
weichei-mäßig, aber der Schnitt entsprach meinen Vorstellungen meiner
Kondition.

Vorbereitungen
==============

Also an die Liste geschrieben, daß ich da mitfahren will. Dank einem
etwas intelligenteren Mailinglisten-Programm, daß auf meine Tricks
nicht reinfallen wollte, kam das aber nie an, also habe ich Christoph
Hipp und Andreas Hünnebeck direkt angeschrieben.

Zwei Wochen vor der EUSTAFF dann die erste Generalprobe: Jeweils die
beiden potentiellen Streckenführungen von Lampertheim nach Worms
(später DE-RN4) und von Worms nach Guntersblum (später DE-RN5)
auskundschaften. Hinzus über die offizellen Radwege rückzus über Land-
und Bundesstraße. Hinfahrt ab 16:30 Uhr, Rückfahrt teils im Dunkeln.

Schon auf dem Hinweg fiel auf, daß zwischen Mettenheim und Osthofen
eine größere Baustelle ist. Später verläuft die Strecke auf einer
alten Bahnlinie, recht schmal, mit feinem Schotter und vielen
Drängelgittern. Und auch die Einfahrt zu diesem Radweg ist schwer zu
finden. Die B9 hatte zwar auch ihre Macken: Auf etwa 5km ist der
ansonsten so hilfreiche Mehrzweckstreifen so mit Schlaglöchern
gespickt, daß auch meine vollgefederte Hornet I nicht viel dagegen
half. Ärgerlich auch war, daß es, als ich in Lampertheim ankam Sonntag
18:30 Uhr war, daß das Cafe Schiller (Etappenziel in Lampertheim)
sonntags bereits um 18:00 zumachte. Nunja, es gab netterweise auch
eine Eisdiele um die Ecke, die umsatzfreudigere Öffnungszeiten hatte

Im großen und ganzen verlief die Tour ganz nett, aber die letzten km
auf der B9 sank der Schnitt auf dem Tacho immer mehr und den im
Endeffekt 18er Schnitt wollte ich nicht auf mir sitzen lassen.

Bis zur EUSTAFF hat sich dann noch einiges bewegt in Sachen Orga: Es
gab nicht nur mich, der von Worms aus nach Lampertheim fuhr, um dann
rückzus bei der EUSTAFF mitzufahren: Gerhard Stoll und Carmen Brück
tauchten auf der auf der Liste der Mitfahrer von Lampertheim nach
Worms auf, die gemeinsame Fahrt von Worms nach Lampertheim bald
geklärt.

Carmen ist zwar querschnittsgelähmt, was sie aber nicht davon abhält,
Rad zu fahren: Auf einem selbstgebauten Tadpole-Trike strampeln ihre
Beine durch einen Computer gesteuert und elektrisch stimuliert. Klingt
schon beeindruckend und ist noch beeindruckender, wenn man es sieht.

Außerdem hatte Carmen einen weiteren Pressetermin in Worms
organisiert, sodaß die Etappe DE-RN4 in DE-RN4 und DE-RN5
aufgesplittet wurde. Dies kam auch meiner Kondition entgegen, da eine
zusätzliche Pause sowie ein runtergesetzter Schnitt von Lampertheim
nach Worms nicht schaden können. ;-)

Andreas Hünnebeck hatte sich bei der Organisation der Pressetour
mächtig ins Zeug gelegt. Im Briefkasten fand ich einen Brief mit einer
kompletten Routenbeschreibung, Kontaktdaten aller Fahrer der
Pressetour und von DE-A5 und -A6 sowie der Organisatoren. Weiter waren
pressewirksame, laminierte EUSTAFF-Schilder fürs Rad mit dabei. Was
die "II" auf meinem Schild bedeutete, kam mir allerdings erst, als
ich beim Treffpunkt in Worms sah, daß auf Carmens Schild eine "13"
stand. Meine römische 2 war also eine lateinische 11. :-)

Der Tag der EUSTAFF
===================

Auch wenn dann beruflich bedingt einige der vorgehabten
Trainingsrunden nicht zur Ausführung kamen, so fühlte ich mich recht
fit, als ich am Freitag um 12:30 Uhr in Guntersblum zum Treffpunkt in
Worms aufbrach.

Ich fuhr auch diesesmal auf dem Hinweg den Radweg über die Dörfer und
war nicht schlecht überrascht, daß es diesesmal noch eine weitere
Baustelle auf dem Weg gab, die sich aber durch einen Abstecher in ein
Wohngebiet umfahren ließ. Ich fuhr gemütlich, hatte ja Zeit, kam aber
trotz 3 Bft. Gegenwind mit einem 19er Schnitt in Worms an. Und zwar
ca. 40 Minuten zu früh. Aber ein schattiges Bushäuschen machte das
Warten angenehm. Ausgemacht war ein Treffen um 14:30, Carmen trudelte
aber ebenfalls früher ein, d.h. kurz Gerhard angerufen und wir fuhren
dann gegen 14:20 los. Carmen hatte außerdem noch drei wohl spontane
Begleiter dabei, sodaß wir uns zu sechst auf den Weg nach Lampertheim
machten.

Es war eine recht bunte Truppe: Carmen im Tadpole-Dreirad, Gerhard auf
einem normalen Tourenrad, da sein Flevobike defekt war und Carmens
Begleiter auf einem Faltrad unbekannten Herstellers, einem Tourenrad
mit Anhänger und einem vor kurzem erst günstig erstandenen,
gebrauchten Mountainbike sowie ich auf meinem Kurzlieger.

Die Wormser Nibelungenbrücke über den Rhein war kurz nach dem Start in
Worms schon die erste Herausforderung: Nicht nur, weil ich hinter
Carmen, die gemütlich, aber sehr konstant mit 5km/h die Rheinbrücke
hochfuhr, Probleme hatte, das Gleichgewicht auf meiner Hornet zu
halten, sondern auch weil die Rheinbrücke für den Autoverkehr
einseitig gesperrt war und uns neben Auspuffgasen und Feinstaub von
den auf beiden Seiten vor der Baustellenampel mit laufenden Motoren
wartenden Autos auch ein leckerer Teergeruch in die Nase stieg.

Auf hessischer Seite war alles wieder angenehmer: Ein asphaltierter
Radweg durch die Felder, nette Gespräche, ein bißchen Rumblödeln: Wir
hatten Spaß. Zwischendurch rief Christoph an, daß die Pressetour ihre
zwischenzeitliche Verspätung in einen Vorsprung von ca. 10 Minuten
umgebaut hat und das Treffen in Lampertheim an der Europabrücke
vermutlich etwas früher stattfinden wird als bisher geplant. Für uns
aber alles kein Problem, da wir ebenfalls super in der Zeit lagen.

Als gegen 15:45 bei knallender Sonne die Auffahrt zur Europabrücke vor
uns lag, entschieden wir spontan nicht auf der Brücke sondern im
Schatten der Wohnhäuser am Fuß der Brücke zu warten. Wie Carmen dann
feststellte, hatte ich mir meinen Sonnenbrand allerdings bereits
geholt. Um 12:30 Uhr durch knallende Sonne zu radeln ist halt doch was
anderes, als erst um 16:30 Uhr loszuradeln, wie ich es bei meinen
Trainingsrunden tat, falls diese nicht sowieso erst nach Einbruch der
Dunkelheit losgingen...

Ich kramte mein Händi raus, um Andreas Hünnebeck anzurufen, daß wir
kurzfristig den Treffpunkt etwas verlegt haben. Just in dem Moment, wo
ich seine Nummer angewählt hatte, klingte es und er war dran:
Perfektes Timing. Sie waren gerade in Lampertheim-Heide aus dem Wald
gekommen und seien in Kürze da. Und kurz darauf rauschten auch eine
ganze Ladung Liegeradler die Brückenauffahrt herab, ebenfalls bunt
gemischt, zumindest für Liegeradverhältnisse: Streetmachines,
Eigenbau-Tieflieger, Eigenbau-Janus-Liegetandem, etc.

Es gab ein freudiges Hallo und einen Anruf, ob wir denn jetzt schon
(mit ca. einer Viertelstunde Verfrühung) zum Pressetermin in
Lampertheim im Cafe Schiller kommen könnten. Aber dort war alles
vorbereitet, sodaß es recht schnell wieder weiterging.

Es war recht spaßig, das kurze Stück mit so einer großen Meute
Liegeradler durch Lampertheim zu sausen und dann lautstark am
Schillerplatz einzufallen.

Dort gab es kalte Getränke und Obst, einiges an Presse, den Herrn von
Wirtschaft in Bewegung und -- kleine Springbrunnen im Boden, was
einige gleich für eine kleine Dusche von unten nutzten. Es gab viele
neugierige und erstaunte Gesichter und für den Bürgermeister (glaube
ich) eine Runde auf dem Janus-Tandem. Nachdem sich alle etwas gestärkt
hatten, gab es noch ein paar Fotos mit dem ganzen Horde, Helmut
berichtete der Presse von seinen Vorbereitungen und dann war auch
langsam wieder Aufbruchsstimmung.

