Human Powered Vehicles e.V.

hpv



Eustaff 2002 Live-Bericht

Eine Stafette mit vielen enthusiastischen Fahrerinnen und Fahrern, die einen Brief mit Fahrrädern in vier Tagen und ohne Unterbrechung über 2509 km von KOPENHAGEN bis MARSEILLE durch sechs Länder Europas transportiert haben

Bericht als PDF

 

Author: Jürgen Ruddek mit Lars Huxmann und Ludwig Peters
Subject:  Bericht D6
Date: Sun, 4 Oct 2002 08:21
Um für die 54 km lange Etappe D6 Verden-Twistringen entsprechend ausgestattet
zu sein, mußten wir uns vorher noch zwei Tieflieger ausleihen. Mirko Götz aus
Stuckenborstel lieh uns sein Aeroprojekt-Tieflieger aus; hierfür möchte ich
ihm an dieser Stelle nochmals herzlich danken. Vom Räderwerk in Hannover
erhielten wir eine Speedmachine, die Lars noch am Tag der Eustaff-Etappe
morgens aus Hannover abholte. Somit waren wir optimal ausgestattet: Ludwig
bekam die Speedmachine, Lars fuhr das Aeroprojekt und ich erhielt Lars'
Agresti-Tieflieger mit Heckkoffer.
 
Lars lieh sich von Per, einem Freund von ihm, einen Camelbag, um während der
Fahrt Flüssigkeitsverluste auszugleichen. Lars meinte, dass schon 4%
Flüssigkeitsverlust zu 20% Energieverlust führen würden. Leider war der
Camelbag nicht gerade in einem sehr sauberen Zustand. Wir nannten ihn dann
nur noch "Gammelbag". Per meinte aber, man müsse sich deswegen keine Gedanken
machen, die dunklen Stellen (Pilzkulturen) würden sich nicht ablösen...

Um 19:00 Uhr trafen wir uns bei mir, um uns vorher noch mit einer
ordentlichen Portion Spaghetti zu stärken. Nachdem wir uns umgezogen, und die
Räder auf den Anhänger verladen hatten, fragten wir bei Chris nach, ob die
Staffel im Zeitplan liegt. Bis Verden benötigten wir noch eine Dreiviertel
Stunde Anfahrt.

Um 20:15 Uhr starteten wir dann Richtung Verden und übernahmen 5 Minuten vor
dem geplanten Zeitpunkt um 21:25 Uhr die Staffel. Lars zog sofort mit Tempo
40 km/h davon, Ludwig und ich hatten zwischen 35 und 38 km/h auf dem Tacho.
Die recht dunklen Kreisstraßen wurden von unseren leistungsstarken Lampen
ausreichend hell beleuchtet. Auf Schlaglöcher oder ähnliches brauchten wir
nicht zu achten, die gesamte Strecke war asphaltiert und in einem
ausgezeichneten Zustand. Es waren kaum Autos unterwegs, es war trocken und
windstill. Wir passierten eine Ortschaft nach der anderen. Lars Rücklicht war
schon bald nicht mehr zu sehen. Wir mußten insgesamt nur 6x abbiegen, Ampeln
hatten wir keine. Je weiter wir nach Twistringen kamen, umso hügeliger wurde
es. Nur an einer größeren Steigung bei Bruchhausen-Vilsen, die etwa ca. 2 km
lang war, holte Ludwig einen Vorsprung von 50 m heraus, den ich aber auf der
B6 bergab wieder aufholte. Die Zeit verging wie im Fluge, hin und wieder
bahnten sich Krämpfe in den Zehen an, die aber wieder vergingen.

Als wir an der letzten Abzweigung in Bassum wegen eines Autos abbremsen
mußten, rutschte mir die Kette von der Umlenkrolle. Diese Pause nutzte ich,
um Chris mitzuteilen, dass Lars etwa 10 Minuten früher in Twistringen
ankommen würde. Als wir dann genau nach 1,5 h Fahrt in Twistringen ankamen,
empfang uns Lars völlig durchgeschwitzt. Die Übergabe der Staffel an die
nächsten Fahrer um 22:45 Uhr verlief reibungslos. Wieder hatten wir
erfolgreich an einer Eustaff teilgenommen.

Bevor Per uns anschließend wieder nach Hause brachte, wurden noch schnell
ein paar Fotos gemacht. In Bremen verfolgte uns dann noch eine Polizeistreife
und fragte nach, was wir auf dem Anhänger geladen haben. Von einer Eustaff
wußten sie (leider) nichts.

Jürgen Ruddek mit Lars Huxmann und Ludwig Peters

 

Author: Benoît Dupeux (Übersetzt von Herbert Neher)
Subject:  Auszüge eines Eustaff-Berichtes
Date: Thu, 26 Sep 2002 22:06
in auszuegen der bericht eines eustaff teilnehmers (Benoît Dupeux), den
ich so interessant fand, dass ich ihn Euch nicht vorenthalten will.

herzlich
herbert

...Philippe Ravary ist im laufe des samstag nachmittag angekommen...Der rest
des tages wurde dazu benutzt, unsere maschinen vorzubereiten, meinen treuen
"Benzoïd" und seinen bei Optima Paris gemieteten "Lynx". Gegen 18 h schneien
die ersten meldungen rein: die staffette hat ordentlich vorsprung, wir
werden frueher als geplant losfahren muessen. Ich benachrichtige die
folgende staffel und erfahre, dass Jean-Philippe Battu [der 3. mann] nicht
kommen kann. So muss es weitergehen: ich dachte ich koennte am col de Couz
aufhoeren, aber jetzt werde ich mit Philippe bis nach Voreppe fahren.
Gegen 23 h sind wir dabei, mit dem auto nach annecy zu fahren, als das
telephon von neuem klingelt:  die Schweizer wurden durch ein heftiges
gewitter gezwungen, die stafette zwei stunden zu unterbrechen. Wir haben
also zeit, ein bisschen zu schlafen...
Neuer anruf um mitternacht. noch eine stunde verspaetung. Gegen 0h 40
schliesse ich endlich ein auge, da macht sich der wecker
bemerkbar...dummkopf....auf! wir springen in unsere autos in richtung
voreppe, wo ich meinen Nevada lasse, in vorausschau der rueckfahrt (in der
folge werden wir noch sehen, welch gute idee das war!). Ich springe in den
Scenic von Philippe wo schon ganz ruhig unsere hoellenmaschinen warten und
wir fahren nach Annecy, wobei wir ganz genau dem umgekehrten etappenweg
folgen, um uns gut die orte einzupraegen.

In Annecy angekommen, finden wir fast problemlos den treffpunkt und wir
bereiten uns vor. Fred hechelt mir telefonisch seine position, einige
minuten spaeter tauchen unsere drei energiker auf in ihren leuchtenden
klamotten, die durch die dunkelheit wandern. Nach einem warmen haendedruck
nehmen wir den brief an uns und fahren los. "Bis bald in Genf!" Als wir das
sagten, dachten wir nicht an das abenteuer, das uns erwartete.

Die steigung von Seynod erwaermt wirklich die beine, aber alles geht glatt.
Die muskeln kommen langsam auf betriebstemperatur und unsere beleuchtung
stellt sich als effizient heraus.... In der tat ist eine nachtfahrt was
besonderes. Man muss natuerlich schon ruhig blut bewahren, wenn man im
dunklen gefaelle sich mit ueber 50 runterstuerzt, wo die schlagloecher nur
darauf warten, dass man vorbei kommt. Man hat den eindruck in der
schwerelosigkeit zu schweben, weil fahrbahn und landschaft die selbe farbe
haben...schwarz. Meine diodenlampe verteilt einen blaeulichen schimmer vor
mir, von meinen vor mir auf und nieder tanzenden, in das geringste licht
reflektierende Lycra gehuellten schenkeln werde ich fast geblendet. Philippe
und ich rollen mit ungefaehr der selben geschwindigkeit...