Auf der kerzengraden Landstraße von Lampertheim nach Worms brachen
viele kurz mal aus der mit Carmens Geschwindigkeit von ca. 18 km/h
dahinradelnden Truppe aus preschten vor und machten Fotos oder gingen
pinkeln. Leider gab es hier keinen Seitenstreifen auf dem wir radeln
konnten und so gab es hin- und wieder einige etwas aggressivere und
recht knapp überholende Autofahrer und auch den einen oder anderen
Stinkefinger.

Kurz vor Rosengarten dann die Frage von Andreas, wie fit ich noch sei.
Wir bräuchten jemand, der Carmen über die Brücke zieht, da sie merke,
daß ihre Kraft nachlasse. Ich fühlte mich noch fit (waren ja erst 40km
für mich) und sagte zu, aber Helmut meinte, er hätte auch noch
"Körner" und da er insgesamt eine deutlich bessere Kondition hatte,
entschlossen wir, daß er den Abschleppdienst macht. Andreas war gut
vorbereitet und packte kurz vor der Brücke ein Gurtband aus und
bereitete alles vor. Nur Carmen fehlte plötzlich. Leichte Panik, das
Heraussuchen von Händis, aber dann stellte sich raus, daß Carmen nur
an der Fußgängerampel um die Ecke bei rot stehenbleiben mußte.

Helmut war dann auch wirklich beeindruckend: Er zog Carmen mit seinem
Langlieger schneller über die Rheinbrücke als sie auf der Hinfahrt
die Rheinbrücke hochgefahren ist. Das hätte ich wohl nicht geschafft.

Auf der anderen Seite der Rheinbrücke das große Hallo: DE-A5 war vor 5
Minuten angekommen (allerdings ohne Erika, siehe Urs' Bericht) und ein
Pressefotograf und jemand vom ADFC war auch schon da. Nachdem sich
alle begrüßt hatten wurde einen Moment diskutiert, wie und wo man am
besten Fotos von der Truppe machen könnte und entschied sich dann für
ein gestelltes Foto, bei dem die Truppe eine Allee parallel zur
Rheinbrücke vom Rhein heraufkommend fotografiert werden sollte. Der
Fotograf hatte sich zum Fotografieren dann auch mutig der Truppe
mitten in den in den Weg gestellt, mußte aber bei der Dichte an
Radfahren dann doch irgendwann beherzt beiseite auf den Grünstreifen
springen.

Die Truppe verabschiedete sich in Worms von Carmen und ihren
Begleitern sowie wenn ich mich recht entsinne auch von Hubert Lutz.

Anschließend wurde noch ein wenig gequatscht und über die Durchfahrt
durch Worms an den Stellen, an denen die B9 für Radfahrer gesperrt
ist, diskutiert: Gerhard kannte einen Weg, von dem ich zwar vermutet
hatte, daß er existiert, den ich aber nicht gefunden hatte und der im
Gegensatz zu meiner Variante das zweimalige Überqueren der B9
überflüssig machte. Wir fuhren alle auf dem recht breiten, mit feinem
Kiesbelag versehen Fuß- und Radweg neben der B9 los, aber die meisten
sind dann doch recht schnell auf die B9 gewechselt. Anschließend ein
kurzer Umweg durch die Hafenstraße und über einen mit Gehwegpflaster
versehen, schmalen Radweg um die Sperrung der B9 für Radfahrer zum
Umfahren, dann durch die Eisenbahnunterführung und anschließend gab's
bis kurz vor Guntersblum einen Mehrzweckstreifen neben der B9, sodaß
uns entgegen der Sorgen von Rüdiger Gabriel von DE-A6 der Verkehr
praktisch keinen Ärger machte.

Auf dem Mehrzweckstreifen zog auch das Tempo gut an. Mein Tacho zeigte
zu meiner Überraschung regelmäßig 30 km/h und mehr. So flott war ich
auf längeren Strecken noch nie dauerhaft unterwegs. Aber irgendwie
hatte ich keine Probleme damit. Gruppendynamik regelt! ;-)

Unterwegs habe ich mich dann noch recht nett mit Berhard, Wolfgang und
Kurt unterhalten, aber als dann kurz vor Gunterbslum sich Helmut
zurückfallen ließ und vorne die Truppe ein Wettrennen begann und
anfing, Traktoren auf der B9 zu überholen, habe ich langsam aber
sicher auch den Anschluß verloren. Ich überholte zwar noch ein Pärchen
nicht zur EUSTAFF gehörender Radfahrer mit ca. 28 km/h, aber die Luft
war raus und ich kam mit ca. 500m Abstand zum vorhigen Pulk am hinter
eine S-Kurve liegenden Etappenziel an.

Nur war außer Ulf keiner da. Der Rest war schon Richtung Bahnhof
unterwegs, um zu schaue, ob die Gabriels schon da waren, da man sich
anscheinend mit ihnen nicht auf den eigentlich vorgesehenen Treffpunkt
einigen konnte, da sie den Bahnhof favorisierten. Nachdem sie dann
kurz darauf unter der Eisenbahnunterführung auftauchten, sind wir dann
doch alle zu Bahnhof geradelt, wo es eine mir recht formell und steif
vorkommende Begrüßung der Teams untereinander gab.

Der Abend
=========

Nach der Übergabe und einer kleineren Reparatur am Ostrad Adagio von
Carmen Gabriel teilte sich die Gruppe auf: Wolfgang fuhr mit den
Gabriels DE-A6 mit, Stefan und nochjemand verschwanden direkt in den
nächsten Zug gen Süden und der Rest radelte zum Pfälzer Hof, wo ich
einen Tisch reserviert hatte.

Nachdem alle dort angekommen waren, bin ich mit 3 CF- und einer
SD-Karte (insgesamt um die 350 MB Bildmaterial) heimgeradelt, um die
Bilder so schnell wie möglich ins Netz zu bringen. Das herunterrechnen
dauerte dann doch eine ganze Weile, sodaß ich erst gegen kurz nach 20
Uhr (die Uploads liefen noch, aber die laufen ja auch ohne zugucken
:-) wieder in die Garage taperte, in der mein Fahrrad stand. Kaum war
ich in der Garage, fing ein Gewitter an und es prasselte teilweise
recht stark herunter. Während ich wartete, daß der Regen nachließ,
klingelte noch das Telefon und ein Freundin war dran und hatte
Probleme mit Windows. Viel konnte ich ihr nicht helfen, aber nachdem
ich aufgelegt hatte, ließ der Regen wieder nach. Also Regenjacke
anziehen, Regenschutz für die Packtaschen rauskramen und -- Da ging
draußen ein kräftiger Graupelregen los. Und da ich sowieso noch in
Haus mußte, weil ich was vergessen hatte, habe ich dann auch noch die
Autoschlüssel geholt und bin dann doch mit dem Auto zurück zum Pfälzer
Hof. Während dem Kilometer Fahrt hörte der Regen zwar kurz auf, aber
beim Aussteigen regnete es wieder in Strömen -- Murphy's Law. DE-A6
tat mir leid.

Die anderen waren fast alle schon fertig mit Essen als ich kam, aber
das war nicht schlimm. Es gab viel zu erzählen und es war ein netter
Abend. Gegen 21 Uhr verließ uns dann Urs (der fast seine Banane
vergessen hatte) in Richtung Fähre Kornsand -- zum Glück hatte der
Regen wieder aufgehört. Gegen 22 Uhr sind dann auch die restlichen
EUSTAFFler in Richtung Heia gegangen und ich saß noch ein Weilchen mit
meinem Vater im Pfälzer Hof, der zufälligerweise am EUSTAFF-Freitag
hier in der Gegend beruflich zu tun hatte und im Pfälzer Hof
übernachtete. "Also so ein Liegerad, das wäre eigentlich auch was für
mich" meinte er und ich habe ihm gleich eine Liegerad-Appetizer von
den Liegeradprofis in die Hand gedrückt. :-)

Man sieht sich auf der Spezi oder spätestens auf der nächsten EUSTAFF.

Gruß, Axel
-- 
/~\\                                   | Axel Beckert
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Bericht zur Etappe DE A10 (Thomas Freyer)

Beitrag eingetragen am 05.06.05 um 10:48

Ein Hallo an alle Eustaff-Fahrer und -Fahrerinnen,

hier nun ein kurzer Bericht zu unserer Etappe Krefeld - Lüdinghausen.

Nachdem die Etappe bis zur vorletzten Woche noch unbesetzt war, hatte ich
mich überzeugen lassen, diese mitzufahren. Von Christoph hörte ich, dass
ich noch zwei weitere Mitfahrer habe (Lutz und Udo). Nachdem am Dienstag
auch Hubert noch eingestiegen war, hat er aufgrund seiner Ortskenntnisse
im Bereich Dinslaken - Lüdinghausen die Etappe überarbeitet und es ist
dann eine sehr schöne Strecke geworden. Durch die Streckenführung über
Dinslaken wollten wir das dicht bebaute Ruhrgebiet recht schnell
verlassen. Aufgrund der Kürze der Zeit hatten wir die Strecke jedoch nicht
Probe gefahren.

Da es von meinem Wohnort keine Zugverbindung nach Krefeld pünktlich zum
Start am Samstag morgen gab, bin ich schon am Freitag abend angereist.
Lutz und Udo wollten auch Freitag mit dem Zug kommen, Hubert sich am
Samstag bringen lassen.

Nachdem Lutz und Udo in Duisburg den Anschlußzug verpasst hatten, bin ich
nach Ankunft in Krefeld erst einmal zu unseren Dachgeberin Anna gefahren
(herzlichen Dank auch nochmal an dieser Stelle) - ca. 40 Minuten durch
Krefeld geirrt, weil ich mich total verfranst hatte, die vor Ort
erhaltenen Auskünfte nicht hilfreich waren und Anna telefonisch nicht
erreichbar war. Lutz und Udo kamen dann später - statt der Bahn hatten sie
sich für die Anschlußstrecke Duisburg - Krefeld doch für ein
zuverlässigeres Verkehrsmittel - ihre Räder - entschieden. Haben dann noch
etwas erzählt und uns schlafen gelegt (voraussichtliche Startzeit: 06:33)

Aufstehen um halb sechs. Nach dem Frühstück zum Bahnhof. Auf dem Weg
dorthin rief Hubert an, dass er bereits da sei. Er erzählte, dass Start
wohl erst 07:20 sei - fast im gleichen Moment rief Christoph an, Frank und
Bernward meinten noch etwa 30 Minuten zu brauchen. Und waren doch eher da.
Nach kurzem Hallo und dem obligatorischen Foto bei der Weitergabe des
"Staffelholzes" Start um 06:55 nach Lüdinghausen.

Start bei fast blauem Himmel. Meine Aussage im Gespräch mit Christoph,
wenn das so bleibt müssen wir bald die Sonnencreme herausholen, erwies
sich als etwas voreilig (wir hatten meist recht bewölkten Himmel, sind
aber vom Regen verschont geblieben). Wir verloren - die wir sowieso ein
gemäßigtes Tempo geplant hatten - zusätzlich noch Zeit durch rote Ampeln.
Hier rächte sich die fehlende Probefahrt. Wenn es so weiter ginge, würden
wir unser selbst gesetztes Zeitziel nicht einhalten können. In Dinslaken
machte Lutz dann den Vorschlag, dass die beiden schnelleren Fahrer
vorfahren sollten um zumindest den Zeitplan einzuhalten; ihm sei
wichtiger, dass wir mit der Eustaff in der Zeit bleiben, als unbedingt
alle zusammen anzukommen. Hinter Dinslaken haben wir uns dann getrennt. So
konnten beide Gruppen ihr Tempo fahren.

Damit fuhren Hubert und ich voraus. Bis Dinslaken waren wir tendenziell
mit Seitenwind grobe Richtung Nordosten gefahren - nun ging es eher in
östlicher Richtung, was sich durch einen deutlichen Rückenwind bemerkbar
machte. Aufgrund Huberts Ortskenntnisse konnten wir ohne irgendwelchen
Suchaufwand die Strecke zügig fahren. In Dorsten haben wir bei ihm eine
kurze Frühstückspause eingelegt um dann weiter über Haltern nach
Lüdinghausen zu fahren, wo Bernd und seine Mitfahrer uns schon erwarteten.
Übergabe des "Staffelholzes", Foto, Rückmeldung an Christoph und Info an
Lutz (Hubert wollte am Bahnhof auf Lutz und Udo warten; ich wollte, so
meine Kraft es erlaubt, noch mit dem nächsten Team etwas weiter fahren und
dann irgendwann mich nach Hause verabschieden).

Bis Dissen habe ich mich doch noch in den Windschatten gehängt. Nach einer
halben Stunde mußte ich mir zwar eingestehen: wenn das Tempo so weitergeht
- das hälst du keine Stunde durch. Eine (leichte) Temporücknahme gab's
dann doch. Über diese Etappe sollten aber andere berichten.

Für mich, der ich das erste Mal die Eustaff mitgefahren bin, kann ich nur
sagen, es hat mir viel Spass gemacht. Beim nächsten Mal bin ich gerne
wieder dabei.

Gruß

Thomas

Bericht DE-A5 Wörth-Gunthersblum (Stefan König)

Beitrag eingetragen am 05.06.05 um 10:50

Puenktlich, praezise, perfekt
=============================

Frei nach einem bekannten deutschen Lied "Ich fahr so gerne (Liege-)Rad ... wenn 
die Sonne scheint und die Winde (von hinten) wehn! Und natuerlich wenn es keine 
technischen Probleme wie vor zwei Jahren gibt.

Nachdem wir in Woerth zu fuenft losgefahren sind kamen mindestens vier von 
unserer "Neben"strecke in Worms und dann, zusammen mit der groesseren Gruppe von 
Andreas Huennebeck, in Guntersblum an. Unser fuenftes Mitglied, die tapfere 
Erika Ciesla, hatte auf dem ersten Viertel der Etappe sehr gut mitgehalten, sich 
dann aber entschieden, uns andere vier verrueckten Raser doch davonheizen zu 
lassen und die weitere Tour etwas mehr zu geniessen. Zu Erikas weiteren 
Erlebnissen liefert sie uns einen separaten Bericht.

Da der Wind genau von hinten kam sind Guenter (auf dem Rennrad), Bernhard, Urs 
und ich dann relativ entspannt mit 30 bis 35 Sachen durch die verschiedenen 
Doerfer auf der bekannten Route (war jetzt das vierte Mal dabei) gerollt, ohne 
zusaetzlichen Pausen ausser Stops an Ampeln und hinter langsamen Autofahrern und 
ausser einem etwa 30sekuendigen Halt meinerseits, um etwas Fluessigkeit aus 
meinem Kofferraum herauszuholen (habe die anderen dann wieder eingeholt). Fuer 
die weitere Deponierung meiner Trinkflaschen hat sich dann Bernhards oben 
offener "Kofferraum" (eigentlich ein schwarz angemalter Karton auf dem 
Gepaecktraeger) in bester Weise geeignet, so dass gelegentliches "Nachtanken" 
waehrend der Fahrt fast aehnlich wie bei der "Luft-zu-Luft-Betankung" problemlos 
moeglich war.

In Worms hat sich der ortskundige Guenter an die Spitze gesetzt und uns zum 
Festplatz gelotst, wo bereits der oertliche ADFC-Abgeordnete auf uns wartete. 
Kurz danach trudelte auch die Mannschaft von Andreas Huennebeck ein, welche an 
diesem Tag schon massenhaft Pressetermine und reichlich Kilometer hinter sich 
hatte (vgl. dazu den separaten Bericht). Der Fotograf vom Wormser Tagblatt hatte 
auch nicht lange auf sich warten lassen, und auch ein Redakteur der oertlichen 
Presse wurde mit reichlich gedruckten und gesprochenen Informationen eingedeckt.

Das letzte Stueck nach Guntersblum wurde sozusagen als "Liegerad-Demo" mit 
schaetzungsweise 10 Fahrzeugen und einer Person mehr (in Worms kam u.a. ein 
"back-to-back-Liegetandem dazu) absolviert, und auf meiner vierten Eustaff und 
gleichzeitig der dritten als stolzer "Teamchef" oder "Etappen-Guru" durfte ich 
nun endlich die ganzen Grussbotschaften der Eustaff hoechstpersoenlich 
befoerdern.

In Guntersblum kamen wir fast zeitgleich mit der dreikoepfigen Nachfolgetruppe 
an, die nach kleinerer Reparatur und nach dem obligatorischen Uebergabefoto auch 
bald wieder losgeprescht ist. Die ganzen Ankoemmlinge hatten dann 
unterschiedliche Ziele, manche zum Duschen, manche fuer einen kleinen Umtrunk in 
die Wirtschaft.Nur ich bin dann gleich mit dem ersten Zug wieder heimwaerts 
gefahren, da ich nach den laeppischen ca. 97 km mit einem Durchschnitt von knapp 
29 km/h (Halt in Worms nicht eingerechnet, also Tacho-Durchschnitt) noch 
ziemlich frisch und relativ ausgeruht war und abends noch mit jemandem was 
unternehmen wollte (okay, ich geb`s zu, mein Flux S-Comp mit dem 
stroemungsguenstigen Kofferraum war aerodynamisch etwas im Vorteil, den 
Rueckenwind hatte ich ja schon erwaehnt, und Windschattenfahren hat mir schon 
immer Spass gemacht!).

Also dann: Bis zur naechsten Eustaff!