...Am ende des sees drehen wir nach rechts, um in den Bourget-du-Lac
einzutaucchen, wo uns das erste wirkliche kletterstueck der etappe erwartet.
Vier oder fuend kilometer mit 10% steigung, damit man schon mal was im
schenkel hat, bevor's den col de Couz raufgeht. Alles klappt wie am
schnuerchen. Schon haben wir 50 km hinter uns und sind in den strassen Vo La
Motte Servolex. Es laeuft rund, keine sau weit und breit. Wir entdecken
einen grossartigen radweg, der ein wohnviertel quert und es uns erlaubt,
quatschend nebeneinander zu fahren.

Genau hier ist es passiert, dieser bloede bahnuebergang, der ohne vorwarnung
einfach unseren weg kreuzt. Ueberrascht vom hindernis, versteife ich mich
und versuche, meinen untersatz rechteckiger zu den schienen zu orientieren.
Uff!, g'rade noch gut gegangen. Aber sofort hoere ich ein grosses geschepper
hinter mir und einen erstickten schrei. Mein Philipp ist da, mitten auf dem
gleis und streckt alle vier hufe in die luft. Er erhebt sich sofort wieder
und unternimmt eine kleine inventur seiner anatomie...alles noch dran. Gut,
und das rad? Ooooh, ein kurzeer blick genuegt und wir begreifen, dsass wir
nicht rechtzeitig in Voreppe sein werden. Die felge ist verdeppert und der
reifen hat eine 10 cm lange klaffende wunde mit den ganzen strukturfaeden
drum herum. Das waere eine attraktion auf einer messe, aber es ist wenig
hilfreich fuer den col de Couz. Eines ist klar: Ein Continental Grand Prix
ist vielleicht leicht und schnell, aber um volles rohr mitten in der nacht
zu fahren, braucht man ein anderes modell.

Einige sekunden bleiben wir wie versteinert. Die lage ist schlimm, wir haben
die haelfte des weges hinter uns, es warten noch 50 km und zwei paesse bis
nach Voreppe. Ich weiss, dass Philippe besser in form ist las ich: die
loesung waere also, ihm mein vorderrad zu geben, damit er allein
weiterfaehrt. Aber was macht er, wenn er erneut eine panne hat? Eine kurze
untersuchung des hinteren reifens bestaetigt unsere befuerchtung: der ist
ebenfalls fertig und riekiert jeden moment, den geist aufzugeben. Wenn er
bis nach St. Laurent du Pont haelt, dann waer's okay. Wenn uns dort was
passiert, koennten wir immeer noch Marc Lesourd bitten, uns dort zu treffen
und unsere etappe zu verkuerzen. Aber wenn das problem im pass zum col de
Couz auftritt, koennen wir Marc nicht bitten, uns so weit entgegen zu
kommen, das wuerde die staffette vier oder fuenf stunden kosten. Wir spielen
die unterschiedlichen Szenarien durch und uns wird klar: wir muessen
reparieren. Wenn es uns gelingt, dass der Lynx bis zur passhoehe durchhaelt,
haben wir gewonnen.

Also an die arbeit! Waehrend Philippe die felge auf dem gehweg mittels eines
steines vom gleiskoerper schmiedet, wende ich mich dem schlauch zu. Der ist
ziemlich fertig; er wird schon von zehn flicken geschmuekct, zwei neue
wunden hat er. Zwei schoene schnitte von zwei zentimetern, seite an seite
und genau parallel, aufgetaucht genau da, wo schon ein xxl-flicken zuhause
war. Spitze sozusagen...Fast mein gaanzer vorrat an flicken geht drauf,
insgesamt fuenf, um diese bloede karnevalsblutwurst abzudichten. Eine
schlaflose oma kommt vorbei und tut so, als habe sie nichts
gesehen..."wahrscheinlich ausserirdische, die von ihrer fliegenden
untertasse gefallen sin, bei dem, was man alles am fernseher sieht, wundert
uns gar nichts mehr...

In der zwischenzeit hatte Philipe die fekge halbwegs hingekriegt und sich
dem reifen zugewandt. Ein paar verpackungen von energieriegeln, um
abzudichten und ein schoens stueck isolierband um reifen und felge, um alles
zusammenzuhalten. Nach mehreren aufpumversuchen scheint der reifen halbwegs
dicht zu sein. Nach 90 minuten reparatur fahren wir also weiter. Es scheint
dass alles haelt. Ich bleibe vorsichtig hinter Philippe, falls gleich wieder
was passiert aber bald geht er volle rotze in den col de Couz, voller frust,
soviel zeit verloren zu haben. Ich halte an, um mit Vincent Pfister und Marc
Lesourd zu telefonieren und ueber die sachlage zu berichten. In dieser zeit
ist Philippe in der ferne verschwunden...

...Auf der passhoehe immer noch kein Philippe in sicht. Umso besser, das
zeigt, dass die reparatur gehalten hat.Ich trete in die pedale und schmeiss
mich die abfahrt runter, ohne die nachricht zu sehen, die Philippe mit
kreide auf die strasse geschrieben hat (nichts wichtiges, nur, dass alles in
ordnung ist und dass er weiter faehrt. In diesem moment ist Philippe schon
mitten in der abfahrt. Da ihn die ersten kilometer der abfahrt immer
sicherer haben werden lassen, gibt er noch gas und faehrt in den tunnel, der
den beginn der hochflaeche von St. Laurent du Pont markiert. Ein auto folgt
ihm, das den tunnelausgang abwartet, um ihn zu ueberholen. Ploetzlich
marschiert ein schlagloch ueber die strasse und wirft sich vor das rad von
Philippe. Bumm! der reifen, der nur darauf wartete, zerplatzt. Die lage wird
kritisch. Phlipp gelingt es, sein gleichgewicht zu halten, er stellt die
fuesse auf den boden und zieht rutschend an den strassenrand, waehrend er
gleichzeitig bremst. Alles geht gut, das auto hat ihn nicht zermatscht.

Ich treffe ihn niedergeschlagen am ausgang des tunnels. Wir sprechen uns
schnell ab. Einer von uns muss ankommen. Philippe ist noch in form, aber er
ist sich nicht sicher, ob er allein den treffpunkt wiederfinden wird...

 

Author: Hanno Hirsch
Subject:  F20: Wörth - Offendorf
Date: Tue, 24 Sep 2002 14:28
Am Freitag Abend  (20.89.) holte Peter Christof und Andy vom Bahnhof ab und
brachte sie zu mir, wo wir dann mit Kräusenbier feuchtfröhlich die Vorfreude
auf die Staffel zelebrierten. Nach einer kurzen Nacht waren wir dann um 7:00
morgens auf den Beinen, geplante Übergabe war laut Planung um 9:40 am Samstag
morgen. Aber schon am Abend vorher zeichnete sich ab, dass die Staffel wohl
einen Vorsprung vor der Planung haben würde.