Stefan Koenig

Bericht DE-A6 Gunthersblum Bingen (Rüdiger Gabriel)

Beitrag eingetragen am 05.06.05 um 10:52

Hallo, Ihr Flachfahrfilosofen,

nun habt das Team DE-A6 es öko-verträglich geschafft - obschon Carmen
heute noch einen Arbeitstag zu absolvieren hatte - um 18:18 in
Guntersblum per Liegerad und Bahn einzutreffen. Das war eine dreiviertel
Stunde vor dem Start laut Liste. Umso verblüffter waren wir, das Team
DE-A5 schon an der
B 9 in Bahnhofsnähe auf uns warten zu sehen. Mit sieben Fahrern waren
sie eingetroffen, dabei ein Liege-Tandem. Sie sind fröhlich auf das
Risiko pfeifend auf der B 9 entlang geheizt?  Nach Fotos von der
Übergabe der vielen Briefe und einem  kleinen technischen Eingriff am
legendären Adagio, dem just heute das vordere Schutzblech nach den
Rüttelpisten in Schottland weg gebrochen ist, starten wir bei
strahlendem Sonneschein. Dankbar sind wir für die Begleitung durch
unseren alten Fahrensmann Wolfgang Ritter, der bereits bei mehreren
"Tour des Gourmets" in den Vogesen als versierter Frontmann dabei
gewesen ist und wohl auch bei TdG VII vom 8.-15. August wieder
teilnehmen wird.

Vielleicht halten mich die anderen Fahrer für ängstlich, aber meine
Erfahrung nach sechs Jahren als ADFC-Tourenleiter mit dem Thema "Reisen
auf dem Liegerad" sagt mir, daß das Fahren auf schnellen Straßen wie der
B 9 für eine radelnde Kleinstgruppe ein grundsätzliches und hohes
Gefahrenpotential birgt. 
Selbst Carmen, mit der ich gerade erst vorgestern 800 Kilometer auf dem
Liegerad in Schottland auf Nebenwegen abgeschlossen habe, hatte
ursprünglich bei unserer Routenplanung die Fahrt im Zuge der B 9 durch
Mainz begünstigt. Aber war diese bisher auf allen EUSTAFF gefahrene
Strecke wirklich der Weisheit letzter Schluß?

Für "Kilometerfresser" ist Geschwindigkeit das wichtigste Ziel. Für den
eingefleischten Genussradler ist der Betrachtungswinkel anders: Wie kann
ich eine akzeptable Geschwindigkeit erzielen, ohne mich stark zu
gefährden? Wie kann ich beim Fahren genießen, ohne dabei wirklich
langsam zu sein?
Natürlich hätte uns die B 9 flach am Rhein einen hohen
Geschwindigkeitsdurchschnitt beschert, aber sicherer erschien es, das
weniger befahrene rheinhessische Hügelland zu durchqueren, obschon es
sich durch Höhen von bis zu 200 Metern ausweist.

Bei der Erkundungsfahrt fiel Carmen sofort die Abgeschiedenheit des
Selz-Radwegs auf. Das waren ja hierzulande Verhältnisse wie in
Schottland! Der Radweg an der Selz ist durch hunderte von
Hinweisschildern für jedermann leicht zu finden. Er führt abseits der
Autostraßen durch die Natur und verbindet bestens markiert und gut
erkennbar die hiesigen vom Weinbau geprägten Ortschaften. Schnelles
Radeln durch diese Idylle vermittelt ein anderes Sicherheitsgefühl, als
Straßen zu benutzen, die für Autofahrer entworfen sind. Bekanntlich sind
Flüsse wie die Selz Einschnitte im Gelände und in deren Verlauf kommt
man im Allgemeinen zügig voran, weil sie ihrer Natur nach abschüssig
sind - zum wohl des Radlers!

Wir hatten ferner Glück, daß unsere heutige Etappe im Hellen verlief.
Aber das Gewitter, das auf halber Strecke seine düsteren Wolken über
unseren Köpfen zusammenbraute, war schneller da als wir uns vorzustellen
vermochten. Als sich spontaner, scharfer Wind erhob, um uns sich der
braune Staub wirbelnd von der Erde erhob und wir plötzlich nichts mehr
sehen konnten, unterbrachen wir unseren Abschnitt der EUSTAFF, indem wir
uns durch Brennnesseln kämpften, um im prasselnden Regen in die
nächstgelegene Scheune zu flüchten. Bei Carmen stachen die Brennesseln
sogar durch die Radelhose.

Die Zwangspause nutzten wir, um eine Banane zu essen und um zu trinken.
Bei Christoph Hipp hatten wir uns sofort telefonisch gemeldet, um nicht
als verschollen zu gelten. Danach aber begann erst unser wirklicher
Kampf. Zwar hatte sich nach fünfzehn Minuten der Orkan gelegt, aber
jetzt pfiffen uns die Böen frontal ins Gesicht und brachten auch noch
permanenten Regen mit. In Minutenschnelle waren wir naß bis auf die
Haut, obschon jeder von uns in der Zwangspause sein Regenzeug
übergestülpt hatte. Beim Weiterradeln erkannten wir erst die Wucht des
ersten Sturms. Über mehr als zwanzig Kilometer begleiteten uns jetzt
geborstene Bäume, abgebrochene Äste und Zweige lagen kreuz und quer auf
dem Selzradweg, so daß wir bis kurz vor  Bingen permanent aufpassen
mussten, um gerade nochrechtzeitig auszuweichen. EUSTAFF 2005 - ein
Abenteuer vom Allerfeinsten!

Der Dank unseres Teams gilt allen, die sich organisatorisch weit im
Vorfeld gekümmert haben, die integrierend andere Organisationen und
Teilnehmer anderer Länder angesprochen haben und auch allen, die, wie
wir, der EUSATFF-Idee die Treue halten.
Besonders stolz bin ich natürlich auf Carmen. Auch wenn ihr die
Streckenlänge von Anfang an suspekt gewesen ist und sie unterwegs mit
sich mehrmals besonders hart kämpfen mußte, so war sie doch als
Debütantin unter den Ladies heute Abend der Star.
Ein besonderes Lob gebührt aber dem EUSTAFF-"Novizen" Wolfgang Ritter:
Fast 200 Kilometer ohne nennenswerte Unterbrechung.
Und das im Alter von 60 Jahren.
Wolfgang, Chapeau!


Allen, die sich jetzt noch auf der Piste befinden oder befinden werden,
eine fröhliche, vor allem aber unfallfreie EUSTAFF!

Rüdiger Gabriel



Bericht DE-A7 Bingen Koblenz (Stefan Daniel / Stefan Pohl)

Beitrag eingetragen am 05.06.05 um 10:52

Dramatik von Anfang an

NAchdem ich die letzten Jahre immen voll Spannung die Eustaff-Berichte verfolgt 
hatte,
wollte ich dieses Jahr unbedingt auch mitfahrten und wurde kurzerhand gleich zum
Teamleiter der Etappe Gunthersblum - Koblemz gemacht. Einen wackeren Mitfahrer 
hatte
ich bald gefunden, viele andere, die ich fragte hatten keine Zeit oder trauten 
sich das
Tempo nicht zu. Und ich bekam auch langsam sorgen ob der Größe der Strecke, aber
zum Glück und zu meiner Erleichterung wollten Rüdiger "VeloCase" Gabriel und 
seine
Carmen auch fahren und auch nicht so eine lange Etappe so dass wir uns die 
Strecke
geteilt haben. So bleib für uns das schönste Stück Rheintal von Bingen bis 
Koblenz.
Wir sind dann unsere Etappe eines schönen Sonntag Morgens abgefahren. Stefan mit
seinem Flevo und ich auf meinem Speedbike, 60km in 2 Stunden, der Tacho zeigte
einen 31er Schnitt und wir waren fix und alle und uns tat der Hintern weh.
Da wir in die Nacht hinein fahren sollten brauchten wir noch ein Quatier in 
Koblenz,
denn ein Zug zurück fuhr dann nicht mehr. Erst hatte ich an entfernte Verwandte 
gedacht,
aber die Hoffnung zerschlug sich. Dann mußte ich erstmal verreisen und auf 
einmal war
ein Tag vor Eustaff und wir hatten immer noch kein Quartier. Stefan war 
mittlerweile
auch nicht mehr im Dachgeber und der uns empfohlene Ottfried Milzer ging nicht 
ans 
Telefon.
Meine Nerven waren am Ende aber in der Situation hat mich Christoph Hipp erstmal 
beruhigt und
selbst nochmal versucht ein Quartier aufzutreiben. Damit war der Donneratag 
vorbei 
und Freitag
sollten wir doch schon fahren. Glücklicherweise konnte mir dann Frank Hertstein 
noch
Ottfrieds Handy-Nummer geben und zu meiner großen Erleichterung konnte ich dann 
Ottfried
erreichen und er sagte sofort zu. Dann war ja alles klar. Am Freitag Nachmittag 
haben 
wir
dann noch Stefans Rad auf Akkulicht umgebaut, (denn mittlerweile war unsere 
Startzeit 
auf 22 Uhr
gewandert), ordentlich Luft auf unsere Reifen gegeben und ich packte noch ein 
zusatzpolster in meinen Sitz.
Zum Abendessen haben wir uns den Bauch reichlich mit Nudeln gefüllt, aber in 
meiner 
Nervosität
hätte ich immer weiter essen mögen.
Nach einem letzten sorgenvollen hören des Wetterberichtes sind wir in aller Ruhe 
zur 
S-Bahn
nach Friedrichsdorf gerollt, nach Frankfurt gefahren und wollten mit der S1 
weiter nach
Wiesbaden. Die kam schon mit 5 Min Verspätung rein und trödelte weiter bis sie 
sie 
mit fast
15 Min Verspätung Wiesbaden erreichte. Bei einer Umsteigezeit von 16 Min 
leuchtete 
uns schon
die Panik in den Augen, aber der Nahverkehrszug fuhr erst ab, nachdem wir unsere 
Räder reingewürgt hatten.
UFF! Nun entspannen bis Rüdesheim. Draußen konnten wir mittlerweile das Unwetter 
zu 
beobachten
wie es blitzte, schüttete und stürmte. Unsere Sorge galt Rüdigers Team, das wir 
jetzt 
da draußen wußten.
In Rüdesheim raus und mit der Fähre nach Bingen übergesetzt. Dabei bekamen wir 
noch 
die letzten
Tropfen ab, dann hörte es zum Glück auf. Nach einer dreiviertel Stunde und drei 
Bananen kamen sie angerollt.
Wir übernahmen die Briefe und jei ein Eustaff-Schild fürs Rad und ab gings. Da 
aber 
Stefan meinte,
dass das meine Gepäckbox mein Rücklicht fast verdeckt, hab ich es in einem 
kurzen 
Halt wieder
entfernt, damit man wenigstens die Reflexaufkleber gut sieht. Mein 
Diodenscheinwerfer 
3W mit
Rotationssymetrischer Optik hat sich gut gewährt, alle Leitpfosten und 
Verkehrsschilder waren gut ausgeleuchtet
und die Engegenkommenden haben immer sehr früh abgeblendet :)
Was wir mit Wetter Glück hatten (die Straße war fast wieder trocken) hatten wir 
pech 
mit Baustellen.
Zwei rote Baustellenampeln wegen einspuriger Verkehrsführung auf 
Schlaglochpiste. Und 
in Rens, das
wir durchfahren wollten um den Berg der Umgeungsstrasse zu vermeiden, gab es 
noch 
eine weggebaggerte Straße :(
So kamen wir mit  10 min Verspätung in Koblenz an, obwohl wir schneller gefahren 
waren 32,4er Schnitt laut Tacho.
Beim nächsten mal sollte ich solche möglichen Zwangspausen gleich mit einem 
Zuschlag 
in die Fahrzeitschätzug
einrechen, auch wenn bei der Testfahrt alles glatt ging. Während der 
Ankunftsfotos 
kam auch schon Ottfried
angerollt, um uns Abzuholen.
Während das Nächste Team dann schon mit den Briefen loszischte, mußte ich mich 
erst 
noch mit einem Wurstbrot stärken,
bevor wir uns nach Lahnstein aufmachten. Dort kehrte wir erst noch im "Wirtshaus 
an 
der Lahn" ein, dem neuen Trefflokal der
"Anonymen Pedaliker" wo wir bei einigen Glas Wein und einer guten Kartoffelsuppe 
noch 
in kleiner Runde
saßen und erzählten. Ein empfehlenswertes Lokal, wo Liegeradler willkommen sind. 
Dann 
sind wir weiter zu Ottfrieds
Wohnung gefahren wo wir noch bis zum Morgengrauen weiter erzählten. Nach einem 
oppulenten Spätstück
(wir sind erst um 11 aufgestanden) verabredeten wir uns gleich für die nächste 
Eustaff und dann brachen wir gegen
12.30 zur Rückfahrt auf. Erst mit kräftigem Rückenwind die Lahn hoch, dann quer 
über 
den Taunus bis wir gegen 20 Uhr
  nach ca 115 km wieder zu Hause waren.
Wir sind uns einig, unsere erste Eustaff hat viel Spass gemacht und soll nicht 
die 
letzte bleiben.
Nun möchte ich nur noch mal ganz besonder Christoph Hipp danken, der uns ganz 
fantastisch betreut hat.
Stefan Daniel


Eustaff am Ziel in Berlin ! (Hanno)

Beitrag eingetragen am 05.06.05 um 13:29

Die Eustaff 2005 hat ihr Ziel Berlin so gegen 11:30 erreicht.
Das Team um Andi Erben, Nicolai Neumann und Mega-man Chrisitan Aschenberg sind 
nach einer ereignislosen 185-km riesen-Etappe in Berlin angekommen und fahren 
nun shcon bei der Sternfahrt mit. Sie haben noch etwa 1 Stunde nach den 
vorherigen Verspätungen wieder heraus gefahren. 
Nun bin ich aber auch froh, dass es dieses Jahr wieder trotz einiger 
Widrigkeiten wieder geklappt hat. Es war wieder spannend und ich denke, das 
Eustaff-Feeling war wieder voll da. alle Teams, mit denen ich gesprochen habe, 
waren ganz euphorisch, Nacht, Nebel und andere Unbillen konnten die Eustaffler 
nicht aufhalten. Ich bin nun gespannt auf die Manöverkritik.
   Hanno

Etappe DE-B9 Puttgarden ? Bad Oldesloe (Peter Spiegel)

Beitrag eingetragen am 05.06.05 um 14:49

Alle an die Ruder! ? Eustaff 2005
Etappe DE-B9 Puttgarden ? Bad Oldesloe

Das Wetter war sonnig mit stürmischem Wind aus Westsüdwest ? zu dumm, wenn man 
gerade mehr oder weniger in diese Richtung fährt.
Als wir am Ferryterminal auf die Fähre aus Rødby mit Torben Scheel warteten, 
türmten sich im Westen Dunkelblaue Wolken auf. Die Fähre kam termingerecht, 
nachdem wir noch etwas gegessen hatten und wir empfingen Torben mit seinem 
selbstgebauten Tieflieger. Er berichtete von stürmischem Gegenwind.  Die 
Übergabe der Botschaft war wie immer schnell und wir starteten in den Gegenwind. 
Auf dem Weg durch Fehmarn konnten wir uns häufig hinter Hecken vor dem Wind 
verstecken, der Regen ließ noch auf sich warten. Auf Fehmarn konnte ich noch 
fotografieren ? aber wir waren erst ein paar Kilometer auf dem Festland als die 
Wolken sich entluden und uns mit Regen überschüttete. Zeitweise konnte ich durch 
die beschlagene, regenbedeckte Brille nur schemenhaft die Lichter der Autos und 
die Begrenzungspfähle erkennen. Von der Straße war nichts mehr zu sehen und sie 
hätte eher den Namen ?Wasserstraße? tragen können. 
In Neustadt wurde es noch mal gefährlich, als ein fetter Mann in einem fetten 
Auto uns die Vorfahrt nahm und die bremsenden Räder auf dem nassen 
Kopfsteinpflaster keinen Grip hatten. Zum Glück blieb alles heil und es blieb 
bei einem kurzen, kräftigen Wortwechsel. 
Während eines Ampelstops ging neben uns ein Fenster auf und jemand fragte mich:? 
Bist Du nicht aus Elmshorn?? Ich erkannte den ehemaligen Mitarbeiter unsere 
Radler ? Stammkneipe, der nach Neustadt gezogen war.
Hinter Neustadt führte uns Hardy auf einen Radweg (!), was zur Trennung des 
Teams führte ? nein, nicht weil wir uns darüber zerstritten ? zuerst war der 
Hinterreifen von Tom Seeger platt, zwei Kilometer später meiner. Nachdem der neu 
eingelegte Ersatzschlauch durch einen Montagefehler aufgrund steif gefrorener 
Hände wieder die Luft ließ, entschieden wir uns zur Halbierung des Teams. Heike 
und Hardy sollten den Brief abliefern und Tom und ich machten die Backup ? 
Fahrer. Danach hielt sich der Regen zurück, so dass die nasskalten Hände und 
Füße wieder anfingen zu leben. Die von Hardy ausgesuchte Strecke ist 
landschaftlich sehr schön und verdient es, noch einmal mit Genuss bereist zu 
werden. 
Hardy hatte uns eine Wegbeschreibung mitgegeben, die aber einen Fehler enthielt 
? so dass wir uns verfranzten. Es gab aber eine Querverbindung durch die Wiesen, 
wie uns Hardy per Telefon  mitteilte. Auf halber Strecke kam er uns entgegen.
Auf dem Bahnhof wartete Heike und berichtete von der Übergabe an die 
Folgestaffel und dem Pressetermin.
Im Fahrradabteil drehten wir erstmal die Heizung auf um die Kälte aus den steif 
gefrorenen 
Knochen zu vertreiben. In Hamburg stand schon mein Zug nach Elmshorn bereit.
Die letzten zehn Kilometer von Elmshorn nach Siethwende waren kein Problem ? 
Wind und Regen hatten sich gelegt, denn jetzt lohnte es sich nicht mehr Eustaff 
? Fahrer zu ärgern...