Nun, gegen 7:00 rief uns dann Thomas Traber vom Mannheimer Team an, dass er
schon irgendwo südlich von Speyer ist und einen Schnitt von 40 km/h wohl
weiter fahren wird, d.h. wir konnten uns darauf einstellen, dass wir so
gegen 8:10 am Übergabepunkt begeben sollten. Leider  kamen wir mit dem
Frühstück nicht so recht in die Gänge, und gegen 8:00 rief uns Thomas wieder
an, just als wir auf halbem Weg zum Übergabepunkt waren, dass er schon dort
ist. Ich sagte ihm, dass er uns ein Stück entgegen kommen solle und wir
trafen uns dann gegen 8:10 bei der Rheinbrücke in Maximiliansau. Von dort
fuhren wir dann mit einer Reisegeschwindigkeit von etwa 37 durch die
Umleitung in Maximiliansau auf unsere gewohnte Strecke entlang dem
Rheinhauptdeich. Wir kamen recht gut voran, überquerten die nicht
wahrnehmbare Grenze zu Frankreich auf der Höhe von Lauterbourg, kamen auch
gut durch den Hafen von Lauterbourg, wo wegen eines Chemieunfalles der Weg
am Abend zuvor noch gesperrt war. Dann ging es hinter Seltz endlich auf
die wirklich schöne Strecke, dem Rheindamm-Wirtschaftsweg, das Wetter war
super, die Temperatur ein wenig zu kalt fürs Optimum, aber die Stimmung
war gut und wir genossen soweit die Fahrt. Andys GPS sagte uns dann
plötzlich, dass wir nur noch 8 km vom Übergabepunkt Offendorf entfernt
waren und da waren wir fast traurig, dass es so schnell nun vorbei war.

Am Ortseingang von Offendorf warteten schon Alex Schneider und Claus
Caspary vom Team F21 auf uns mit einer Batterie Colaflaschen, dem
diesjährigen Eustaffler-Topfuel. Nach einer fröhlichen Übergabe fuhren
wir dann gemütlich fast den gleichen Weg  bei herrlichem Wetter wieder
zurück, überquerten den Rhein diesmal mit der Rheinfähre Seltz-
Plittersdorf. Daheim bei mir angekommen setzten wir uns zur Muskelkater-
prophylaxe (hat gewirkt!) in die Sauna in Hannos Keller-Wellnesscenter.
Christof meinte, dass sich die lange Anfahrt von Österreich her gelohnt
hatte, um bei der grossen Sache EUSTAFF mitzufahren. Vielen Dank auch
nochmal an alle Mitfahrer für den Teamgeist.

Hanno

 

Author: Vincent Pfister
Subject:  News from France :-))
Date: Sun, 22 Sep 2002 17:59
Hello Christoph,
i come back from Avignon and i have 2 news.
first one : good the last change was made near Avignon at 15:30 !!!
second one : bad for the dutchies, we made 120 km with 46.24km/h for
average, and if i start from St Marcellin to Avignon 180 km and an average
of 44.26 km/h.
My friends were very motivated, and if we know this "succes" it's thanks
to them. I will give you the list of them, and if you make a tee shirt this
year again i will be very happy to give it to them. it was a real pleasure
to contribute to this eustaff.
Vincent

 

Author: Hanno Hirsch
Subject:  la stafette roule et roule!
Date: Sun, 22 Sep 2002 17:59
Hallo Eustaffler,

uff, geschafft, die letzte Etappe von Avignon nach Marseille hat der franz
HPV Präsident Jean-Charles persönlich übernommen.

In Südfrankreich gibt es scheinbar enormen Rückenwind, die Etappe vor
Avignon hatte einen Schnitt von 46 km/h, davor die 39 km/h,

die Franzosen sind wieder sehr schnell unterwgs dieses Jahr.

vielen Dank nochmal an alle, dass ihr bei dieser grossen Aktion mit so viel
Schwung dabei wart.

Hanno

P.S.: After-Eustaff-Party wann? wo? Ich schlage vor Germersheim, Spezi 2003

 

Author: Micheal Krüger
Subject:  F22: Diebolsheim - Basel
Date: Sun, 22 Sep 2002 16:07
Hi Christoph, Hallo Staffler !

bedeckt und kühl war es heute morgen, als Martin von Norden mit seinem
Eigenbau-Faltlieger und ich von Süden mit meinem Heck-verkleideten M5 Low
Racer uns aufmachten zu unserem Treffpunkt, Bahnhof Kenzingen. Christoph
hatte uns vorgewarnt, dass die Teams von Norden her mächtig Druck machen, so
verloren wir keine Zeit die 20km nach Diebolsheim zurückzulegen.

An dem malerischen Kreisverkehr angekommen, schossen wir ein paar Bilder,
schoben noch was zwischen die Backen und schon kamen zwei Lieger mit
verschwitzten Herren drauf, die irgendwie ausser Puste schienen ;-) Die
Übergabe wurde digital dokumentiert und schon machten wir uns auf den Weg
nach Süden.

Der gewünschte Rückenwind, war leider kaum spürbar und dummerweise wehte
der Wind öfter auch von vorne ;-) aber wir kamen gut voran, die Verhältnisse
waren fast ideal. Durch das malerische Markolsheim nahmen wir Kurs auf
Neu-Brisach. Wir liessen es uns nicht nehmen einmal um den Place principale
zu kurven, schliesslich wollen wir uns auch ein bischen den Passanten
zeigen. Ob die aber meine EUSTAFF-Aufkleber am Heck entziffern konnten, wage
ich dann doch zu bezweifeln.

Bis auf zwei, drei Autos, die nicht vorwärts kommen wollten und so
überholt werden mussten, gibt es keine besondere Vorkomnisse zu berichten.
Ein paar Dosen wussten partout nicht, was ein ordentlicher
Sicherheitsabstand beim Überholen ist, aber das kennt man ja. Von den Ampeln
in St.Louis bremsten uns diesmal zwei und der Samstag nachmittags Verkehr
Richtung Basel war natürlich stark, doch nach 92 km im 32km/h Schnitt
erreichten wir schliesslich den Zoll wo schon Frederik und Flo auf uns
warteten.

Nach der hochfeierlichen Übergabe verschnauften wir ein Weilchen, bis wir
uns zu Frederiks Heim aufmachten, wo wir duschen konnten und von Frederiks
Frau mit Pasta, Dornfelder und Apfelkuchen verwöhnt wurden. Vielen Dank! Auf
der Rückfahrt im Zug träumten wir schon von EUSTAFF 2003, 2004, ...

Allen weiteren Teams toi toi toi und ein dickes Dankeschön an alle, die
ihre Etappe schon beendet haben und ein ganz dickes Danke an Christoph und
seine Freundin, die in bewährter Weise wieder für einen reibungslosen Ablauf
sorgten.

See you next EUSTAFF !

Michael

 

Author: Christoph Hipp
Subject:  new results
Date: Sun, 22 Sep 2002 14:35
New results:

No.   start         diffe- added needed average start-        needed     average
                     rence km    time   speed   time          time       speed
CH 24 Biel/Bienne      115 2018  3:30   32,9    Sa., 21.09.02 18:00 5:30 20,9
CH 25 Morges            48 2066  1:35   30,3    Sa., 21.09.02 23:30 1:35 30,3
F 26  Genève/Genf       15 2081  0:30   30,0    So., 22.09.02 01:05 0:30 30,0
F 27  Douane de Landecy 33 2114  1:20   24,8    So., 22.09.02 01:35 1:15 26,4
F 28  Annecy            66 2180  2:30   26,4    So., 22.09.02 02:50 4:55 13,4
F 29  Col de Couz       34 2214  1:15   27,2    So., 22.09.02 07:45 2:10 15,7
F 30  Voreppe           35 2249  1:15   28,0    So., 22.09.02 09:55 1:25 24,7

Christoph

 

Author: Hanno Hirsch
Subject:  La stafette roule!
Date: Sun, 22 Sep 2002 11:07
Hello all Eustaff -Staff !

good news from france Central (Rodolphe Friemel en Toulouse) :

The Eustaff is now rolling in South France, near Valence.

The Swiss teams had to consume up all our time advance due to heavy
rainfalls.

now the french riders plan to arrive just in time like the time shedule
planned before.

Hanno from Karlsruhe (Team F20)

Hanno

 

Author: Rüdiger Gabriel
Subject:  D16: Düren - Bonn
Date: Sat, 21 Sep 2002 23:15
Liebe Freunde im Fahrerlager von Formel EUSTAFF,

Nach unserem eher unfreiwilligen Début im Jahr 2001 konnten Till Osthövener
und ich heute Abend am zentralen Kreisverkehr in Düren, wo sich zwei
Bundesstraßen kreuzen, den Brief des Bürgermeisters von Kopenhagen an den
Maire von Marseille von Stephan Schmidt, Aachen, und Peter Ubachs um 20.00
Uhr übernehmen. Peter hatte die weite Anreise mit der Bahn von Castrop-Rauxel
nicht ge-scheut und da er kein Auto besitzt, war seine Teilnahme ein
ökologisch umso glaubwürdigerer Beitrag. Auch aus Deiner Hand, Peter, konnten
wir das Staffelholz mit gutem Gewissen übernehmen!

Dieses Jahr schien alles eleganter, besonnener, ruhiger, schöner und sogar
schneller zu gehen, was ich nicht zu erwarten gewagt hatte. Zusammen hatten
Till und ich zwar nur 28 Gänge zur Verfügung, aber die waren auf zwei
Rohloff-Gehäuse aufgeteilt, was den Einsatzwert unserer Liegeräder enorm
gesteigert hat und bereits bei der Testfahrt vor vier Tagen zu Freudenausrufen
beim Ampelstart, ei-nem regen Erfahrungsaustausch und reichlich Vorfreude auf
das eigentliche Öko-Rennen geführt hatte. Wäre mal interessant zu erfahren,
wie viele EUSTAFFianer inzwischen die 14-Gang-Nabe fah-ren.

Danke, Till, daß Du Dich entgegen Deiner ursprünglichen Absicht doch an einem
vollständigen Abradeln unserer Strecke beteiligt hast, deren umgekehrter Verlauf
uns vom Vorjahr ja bekannt zu sein schien. Andersherum ist - so banal es klingen
mag - eben doch anders. Vielleicht wird diese Erkennt-nis ja zum zentralen
Erfolgsrezept der diesjährigen EUSTAFF? Unser Team jedenfalls hat nur Vorzüge
in dem "Sinneswandel" der Rennleitung entdecken können: Weniger Wind von vorn,
die kleinen Anstiege auf der Strecke fielen uns dadurch leichter.

Wir konnten am Start dankbar ein Guthaben von 40 Minuten übernehmen und haben
noch mal 15 Minuten hinzugefügt, obschon wir an einem Gebüsch mal eben "für
kleine Bergziegen" waren. Später fiel Tills Licht aus, weil er den Akku im
Gegensatz zu mir nicht in seinem VeloCase verstaut hatte, sondern ihn daran
als Außenlast befestigt hatte, um das Kabel vom kräftig schließenden Koffer-
deckelrahmen nicht durchbeißen zu lassen (EUSTAFF-Erkenntnis und Verbesserungs-
vorschlag: künftig Kabeldurchführung serienmäßig?). So gelangten wir auf der
holprigen Walddurchfahrt zu einer zwei-ten Zwangspause. Während Till seine
Stromversorgung reparierte, bestaunte ich den klaren Himmel und den herrlichen
Vollmond, der die 10 Kilometer lange schnurgerade Schlaglochstrecke zwischen
den hohen Tannen hindurch beleuchtete, die zwar nur maximal 18 km/h zuließ,
aber dafür brauchten wir die zuvor auf der Landstraße dicht an uns vorbei-
fahrenden Lkw nicht mehr zu fürchten.

Und ich bewunderte außer dem Mond auch Christoph Hipp, der folgenden
"weatherforecast" für unser Gebiet eingeholt hatte:

Düren: mostly sunny, dry, 17°C, wind from north with 2 beaufort
Bonn: mostly sunny, dry, 19°C, wind from north with 2 beaufort
Koblenz: less clouds, dry, night around 10°C, wind turns from north to
north-west, around 2 beaufort

Christoph, das mit dem "sunny" hatte sich zu der späten Stunde naturgemäß
zwar erledigt, aber Dein Seher-Service aus der Kristallkugel bescherte uns
nicht nur "dry" sondern auch Rückenwind vom Feinsten und eine ideale
Radeltemperatur! Was wünschst Du Dir denn von uns im Gegenzug zu Weihnachten?
Vermutlich ein Windrad mit Volt- und Ampèremeter, damit Du einschätzen kannst,
wie viel 2 Beaufort auf die Windwattwaage bringen?

Auf der dann folgenden, abschüssigen Schotterpiste lächelte Till wegen seiner
breiten Reifen still in sich hinein und schaltete für mich fairerweise seinen
Breitstrahler zu, was meinen Gaul, das Flux S 600 aber in keiner Weise
hinderte, mich erneut abzuwerfen - wieder nach links. Meine wichtigste
EUSTAFF-Schotter-Lehre: Meine Lernfähigkeit bei Nacht auf einer gelegentlich
zickigen Stute hält sich in engen Grenzen!

Danach kam "Macadam" (das Schlüsselwort der französischen HPV-Teams: Asphalt),
auf dem wir bergab an den Bonner Stadtrand glitten. Die Rohloff-Nabe kennt
Sommer- und Winteröl. Wir aber fuhren ab jetzt Heizöl! Mit streckenweise 50
km/h stochten wir von Ampel zu Ampel und trieben die grünste aller grünen
Wellen vor uns her! Unser taktisches Konzept ging auf - Naherholung im heimi-
schen Forst, danach die Jagd eröffnen und mit frischer Power die letzten
Kilometer durch das nächt-lich verträumte Bonn knallen!

Die wilde Hatz fand unter der Kennedybrücke bei Arne Schambeck und Alex Kern
(D 17) ein jähes, aber friedliches und erfülltes Ende.

Der unermüdliche internationale Conferencier aus Hamburg bemerkte danach:
"They were very much faster than calculated and needed only 2:15 for 60 km,
so far an average speed of nearly 27 km/h. Congratulations for that. Last
year we were very happy, that they helped to fill a few kilometres, this
year they made their work with engagement AND routine AND speed. Great!"

Was wir gewonnen haben?
Nicht nur Erfahrung und Freude an der vom Hamburger Team straff geführten
Veranstaltung, sondern auch einen neuen Freund und Flux-Fan: Wulf Oelrich
auf S 600 als neues "HPV Deutschland e.V."-Mitglied und spontan entschlossenen,
kräftigen Teamfahrer bei D 5, was Olaf Schulz kommentierte: "Wulf was a good
rabbit, really!"

Euch allen möchten Till und ich ganz herzlich danken für die direkte und
indirekte Unterstützung vor und während der EUSTAFF 2002!

Den um diese Zeit und bis Sonntag noch für unsere Sache Strampelnden
wünschen wir vor allem unfallfreie Fahrt und glückliche Heimkehr, vor
allem Christof Waas, der den weiten Weg aus Öster-reich als Helfer in
der Personalnot nicht scheute und so dazu beiträgt, daß wir durch
sechs Länder mit Teilnehmern aus nunmehr mindestens sieben Nationen
antreten konnten.