Teamfahrer und Tieflieger

Heike Bunte (Merlin)
Tom Seeger (Toxy ZR)
Hardy Rasch (Optima Baron)
Peter Spiegel (Toxy ZR)

Nachlese DE-RN-1-5 (Andreas Huennebeck)

Beitrag eingetragen am 05.06.05 um 15:00

Hallo allerseits,

wie versprochen berichte ich jetzt noch über unsere Heimfahrt. Helmut, 
Kurt, Sabine, Ulf und ich hatten ja in Guntersblum übernachtet. Nach 
einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns bei frischen Temperaturen
(frisch jedenfalls im Vergleich zur gestrigen Hitze) auf die alte B9, um über
die Dörfer nach Worms zu fahren. Die Strecke war praktisch leer, und die 
zwei Baustellen ließen sich noch ganz passabel befahren. In Worms 
besichtigten wir den Dom und entschieden, dem rechtsrheinischen 
Rheinradweg zu folgen. 

Also querten wir auf der Rheinbrücke auf die andere Seite und folgtem
den Radweg, der den Ortsrand von Lampertheim streift. Das ist eine sehr
schöne Ecke, direkt auf einem Damm an einem Altrheinarm mit Yachtclubs
und einigen Freiluftkneipen. Wir wollten aber erst an der Fähre über den 
Altrheinarm im Mannheimer Industriegebiet pausieren. Leider hatte die 
Fähre aber gerade Mittagspause, und weil wir nicht so lange warten wollten, 
fuhren wir über eine Brücke weiter südlich und verfranzten uns dann, weil 
die Radwegbeschilderung nicht vorhanden bzw. fehlerhaft (gleichzeitig 
geradeaus und rechts abbiegen - was soll das?) bzw, bis zur völligen 
Unleserlichkeit verblichen war (man konnte mit viel Mühe gerade noch 
erkennen, daß es sich überhaupt um ein Radwegschild handelte). 

Warum zum Donnerwetter kann man für die Radwegbeschilderung nicht
vernünftige Schilder in ausreichend großer Schrift in wetterfester Farbe
an den richtigen Stellen aufstellen? Man merkt hier ganz klar, welchen 
echten Stellenwert der Fahrradverkehr trotz aller Bekenntnisse bei den 
Politikern in unserem Land hat (wen wundert's, wenn die verantwortlichen 
Damen und Herren ihren persönlichen Chauffeur haben), und wie wichtig 
es ist, solche Aktionen wie die Eustaff durchzuführen. 

Nach einer Wasserauffüllpause an einer Tankstelle schafften wir es dann
doch noch hinüber nach Ludwigshafen, aber auch da gab es immer wieder
Probleme mit der Radwegbeschilderung. Die Schilder waren zwar nicht 
verblichen, aber in so kleiner Schrift, dass zumindest ich auf Schrittempo
abbremsen mußte, um rechtzeitig reagieren zu können. So fuhren wir 
mehrfach in die falsche Richtung und merkten das erst beim Passieren
des Schilds; d.h. anhalten umdrehen und umdrehen. Manchmal standen
die Schilder auch erst 10m hinter einem Abzweig! Das kostet soviel Zeit
und verhindert ein halbwegs flottes Vorankommen. 

Man stelle sich vor, auf der Autobahn gäbe es 1km vor einer Ausfahrt keine 
Ankündigungsschilder und das Ausfahrtsziel selbst stünde ebenfalls erst 50m
hinter der Ausfahrt. Jeder Autofahrer lacht über so eine Vorstellung, aber 
beim Fernradverkehr ist das der Standardzustand! 

Ein älterer Herr auf einem Solexmofa von 1979 brachte uns dann auf den
richtigen Weg nach Alltrip, und dort wollten wir auf den Rheinradweg. 
Anscheinend ist aber die Baustelle, die Erika Ciesla schon bei der Eustaff
2003 so behindert hatte, immer noch nicht fertig, jedenfalls mussten auch 
wir uns gut 1 km durch losen Schotter und Sand quälen. Zwei Jahre sind 
anscheinend nicht ausreichend, um mal 1km eines Fernradwanderwegs 
mit einer vernünftig fahrbaren Decke zu versehen.

Danach war aber der Rheinradweg wie gewohnt gut, und bald waren wir 
in Speyer. Helmut hatte mit Ulf mittlerweile das Rad gewechselt, weil er 
auch mal Tandem fahren wollte. Er bat zwar Sabine um Ankündigung 
der Kurven, weil er sonst noch seekrank würde, aber man sah ihm an, 
was für einen Spaß er dabei hatte. Wir ließen es uns deshalb auch nicht 
nehmen, im Schrittempo die Flaniermeile vom Dom bis zum alten Stadttor
zu fahren, entlang an vielen Straßencafes, und wir erregten dabei 
ordentlich (positives) Aufsehen! So ein Back-to-Back macht echt Gaudi!

Nach einer ausgiebigen Eispause in einem Straßencafe verabschiedeten
wir uns von Helmut, der über den Rhein nach Hause fuhr, und machten 
uns dann mit Highspeed (Windschattenfahren bis zum Andocken ;-) auf
den Weg nach Germersheim, um den schleichenden Plattfuß von Kurts
Tieflieger nicht flicken zu müssen. Er hielt dann auch bis Germersheim
durch, wo wir uns von Kurt verabschiedeten. Die restliche Strecke bis 
Karlsruhe ließen wir es etwas gemütlicher angehen; ich merkte auch 
langsam ein Loch im Magen, obwohl mir die Schokolade schon fast 
aus den Ohren kam. 

In Karlsruhe verabschiedete ich mich von Sabile und Ulf und fuhr dann 
mit den letzten Körnern die restlichen 8km nach Hause. Beim Bücken 
zum Schuhausziehen sah ich dann kurzzeitig die Sterne, also war ich 
gerade noch rechtzeitig nach Hause gekommen. Ich ließ die Dusche 
deshalb erst mal sein und fuhr ein reichhaltiges Abendessen ein (Danke
an Caro fürs Kochen), um die Speicher wieder aufzufüllen. Danach 
konnte ich meine Neugier nicht mehr beherrschen und setzte mich 
an den Computer, um die Eustaff zu verfolgen und den Bericht zu
schreiben.

Fazit: die Eustaff hat sehr viel Spaß gemacht, und die Rückfahrt hat
uns immer wieder die Wichtigkeit der von der Eustaff verfolgten Ziele
vor Augen geführt. 


PS: Während der DE-RN Etappe hatte ich mein GPS an. Den gefahrenen
hat das GPS komplett mitgeschnitten, der Track kann im GPSTrans-Format
hier heruntergeladen werden (71 kB):

http://www.huennebeck-online.de/download/rad/Eustaff-2005-DE-RN-GPStrans-Track.
txt


PPS: Herr Grix hat mich noch darauf aufmerksam gemacht, daß mein
erster Bericht eine Ungenauigkeit enthält, die ich hiermit gerne korrigiere:
 
Der Bürgermeister in Lampertheim hat uns einen Brief übergeben 
mit der Einladung zu dem 3.Bundeskongress Wirtschaft in Bewegung 
"Mit dem Fahrrad zur Arbeit, zur Schule, zum Einkaufen" 
Auf dessen Internetseite (http://www.wirtschaftinbewegung.com/)
sind auch die ersten Bilder von Wieslch zu sehen.


Bericht Etappe A 14 (Wulf Oehlrich)

Beitrag eingetragen am 06.06.05 um 09:19

DE A 14: Walsrode - Uelzen,  "Geduldig warten ist eine Tugend"

Die Informationen der "Staffelroute" beruhigten uns bis in den Samstagabend 
hinein: Heinz spulte sein Programm der Doppeletappe Dissen - Sulingen - 
Walsrode wie ein Uhrwerk ab und wird sicherlich noch etwas herausholen. Er ganz 
allein unterwegs, da hatte ich doch ein leichtes Runzeln auf der Stirn, das 
passt nicht zu unserer Eustaff. Na, wird schon schiefgehen. Tat es auch: noch 
vor dem Start zu Hause konnten wir ein weiteres Stück "überbackene 
Korkenziehernudeln mit Spaghetti auf Bandnudeln" reinschieben, Heinz hatte 
einen Platten und Zeit verloren, aber bis zur abgemachten Treffpunktzeit um 
21.30 in Walsrode wird er es hinkriegen. Also los, Leute, auf zum Etappenstart, 
das Team war bereit und Christian unterwegs.

Kaum in Walsrode angekommen trafen dann so im 20 Minuten Takt die schlechten 
Nachrichten ein. Unfall, Polizei, Lenkerhalterung "auseinandergebröselt".....es 
wird noch dauern, so gut eine Stunde. Die Verstärkung seines Schlußspurtes von 
Nienburg bis Walsrode (Liegegruppe Nienburg mit Klaus Boße, Ralf (beide 
Streetmachine) und ADFC Fahrer Joachim Dierks Rennrad)), die sich erst in den 
letzten Tagen zusätzlich eingebracht hatten und dann natürlich noch eingeplant 
wurden, wartete auf erlösende Nachricht und stand ebenfalls in den 
Startlöchern. Und wartete.