Ich freue mich auf die EUSTAFF 2003 - ganz ehrlich!

Rüdiger

 

Author: Claus Caspary
Subject:  F21
Date: Sat, 21 Sep 2002 23:10
hi zusammen

anbei kleiner bericht unserer etappe.

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kurz:

super wetter, perfekte kondtionen, klasse!

danke an alle beteiligten!!!

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länger:

mo, 16.
ahhh, noch ein paar tage. ändere noch auf die schnelle meine heckhutze,
dass ich auch während der fahrt an die trinkflaschen drankomme. nur für
die staffel so eine sündteure "wasserbloder" zu kaufen, erscheint mir
unvernünftig. obwohl, karlsruhe hin- und zurück, wo ein günstiger anbieter
wäre, wären 150kkm. hmmm. vielleicht morgen.

di, 17.
mist, schnupfen! ausgerechnet jetzt... ich wollte doch wenigstens einmal
noch die strecke abfahren! und überhaupt!
jammer.

mi, 18.
heute geht gar nichts. grottenelend, kopf total zu, grunz, brummel.
morgen ist auch noch ein ta...haaa...haaaaaa-tschiiii!!!
pfeife mir stündlich grippetropfen rein, das hilft. hoffentlich.

do, 19.
was für eine nacht. keine fünf minuten habe ich es auf einer seite
ausgehalten.
packe mich zu allem entschlossen in drei schichten dicker klamotten,
wollmütze, regenjacke und -hose und fahre ganz vorsichtig und langsam
wenigstens den südlichen teil der strecke ab. als ich wieder zuhause bin,
geht es mir um längen besser. der tacho zeigt 110km bei 29 schnitt, na
also. ich stelle fest, daß ich 5 kg leichter bin, als ich die kleider
ausgezogen habe, und wo kommen die pfützen bloss her, die plötzlich
zwischen haus- und badezimmertür stehen? o haue haue...
ein kurzer schauer hat mir unterwegs die brille so mit tropfen
zugekleistert, dass ich sie ausziehen musste. dankbar strahlte mir hinfort
der strassenstaub und alles, was es da unten sonst noch so gibt, ins
auge. eine schirmmütze, just so wie die tolle 2002er-eustaff.kappe,
könnte dieses problem doch lösen, überlege ich. außerdem könnte ich
noch das fach unter dem sitz ummeufeln, damit ich da die nachricht
reinwerfen kann, weil die hutze im vergleich dazu fummelig zu handhaben
ist. damit würden auch die 20 cm meines hinterns, die noch nicht behutzt
sind, von einer besseren abströmung profitieren. ahh, ein 55er schnitt
rückt in den bereich des möglichen!


fr., 20.
es wird ernst. gegen 21:00 uhr, nach fünf tellern pasta, als der rest der
familie auf das reich der träume zusteuert, beginne ich, bewaffnet mit
klebstoff, stift, winkel, meter, messer und schere, mein grausames werk.
ahahahahahahaar (meuflisches lachen). gegen 3:00 uhr ist mir der
pattexdunst dermassen in die nase und zu kopf gestiegen (und hat sich in
der ganzen wohnung verteilt...), dass ich des öfteren eigentlich
klebefertige teile bis zum völligen eintrocknen liegenlasse oder sie für
reste halte und zerschneide. ich beschliesse mit dem letzten rest
verstand, dass es keinen sinn mehr hat und gebe auf.

da erinnere ich mich an das isolier-klebeband, das ich neulich gekauft
habe, um die isolierung der neuen kollektor-verrohrung im heizungskeller
zuzutapen. boah, der beste gedanke des tages! raz-faz ist ein herrlich
anarchischer leukoplastbomber vom stapel gelassen, inkl.
geschlossenem unterboden. ob das hält? ist mir egal, ich packe die hutze
mit zwei literflaschen cola für hanno, meinen fressalien, werk- und
flickzeug, handy, regenhose (es sollte ja schon die letzten drei tage
pissen wie am stück, morgen kommts ganz bestimmt!!) etc. voll und
krieche ins bett. uff.

sa, 21. heute. die ereignisse überschlagen sich.

ca 9:00 uhr
ein etwas verpeilt scheinender christoph teilt mir mit, dass das team um
hanno demnächst losfahren wird. ich kippe eine flasche sprudel runter
und schiebe eine banane hinterher, und dann ab auf die büchse und los!

ca 9:25 uhr
kurz vor legelshurst (nachbardorf, 6km entfernt) ruft christoph an und teilt
mit, dass gerade übergabe war.
ich fahre gemütlich mit 25-28 sachen zum rheinübergang freistett, wo ich
mich mit alex treffe. als ich gegen 10:00 uhr da ankomme, ist er schon da
und wartet mit seinem emiel sport mit streamer und hutze auf mich.
vorne auf seinem deckel thront eine kleine werner-figur aus plastik, die
auf einem dicken bröselschen mopped hockt, und links davon der alte
aufkleber "radfahren ist masochistisch.", und daneben ein schild: "28%
steigung auf 18km"... dass radfahren masochismus ist, weiss ich
spätestens seit der letztjährigen eustaff-generalprobe, wo alex martin und
mich im straßburger hafen ganz lässig gegen den wind stehen gelassen
hatte und mit seinen jesus-sandalen mit 37 oder mehr davonzog, dass
uns seiten- und höhenschläge in den felgen wuchsen. ach ja, aber dieses
jahr sei er ja "nicht so fit", hatte er gesagt. nachdem wir auf dem gelände
der tankstelle, wo wir uns getroffen hatten, eine ehrenrunde gedreht
hatten und ich meine liegengelassene ($#%%#/&-)brille wieder auf hatte,
ging es auf französischer seite erst mal vom rheindamm runter.
swoooosh, und flupp, genau unten an der einfahrt zum kreisverkehr,
hopst mir die (#$%#"$&"$&#%$%#)-kappe vom schädel und landet mitten
auf der fahrbahn. zum glück fährt keine der nachfolgenden 6 dosen
drüber, und ich kann sie nach einmaliger umrundung des zirkels wieder
aufsammeln. puls:170, vor ärger. schließlich erreichen wir offendorf und
stellen uns gut sichtbar am treffpunkt auf. stelle fest, dass ich bereits 29.3
km auf dem buckel habe, bevor ich nulle.
supergeiles wetter, sonnenschein und leichter rückenwind, und ich
natürlich in regenjacke, und dem restlichen kram als ballast hinten drin.
eines tages werd ich vor dem wetterzentrum abends warten und wenn
dann der mensch herauskommt.... (tierische brunst- und grunzlaute,
daraufhin verängstigtes menschliches schrillen)