Wir verzogen uns zum Warten erstmal in die Gaststätte "La Brasserie" mit einem 
wachen Auge auf die Räder, an denen es ja so herrlich viel zu fummeln gibt. 
Nächste Nachricht: es wird noch später, vielleicht 2245 Uhr. 
Warten......Christian wird zu seinen Aktivitäten befragt, wir haben ja 
reichlich Zeit. Als die Gläser leer sind verziehen wir uns nach draußen, 
vielleicht kommen sie ja doch bald um die Ecke gesaust und wir können zumindest 
noch einen Rest der Dämmerung für die Fahrt nutzen, und warten. Dabei sehe ich, 
daß Hermann nicht sein Rennrad dabei hat, mit dem er schon gemeinsam mit uns 
trainiert hat und mit dem er trotz seiner 68 Jahre (kein Tippfehler, Hermann 
dürfte der älteste Teilnehmer sein, der je eine Eustaff Etappe gefahren ist!!) 
ein respektables und Eustaff-würdiges Tempo durchhalten kann, sondern ein 
Trekkingrad mit allem drum und dran: schwer, dicke stark profilierte Reifen, 
natürlich komplette Beleuchtung und -mich hauts um- Seitenläuferdynamo. "Ich 
bin wg der Nachtfahrt extra auf dieses Rad umgestiegen". Hmmmmmmm, ich hatte 
für die Etappe moderate 25 km/h vorgegeben, nun fürchte ich, dass ich mich von 
einem insgeheim erhofften und erwarteten deutlich besseren Ergebnis doch 
verabschieden kann. Warten.

Schließlich kommt Heike Boße per Auto und kündigt an, das sie in 15 Minuten da 
sind, Und sie hat noch einiges zu berichten: Heinz "sah gar nicht gut aus", und 
auch sein Fahrrad sei wohl einigermaßen demoliert, schalten kann er auch nicht 
mehr richtig. Und beim Treffpunkt in Nienburg sei er ausgestiegen, "aber er 
will die 160 km nach Hause noch radeln". Heinz, war war bloß alles bei Dir los, 
auf Deinen Bericht bin ich hochgradig gespannt! Warten.

Endlich kommen sie um die Ecke gesaust, es ist geschlagene 2245 Uhr. Und die 
übliche Zeremonie läuft ab, Briefübergabe, Liste ausfüllen, natürlich die 
wichtigen Fotos schießen, und dann erzählten sie noch vom Warten und Heinz´ 
Pech. Endlich hat das Warten ein Ende!

Über eine Nachtfahrt gibt es eigentlich wenig zu berichten, man sieht ja nix. 
Von wegen: wir waren noch nicht aus Walsrode heraus, da flog Andreas bereits 
die behelfsmäßig befestigte Stirnlampe vom Helm, der Batteriedeckel 
verabschiedete sich in die Dunkelheit und damit hatte Andreas bis zum 
Morgengrauen kein Frontlicht mehr. Was ihn offensichtlich wenig störte, er 
wurde von uns mit abgedeckt und hielt voll durch. Und bereits bei der ersten 
Steigung abwärts mußte Hermann abreißen lassen, meine Befürchtungen ob des 
Trekkingrades mit Seitenläuferdynamo bestätigten sich. Wir nahmen etwas Tempo 
raus. Was mich zu philosophischen Gedanken verleitete: wenn die Jungs im Team 
wüßten, an welchen sehenswerten Kulturschätzchen, hübschen Landschaftsbildern, 
alten Ortskernen, Historie in vielfältiger Gestalt wir hier am Rande der 
Südheide einfach vorbeisausen....zu schade. Im Gesamtbericht werde ich dazu mal 
etwas im Rahmen der Streckenerkundung sagen, für Interessierte. 

Nachtfahrt. Das kann heißen: immer im Windschatten der Vordermannes, rote 
Rückleuchte und strampelnde Reflektoren im Blick, Blendung durch 
entgegenkommende Autofahrer, keine optischen Reize oder Ablenkungen in der 
Landschaft, Verlaß auf den, der vorne Tempo macht und den Kurs bestimmt, ab und 
zu ein Schluck aus der Pulle. Nachtfahrt kann aber auch heißen: bißchen 
abreißen lassen, ganz allein und vom Verkehr weitestgehend ungestört vor sich 
hinpedalen, der freie Blick zum Sternenzelt oder -in diesem Fall- zu den 
jagenden Wolken, absolute Ruhe um sich herum, hängende Gedanken über Gott und 
die Welt, Erinnerungen erscheinen lebhaft im Auge und das herrliche Gefühl: so 
könnte es dauenrd weitergehen. Ich liebe Nachtfahrten!

Nach 42km wurde in Munster kurz gehalten und Hermann mit seinem Trekkingrad 
nach Hause verabschiedet, er hatte noch ganze 200m bis dahin! Schnitt bisher: 
25.3 km/h. Und bisweilen mußten wir hier aufpassen, es wurde Schützenfest 
gefeiert. Da läuft so mancher unvermutet und laut singend auf der Fahrbahn rum. 
Mal ganz abgesehen von den zerdepperten Flaschen, aber uns hat der Pannenteufel 
nicht behelligt.

Jetzt konnten wir ein Brötchen mehr auf die Waage legen und hoben den Schnitt 
an, unproblematisch, da der Verkehr sich weitestgehen von der Strasse verzogen 
hatte, es war immerhin schon nach Mitternacht. Da das Wetter entgegen den 
Erwartungen von Christian ("später gibt´s Dauerrregen") sich hielt, will 
heißen, dass es nur wenige Tropfen von oben gab, dazu der scharfe Wind des 
Tages sich etwas gelegt hatte und zudem günstig "von achtern" kam, war die 
Strecke bis Uelzen zu genießen. Nur mit der Telefoniererei hatte ich Probleme: 
wie sich herausstellte konnten alle mich gut verstehen, aber mein Handy 
schaltete den Ton stets bei der Erwiederung schnell ab. Mist! Immerhin schien 
die Anmeldung "in einer halben Stunde in Uelzen" noch bei Nicolai angekommen zu 
sein. Ich war ja gespannt, wer alles auf uns warten würde, denn ein Thema war 
bereits mit unserem späten Start in Walsrode erledigt: pünktlich schaffen die 
Teams das niemals nach Berlin, auch wenn unser Team (wie manche andere) etwas 
Zeit gegenüber der Vorgabe herausholt, die verlorenen 2 Stunden sind nicht 
aufzuholen. Christian hatte unterwegs noch den Vorschlag allein vorzusausen, 
aber ich halte bei vorbereiteten Teams nicht viel von solchen Aktionen, der 
Langsamste gibt für mich das Tempo an und das Team bleibt zusammen. Die 
verlorene Zeit wirft die Frage auf, ob man bei einer solchen Tour mit fixierter 
Ankunftszeit nicht doch 2-4 Stunden "Reserve" einplanen sollte. Dass das letzte 
Team dann ggf warten muß bis zur Fixzeit ist sicherlich leichter zu tragen als 
zu spät zu kommen.

Uelzen 0200 Uhr in der Nacht. Die "Hamburger Gäng" wartete sehnsüchtig am 
beleuchteten Hundertwasser-Bahnhof, der sogar bei diesem Wetter in der Nacht 
noch etwas hermacht. Trotzdem dauerte es mindestens 15 Minuten, bis 
die "Regularien" vollzogen waren, Brief getauscht, Fotos geschossen, Grüße mit 
auf den Weg und überhaupt, macht´s gut. Schon verschwanden sie rot leuchtend 
uns einen letzten Gruß rüberschickend. 

Wir schoben erstmal einen Riegel zwischen die Zähne, zogen uns etwas Trockenes 
an, warteten den ersten heftigen Schauer unter dem Bahnhofsdach ab und pedalten 
den gleichen Weg zurück, den wir gekommen waren, weitere 42 km warteten noch. 
Bisweilen leichter Nieselregen und permanenter Gegenwind, und eins kann ich 
Euch versprechen: bei dem Wetter in den "frischen, fröhlichen Morgen" 
hineinzufahren hat zumindest nix mit Romantik zu tun, die Welt präsentierte 
sich grau in grau. Um 0500 Uhr fischte ich den Hausschlüssel aus der Tasche, da 
wäre bald Zeit gewesen, die Fahrradbeleuchtung wieder auszuschalten.

Statistische Angaben. Teammitglieder: Christian Ascheberg, Andreas Schirmer, 
Jes Dietrich, Joachim Dierks, Hermann Rometsch, Wulf Oelrich. Gefahrene 
Strecke: 83,7 km. Gefahrener Schitt: 26,4 km/h. Vielleicht auch noch der 
Erwähnung wert: die ältesten drei Teammitglieder waren 55, 58 und 68 Jahre alt. 

Während ich dies schreibe sind die Letzten wohl gerade in Berlin eingetroffen. 
Hoffen wir, daß sie am Erlebnis in der Stadt noch ordentlich teilnehmen können 
und wünschen wir den "Gewittergeschädigten"  (Christoph sagte mir, daß es die 
gibt) und vor allem Erika toi-toi-toi und gute Erholung. Für mich war diese 
Eustaff wieder ein Erlebnis, deutlich langsamer "als sonst", aber mit ´nem 
Haufen an Eindrücken. Die Fotos gehen wie üblich an Hanno, ich muß sie aber 
erstmal alle einsammeln. Und die Nachtfahrten, ich liebe sie.....