ca. 11:05
andy hentze ruft an, dass es "noch 5 minuten" dauere. das stimmt, sie
rollen hochrot, aber glücklich ein und sehen so aus, als ob sie sich
angestrengt hätten... arme schweine, kein wunder, bei den
aerodynamischen werten ihrer räder... ich sollte ihnen mal einen kurs im
koffer-meufeln spendieren...
jo, und nachdem fotos gemacht sind und ich hanno erklärt habe, dass er
die cola notfalls auch zum abbeizen seines jive-rahmens verwenden kann
(ich schnappe irgendwas auf wie: "ich hab dem thomas traber schon
welche mitgebracht, und der wollte sie dann nicht"...), geht es los !!!!!
mit sanften 30 rollen wir zunächst den weg, den wir gekommen waren,
zurück. ich frage fürsorglich mal bei 40cm höher nach, ob das tempo ok
wäre. alex, unbewegt, bejaht und zieht auf 35 an. ich bleibe dran und
setze mich am kreisverkehr vor ihn, lasse zum rhein hoch nichts
anbrennen und nehme ein paar kohlen aus dem herd. oben biegen wir
rechts ab, parallel zum fluss, schussfahrt mit über 50 auf den ppar
höhenmetern, danach bleibt mein tempo lange über 40. alex scheint
zurückzufallen, stelle ich triumphierend fest. ich verlangsame, und wir
pendeln uns bei ca. 37 ein.
"kannst du das lange durchhalten?", frage ich besorgt, und er meint
sowas ähnliches wie:"och, mal sehen", und ich biete ihm grosszügig an,
mich seinem tempo anzupassen...
kurz vor robertsau, mittlerweile nur noch mit 35, weil der wind mal wieder
weg ist, wie später noch so oft durch all die bäume, dann diese vier
mega-lästigen schranken auf dem radweg, jedes mal abbremsen,
gaaanz langsam durch das schotterstückchen außenrum, damit die karre
nicht wieder aufsetzt, beschleunigen. der belag kam mir auch schon
besser vor mit der street machine und dem marathon xr hintendrauf.
seltsam. da waren sicher ausserirdische am werk, heute nacht noch.
bei den ersten häusern endlich die vierte und letzte schranke, uff, ein
erster, lästiger teil ist geschafft! robertsau durchqueren wir auf der straße,
ich meine erneut festzustellen, dass alex bei 38+ nicht mehr mitkommt
und drossele auf 36. kurz vor der brücke über den rhein-marne-kanal,
eine brücke entfernt vom europaparlament, wechseln wir wie besprochen
auf den linksseitig verlaufenden radweg, dessen ständiges auf und ab wir
uns erspart hatten. kein gegenverkehr, bremsen, vorsichtig den
abgesenkten bordstein hoch, die steigung hochbeschleunigen, die ampel
grün!, über die brücke, auf der anderen seite scharf links, und dann immer
am wasser entlang mit mehr als 35 auf dem radweg durch die stadt. zum
glück hat alex eine radlaufglocke montiert, dieses nützliche zubehör
verschafft uns gebührendes gehör, und wir erreichen die nächste ampel.
rot. eine, zwei minuten vergehen, dann springt sie endlich um. die
nächsten ampeln, zwei oder drei, sind alle grün, damit wäre auch das
thema erledigt. die scharfe 180°-kehre an der letzten brücke ist gerade
noch breit genug für mich, uff, und wieder beschleunigen, da sind wir
schon am rhein-rhone-kanal, eine lange gerade führt uns aus dem
stadtzentrum, ich fahre immer noch über 35 und frage mich, wann alex
endlich schlapp macht und schwitze. der pulsmesser gurkt bei 176 rum
und piepst mir die ohren voll, weil ich die obergrenze auf 170 eingestellt
habe. ich lasse ihn piepsen, komme auch durch die zweite 180°-kehre
gerade so durch, ha, als ob es extra für mein zr gebaut worden wäre...
zum glück kein gegenverkehr, haha, der hätte schön blöd geguckt. oder
ich-
über den kanal, 90° links, 90° rechts, die straße durch, dritte und letzte
180°-serpentine, und jetzt gehts immer am kanal weiter. die radlaufklingel
erweist sich als unverzichtbar und hält die zahlreichen unterführungen an
den ecluses (schleusen) und brücken frei. nur einmal ein beinahe-crash
mit einer horde ältlicher damen und herren, die quer über den ganzen
weg dahinjoggen, oder so tun, als ob, und uns gerade unter einer brücke
entgegenkommen. (der radweg wird immer verschwenkt unter den
brücken durchgeführt, sehr sinnvoll...)
das tempo liegt bei konstant 37, alex ist davon unbeeindruckt, fährt mal
vorneweg, mal hinter mir, meistens neben mir, und sieht aus, als ob er
gerade etwas sehr entspannendes tun würde, während ich schon die
zweite trinkflasche anbreche und mir das 8. oder 9. traubenzückerle
einwerfe. aber es läuft ganz gut, das tempo liesse sich halten, da- als ob
es geplant gewesen wäre, --- fliegt mir diese gottverdammtlästige scheiss
mütze von der birne und bleibt so ganz unbeteiligt da liegen. ich sage
alex, dass er weiterfahren soll, halte an, werfe das rad hin, renne zur
mütze, hebe sie unter innerlichen verwünschungen auf, drauf damit, zum
rad und weiter. ah, alex ist schon fast unter der nächsten brücke
verschwunden. aber er scheint langsam zu machen. ich trete an und
komme auch wieder auf 37, aber nicht zu Alex. erst jenseits der 40
schrumpft der abstand langsam, und schließlich kann ich mich wieder
neben ihn setzen.
da sehe ich es. in diesem moment verrät er sich.
auf seinem koffer prangt wie ein stolzes erinnerungsstück aus dem
familienarchiv ein foto aus der serie "raumschiff enterprise", und
irgendwer, ich glaube, es ist scotty, sagt zu kirk:"nur fliegen ist schöner,
captain!"
hrrrmpf, warum beziehe ich das in diesem moment auf mich?
ich kenne mich ja nicht so aus mit der serie, aber gab es da nicht diese...
vulkanier, die mit unbewegtem gesicht unerreichbare leistungen
vollbrachten, oder so ähnlich...? jetz fällt es mir auch wieder ein, schon
bei der letzten eustaff wirkte alex mit seinem am helm befestigten roten
dioden-blinklicht mehr wie ein ufo auf uns. ha, er ist in wirklichkeit gar kein
mensch, sondern ein ausserirdischer! der vulkanische schinder-alex, der,
ohne mit der wimper zu zucken, mühelos größte distanzen durcheilt! ich
war doch etwas konsterniert, und mußte erst mal eine weile in seinem
windschatten überlegen, was zu tun wäre. ein so mächtiges wesen,
schloß ich, sollte man am besten zum freund haben, und ich strampelte
mich neben ihn und bot ihm ein traubenzuckerle an, von denen ich schon
8 oder 9 intus hatte. er lehnte dankend ab und zog es vor, mich weiter
brüten und schwitzen zu lassen. ah, ich verstand. ein vulkanier braucht
keine freunde. er ist neutral. huja, das gab mir zu denken, und das tempo
blieb zwar immer so bei 37-35, selten 32, aber es ging mir nicht mehr so
leicht aus den füßen wie vor dem dezenten hinweis auf die zu hoch
hängende mütze... danke, vulkanier. hochmut ist eine erbarmungswürdige
eigenschaft.
viel zu früh in boofzheim angekokmmen, mußten wir auf die straße
wechseln, erreichten mit unverändertem tempo auf rauhem
franzosenasphalt friesenheim und legten auf den letzten zwei kilometern
nochmal einen 40er endspurt hin.


12:00 uhr mittags

pünktlich zu high noon sind wir am kreisverkehr, wo michael und martin
uns empfangen. ich nestle das schreiben aus dem leukoplast, das
überraschend zäh zu sein scheint und gehalten hat.
der tacho sagt 33,9 schnitt. die anderen lachen anerkennend, alex meint
gekonnt vulkanisch: "ach, ich hatte mit vielleicht 32 gerechnet...", und ich
fragte mich, ob die paar stellen in straßburg wirklich so stark drücken
konnten. andererseits, die schranken und alles... puh, uff, e-g-a-l, wir
haben es geschafft, wir sind sogar zusammen angekommen, mit
hochrotem kopf und tauben beinen, auf meinem sitz steht eine
schweisslache, und an einer zweiten sieht man genau, wo ich mich auf
den bürgersteig gesetzt habe. was für ein ritt!
1:49:48h, davon war der Puls- oops- 0:23h im bereich zwischen 120/170,
und 1700 kcal habe ich durch den auspuff, oder was auch immer,
geblasen, 62 km, 33.9 schnitt.

12:05
die anderen fahren los. bah, 90km auf den rauhen französischen straßen-
würg. meine waden sind trotz dehnens schwer wie blei. alex' frau tuckert
mit dem auto an, gefüllt mit "biere meteor" (nee danke, 3cl und scotty
braucht heute nicht mehr arbeiten) und süßem sprudel. wah, genau
richtig, jetzt. nachdem ich meine flasche aufgefüllt habe und wir noch
geredet haben (wm 2003?), ziehe ich gegen 12:45 los. 50km liegen vor
mir, ich bringe sie gegen den wind auf dem rauhen französischen asphalt,
ewiger verzettelei und anschließender unfreiwilliger hafenbesichtigung in
straßburg wegen einer noch nicht geöffneten neugebauten rheinbrücke
und diversen straßensperrungen, ampeln, stopps zum futtern oder
kartenlesen mit einem mich überraschenden glatten 30,0er schnitt zu
ende. das hatte ich nicht erwartet, zwischenzeitlich war er mal auf 28,x
unten gewesen, und meine müden beine !?
ha, jetzt weiß ich es. es war der süße sprudel, den ich aufgefüllt hatte.

er kam aus der vulkaneifel!!

ca 18:00

zuhause- geduscht, ge-{lange liste}

gegessen:
1 teller salat. vier teller gnocchi mit gemüse, einen teller rest nudeln von
gestern.
und immer noch hunger. geht euch das auch so?

radfahren ist doch schön. (meistens jedenfalls, wenn mans nicht gerade
mit vulkaniern zu tun hat, die einen mit ihrer 3x7 bei 39 sachen durch das
freilaufklattern an den rand der ertaubung bringen.)

grüße euch
--- Claus

 

Author: Vincent Pfister
Subject:  Swiss...
Date: Sat, 21 Sep 2002 22:57
# Good news,
# i just call the swiss team and they are late, the eusstaff reach geneve
# aroud 1:00. All the several french teams are informed.
# The eustaff still go on !!!
# Good night
# Vincent

 

Author: Frederik Anheuser
Subject:  CH23 Basel - Biel
Date: Sat, 21 Sep 2002 22:29
Fünf vor drei kamen Martin und Michael auf zwei extratiefen Liegeräder zur
Übergabe an der Schweizer Grenze von St. Louis nach Basel. Nach dem
obligaten Erinnerungsfoto beim symbolischen Weiterreichen der Botschaft (die
aber fürs Foto nichts her macht in ihrer Plastikhülle) ging es um 14:58 los.
Florenz ist Velokurier in Basel und daher mit allen Schleichwegen bestens
vertraut. Mit dem entsprechenden Fahrstil hatten wir Basel schnell
durchquert und fuhren nun die Birs hoch, der wir bis fast zur Quelle folgen
werden. Als noch nicht einmal eine Stunde bis Laufen vergangen war (27km),
wußten wir, daß wir gut in der Zeit lagen. Der leichte Gegenwind drehte
auch und behinderte uns nicht mehr. Trotzdem wurden wir wegen der
zunehmenden Steigung allmählich langsamer, aber Moutier (55km) war nach 1:50
erreicht. Nun machte sich bei mir allmählich eine gewisse Schwere in den
Beinen bemerkbar und bei Florenz Sitzbeschwerden -- Langstrecken fährt er
sonst auch liegend. Nun ging es durch eine Schlucht entlang. Hinter Tavannes
(74km) wurde die Straße feucht, aber da waren es nur noch zwei Kehren bis zu
unserem Hochpunkt, dem 827m hohen Col de Pierre Pertuis (76km), den wir um
17:40 erreichten, 560m höher als unser Startpunkt. Bei der Abfahrt
telefonierte Florenz ... wir konnten dann langsam machen, weil die nächste
Mannschaft noch eine knappe halbe Stunde vor Biel bei der Anfahrt war. 390m
ging es noch hinab, so daß wir auf der letzten Wegstrecke bis Biel (92km,
18:01) unseren Schnitt insgesamt wieder aum 30,2km/h steigern konnten. Kurz
vor dem Ziel begann es doch noch zu regnen, aber wir stellten uns schnell
unter ... und mußten dann erst einmal warten, weil bei der Benachrichtigung
der nächsten Mannschaft deren Anfahrtszeit anscheinend nicht richtig in
Betracht gezogen worden war. Zwanzig nach sechs kamen sie dann, zu sechst in
zwei Autos, aber vor der Abfahrt mußten natürlich erst noch die Räder
montiert, die obligaten Fotos gemacht, Beleuchtung angebracht und
Regenkleidung angelegt werden: es schüttete vom Himmel. 18:54 Uhr war die
Eustaff wieder am Rollen.
Wir profitierten dann von den Autos und wurden nach Grenchen gebracht: ich
durfte wegen der Expo mein Rad nicht schon in Biel einladen, und Florenz
leistete mir Gesellschaft (sein kleineres Rad paßte in einen Transportsack
und wäre als Handgepäck durchgegangen). In Grenchen hatte es dann auch
aufgehört zu regnen, und wir konnten uns ermattet in die Sitze des Zuges
zurück nach Basel fallen lassen.
Fazit: wir hatten Glück mit dem Wetter, es lief gut und wir hätten nicht
gedacht, daß wir trotz des Anstiegs so schnell vorankommen. Es hat uns
jedenfalls Spaß gemacht.
Frederik Anheuser

 

Author: Christoph Hipp
Subject:  ... a short stop of the EUSTAFF-reports ...
Date: Sat, 21 Sep 2002 22:29
Hello, people,

I would like to stop my EUSTAFF-reports.

I'm very tired, because I slept the last days very less.

The swiss and french teams are on the road, and they organise themselve.
I have still to arganise the contact between the swiss and the french teams,
but hopefully we will solve this problem.

If I get actual stuff, I'll keep you informed.

So long,

Christoph

 

Author: Christoph Hipp
Subject:  Switzerland sinks - can Biel/Bienne swim?
Date: Sat, 21 Sep 2002 19:35
Well, I'm a little bit confused - or not ...

Frederik and Florenz made their stage from Basel to Biel/Bienne very good.
They needed for the 95 km exactly 3 hours and drove so nearly 32 km/h - a
really good speed in this area, respect on your work and congratulations
:-))

Bernard Zimmerli came a little bit too late to Biel, but nevertheless he met
Frederik and Florenz as well as his colleagues, with whom he wanted to cycle
to Morges.

But when I telefoned with him, I heard it raining terribly.

They all were waiting for a little less rain.

Frederik promised to call me, when Bernard and his friends were started.
Up to now I heard nothing, but who knows ...

Christoph

 

Author: Arne Schambeck
Subject:  D17: Bonn - Koblenz
Date: Sat, 21 Sep 2002 17:52
Arne Schambeck (speedmachine)
Alex Kern (zox 20 tief)

Mit Alex Kern, den ich am Bonner Bahnhof abgeholt habe, wartete ich auf die
Ankunft von Rüdiger und Till aus Düren an der Bonner Kennedybrücke. Wirt
wussten ja schon, dass sie früher als ursprünglich geplant gestartet waren -
und dann haben die zwei auch noch ordentlich Gas gegeben, so dass sie 10
Minuten früher als von uns berechnet am Übergabepunkt waren. Nach kurzer
Begrüßung und einem schnellen Foto starteten wir um 22:25 Uhr in die Nacht.