Wulf 

Anekdote DE-RN1 (Andreas Huennebeck)

Beitrag eingetragen am 06.06.05 um 11:48

Noch eine kleine Anekdote vom Pressetermin in Germersheim,
die ganz typisch zeigt, wie wenig ein Fahrrad als Langstreckenfahrzeug
wahr genommen wird:

  Eine junge Reporterin fragte mich, wann denn der Brief in Berlin
  an Minister Stolpe übergeben werden würde. Ich sagte: "Am Sonntag um
  die Mittagszeit". Ihre Gegenfrage: "Also dann Sonntag in einer Woche?"
  Ich: "Nein, natürlich übermorgen!" --- Große Augen!

Tschau
Andreas

DE - B10 Bad Oldesloe - Uelzen (Dieter Schmidt)

Beitrag eingetragen am 06.06.05 um 12:47

DE - B10 Bad Oldesloe - Uelzen

Team: Nils Schmidt, Morten Himmel, Björn Schenk, Dieter Schmidt, 4 Tieflieger

Wir hatten den Hamburger Hauptbahnhof als Treffpunkt ausgemacht, um von dort 
mit 
dem Zug um 18:05 Uhr nach Bad Oldesloe zu fahren. Auf der Strecke, bei einem 
Zwischenhalt, fiel mein Rad um und ein anderes darauf. Beim Aussteigen war 
sofort 
klar, dass an meinem Rad ein Defekt war. Das Hinterrad lief nur noch sehr 
schwergängig. Das Schaltwerk war in die Speichen gedrückt worden, bei einer 
Schraube das Gewinde herausgerissen. Eine neue Schraube war nicht zu bekommen, 
da die Geschäfte alle geschlossen hatten. Ich dachte schon, dass die Eustaff 
für mich 
damit schon erledigt war. 
Aber mit einer Schraube von Nils Batterielichthalterung und zwei Muttern als 
Unterlegscheiben (die Schraube war viel zu lang), gelang es uns, das Rad wieder 
fahrbereit zu machen. Später in der Nacht wird sich dieses Provisorium wieder 
bemerkbar machen.
Hardys Sohn hatte uns am Bahnhof erwartet und geleitete uns als "Eustaff Scout" 
zum Treffpunkt. Dort erwartete uns schon eine Reporterin, und gemeinsam 
erwarteten wir die Ankunft der ersten Hälfte des B9 Teams, Heike und Hardy, die 
uns 
als Vorhut schon gute Wetterbedingungen vorausgeschickt hatten. 
Die beiden rauschten heran, die Unterlagen wurden übergeben und nach einigen 
Worten führte uns unser "Eustaff Scout" Marten aus Bad Oldesloe wieder heraus. 
Auf der Strecke rollte es sich herrlich. Die Sonne schien, der Wind, der im 
Laufe der 
Nacht immer mehr nachließ, störte wenig (er blies überwiegend von der Seite). 
Kurzum: Das Wetter war viel besser, als wir es erwartet hatten.
Nach der Hälfte unserer Strecke erfuhren wir, dass Heinz auf seiner Etappe 
Probleme 
hatte und die Übergabe in Uelzen sich verzögern würde. Wir hatten also alle 
Zeit der 
Welt.
Nach ca. 100km, in einem giftigen Anstieg, blockierte mein Hinterrad. Die Kette 
hatte 
sich zwischen Ritzel und Speichen eingeklemmt. Gut, dass wir reichlich mit 
Akkulichtern bestückt waren, sonst ist bei der kleinsten Panne in der Nacht 
Schluss. 
Aber auch das ließ sich wieder Richten, dass wir unsere Fahrt als geschlossenes 
Team fortsetzen konnten.
In Uelzen wartete Nicolai schon auf uns, und gemeinsam verbrachten wir einige 
Zeit 
im Hundertwasser Bahnhof bei guter Rock live Musik. Leider hatte die Küche 
schon 
geschlossen, aber flüssige Nahrung gab es noch.
Wir erhielten die Nachricht, dass die Übergabe um1:45 Uhr sein wird und 
pünktlich 
erschien ein Pulk aus Liegerad und Rennradfahrern.
Es war schon eine skurille Szene nachts um 2:00 Uhr vor dem Bahnhof, und wir 
erregten einiges Aufsehen .
Die Unterlagen wurden wieder übergeben, fotografiert und sich wieder auf den 
Weg 
gemacht. Björn und ich hatten uns überlegt, anstatt nach Jeebel weiter 
mitzufahren, 
uns auf den Rückweg nach Hamburg zu machen.
Leider hatte uns das Wetterglück dann verlassen. Es regnete, der Wind frischte 
wieder auf, diesmal direkt von vorn.
Nach einer 230 km langen Nacht, war ich um 6:00 Uhr wieder Zuhause.

Dieter Schmidt

Etappe DE-B9 Puttgarden – Bad Oldesloe (Peter Spiegel)

Beitrag eingetragen am 06.06.05 um 12:55

Alle an die Ruder! – Eustaff 2005

Etappe DE-B9 Puttgarden – Bad Oldesloe

 

Das Wetter war sonnig mit stürmischem Wind aus Westsüdwest – zu dumm, wenn man 
gerade mehr oder weniger in diese Richtung fährt.
Als wir am Ferryterminal auf die Fähre aus Rødby mit Torben Scheel warteten, 
türmten sich im Westen Dunkelblaue Wolken auf. Die Fähre kam termingerecht, 
nachdem wir noch etwas gegessen hatten und wir empfingen Torben mit seinem 
selbstgebauten Tieflieger. Er berichtete von stürmischem Gegenwind.  Die 
Übergabe der Botschaft war wie immer schnell und wir starteten in den 
Gegenwind. Auf dem Weg durch Fehmarn konnten wir uns häufig hinter Hecken vor 
dem Wind verstecken, der Regen ließ noch auf sich warten. Auf Fehmarn konnte 
ich noch fotografieren – aber wir waren erst ein paar Kilometer auf dem 
Festland als die Wolken sich entluden und uns mit Regen überschüttete. 
Zeitweise konnte ich durch die beschlagene, regenbedeckte Brille nur 
schemenhaft die Lichter der Autos und die Begrenzungspfähle erkennen. Von der 
Straße war nichts mehr zu sehen und sie hätte eher den Namen „Wasserstraße“ 
tragen können. 

In Neustadt wurde es noch mal gefährlich, als ein fetter Mann in einem fetten 
Auto uns die Vorfahrt nahm und die bremsenden Räder auf dem nassen 
Kopfsteinpflaster keinen Grip hatten. Zum Glück blieb alles heil und es blieb 
bei einem kurzen, kräftigen Wortwechsel. 
Während eines Ampelstops ging neben uns ein Fenster auf und jemand fragte 
mich:“ Bist Du nicht aus Elmshorn?“ Ich erkannte den ehemaligen Mitarbeiter 
unsere Radler – Stammkneipe, der nach Neustadt gezogen war.

Hinter Neustadt führte uns Hardy auf einen Radweg (!), was zur Trennung des 
Teams führte – nein, nicht weil wir uns darüber zerstritten – zuerst war der 
Hinterreifen von Tom Seeger platt, zwei Kilometer später meiner. Nachdem der 
neu eingelegte Ersatzschlauch durch einen Montagefehler aufgrund steif 
gefrorener Hände wieder die Luft ließ, entschieden wir uns zur Halbierung des 
Teams. Heike und Hardy sollten den Brief abliefern und Tom und ich machten die 
Backup – Fahrer. Danach hielt sich der Regen zurück, so dass die nasskalten 
Hände und Füße wieder anfingen zu leben. Die von Hardy ausgesuchte Strecke ist 
landschaftlich sehr schön und verdient es, noch einmal mit Genuss bereist zu 
werden. 

Hardy hatte uns eine Wegbeschreibung mitgegeben, die aber einen Fehler 
enthielt – so dass wir uns verfranzten. Es gab aber eine Querverbindung durch 
die Wiesen, wie uns Hardy per Telefon  mitteilte. Auf halber Strecke kam er uns 
entgegen.

Auf dem Bahnhof wartete Heike und berichtete von der Übergabe an die 
Folgestaffel und dem Pressetermin. Im Fahrradabteil drehten wir erstmal die 
Heizung au um die Kälte aus den steif gefrorenen Knochen zu vertreiben. In 
Hamburg stand schon mein Zug nach Elmshorn bereit.

Die letzten zehn Kilometer von Elmshorn nach Siethwende waren kein Problem – 
Wind und Regen hatten sich gelegt, denn jetzt lohnte es sich nicht mehr 
Eustaff – Fahrer zu ärgern...

 

Teamfahrer und Tieflieger

 Heike Bunte  (Merlin)

Tom Seeger  (Toxy ZR)

Hardy Rasch  (Optima Baron)

Peter Spiegel  (Toxy ZR)