Dann begann unsere unspektakuläre Etappe: Ohne Pannen, ohne Überraschungen
(eine klitzekleine Baustellensperrung entlockte mir nur ein kurzes: oh sch.,
und ohne falsches Abbiegen) Wir hatten glücklicherweise vor 2 Wochen einen
Streckentest (noch mit Peter Fuhse, der dann leider die EUSTAFF aus wichtigen
persönlichen Gründen nicht mitfahren konnte) gemacht, die Rheinstrecke hat es
nämlich auf dem Abschnitt Bonn - Koblenz in sich. Die Bundesstraße ist auf
beiden Rhein-Seiten - sowohl B9 als auch B42 - nicht durchgehend für
Fahrräder befahrbar, sie ist jeweils auf längeren Abschnitten für Radfahrer
gesperrt. Der Rheinradweg ist auch keine Alternative, da man auf dem kein
"EUSTAFF-tempo" fahren kann. Also haben wir uns eine überwiegend
rechtsrheinische Mischung aus Bundesstraße, Parallelstraßen hierzu und
Radwegen erarbeitet, auf denen man zügig nach Süden kommt. Das hat nun auch
bei der Nachtfahrt gut geklappt, wir sind ohne Zwischenfälle gut
durchgekommen. 33er Schnitt war es nicht ganz, wie Christoph errechnet hat,
es sind etwas weniger als 90 km gewesen - leider hatte ich an dem Rad, das
wg. Lichtanlage für die EUSTAFF genommen habe, keinen Tacho. Eine Nachtfahrt
bei hohem Tempo ist manchmal schon etwas unheimlich: Güter züge, die neben
uns langsam kanrrend anfahren aber die man nicht sieht. Aber irgendwann kommt
das Nachtfahrendorphin aus den Drüsen. Wir hatten ja super Wettterbedingungen
(windstill, 11 Grad celsius, kein Regen! Aber leider nur selten lugte der
Mond durch die Wolken).

An der Königsbacher Brauerei wurden wir von Fabian und seinen Mitstreitern
freudig erwartet, um 1:10 Uhr waren wir erschöpft und zufrieden angekommen.
Voll motiviert rauschten die drei zoxe nach dem obligatorischen Übergabefoto
ins Schwarze davon.

Lieber Christoph!
Nicht ein Meter Eustaff würde ohne Dich rollen, klasse! Und vielen Dank!

Gruß an Alle,
Arne

 

Author: Christop Hipp
Subject:  Jipiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii
Date: Sat, 21 Sep 2002 16:11
It's wonderful and I'd never believed that.

If the rest of the teams will drive as fast as planned ...
No. start target diffe- needed average
rence time speed
============================================================================
=========
CH 23 Basel Biel/Bienne 95 3:10 30,0
CH 24 Biel/Bienne Morges 115 3:50 30,0
CH 25 Morges Genève/Genf 48 1:35 30,3
F 26 Genève/Genf Douane de Landecy 15 0:30 30,0
F 27 Douane de Landecy Annecy 33 1:20 24,8
F 28 Annecy Col de Couz 66 2:30 26,4
F 29 Col de Couz Voreppe 34 1:15 27,2
F 30 Voreppe Saint Marcellin 35 1:15 28,0
F 31 Saint Marcellin Portes Les Valences 60 1:30 40,0
F 32 Portes Les Valences Avignon 117 3:30 33,4
F 33 Avignon Marseille 100 3:15 30,8

... the EUSTAFF will have made this incredible distance of now more than
2500 in less than

88 00
88 88 00 00
88 88 00 00
88 88 00 00
88 88 00 00
88 00 00
88 88 00 00
88 88 00 00
88 88 00 00
88 88 00 00
88 00

hours!!

The EUSTAFF is without the ferry ;-( now at 79 hours and 35 minutes ...

Boys and girls in Switzerland an France.

Please, don't drive too fast because of your own security and the security
of others, but perhaps you could have a look on that!

Christoph

 

Author: Jürgen Quurck
Subject:  Der Koblenz-Guntersblum-Nach-Express
Date: Sat, 21 Sep 2002 16:02
Hallo zusammen,

Nach dem ich die drei wichtigsten Ge-Wörter erledigt sind (Gegessen,
geschlafen und geduscht) hier unser Bericht.

Das es so gut geworden ist, hätte ich nicht gedacht. Als Frank mich abholt,
habe ich grade mein Licht fertig bekommen. Er bringt mir noch einen Akku
mit, da meiner den Sommer über die Grätsche gemacht hat. Ob ich ihn wohl
doch hätte laden sollen? Egal. Ich will wenigsten noch einen Test machen:
Mist, zweimal Buchs statt Buchse-Stecker für die Elektrik. Kurzentschlossen
beide abgezwickt, verdrillt und es wurde Licht. Alles schnell in den VW-Bus
gepackt und los geht's. Trotz kleinerer Staus kommen wir noch gut durch. Vor
Oppenheim müssen wir auf die Fähre warten, die Zeit wird knapp. Absolut
hektisch springen wir in Oppenheim aus dem Bus, werfen uns auf das Fahrrad
und heizen zum Bahnhof. Mit Mühe und Not erreichen wir den Zug und können
uns 2 h ausruhen. In Koblenz fahren wir kurz zu unserem Übergabepunkt, der
Brauerei und treffen dort Fabian und Ottfried von den anonymen Pedalikern
Lahnstein. Er führt uns durch dunkle Wege, enge Brücken zu einem absoluten
Geheimtipp in Lahnstein. Wir essen jeder einen Topf voll Rheinische
Bohnensuppe
(Ehmmmmm) klönen noch etwas und fahren dann zu Gottfried uns etwas
abzulegen. Vorher rufen wir noch Christoph an, um Ihn zu sagen das wir zwar
bereit sind, aber das die Kneipe so nett ist, dass wir nicht wissen ob wir
wirklich fahren wollen.

Gerade als wir eingeschlafen sind klingelt das Handy und wir fahren wieder
durch dunkle Hohlwege zu unserem Treffpunkt. Ich bind mir vorher noch eine
Mag-Light als zweites Licht auf mein Zox (Kabelbinder kann man nie genug
haben!) auch nicht schlecht das Licht.

Die Vorfahrer kommen übergeben das Briefchen und ab geht's. Der Mond
versteckt sich etwas, aber es ist Windstill und warm. Da Fabians
hochschwangere Gefährtin sich ruhig und wehenlos verabschiedet hat und er
sich durch unsere Berichte über die Geburtenhäufigkeit bei Vollmond auch
nicht aus der Ruhe bringen läßt geht's gleich los. Wie schnell weiß ich
nicht genau, da meine Tachobeleuchtung versagt. Hier liegt wirklich noch ein
weites Forschungsfeld brach.
Als guter Organisator hat Fabian sich für alle Fälle abgesichert und Thomas
fährt als Notanker mit für den Fall, das sich das Kind es doch noch mit
bekommt das Vollmond ist.

Irgendwann sind die Wolken weg, wir spüren einen leichten Wind von hinten.
Wahnsinn. Am schärfsten sind die großen Burgen auf den Bergen: in weiches,
gelbes Licht getaucht zeichnen sie sich vor dem vollmondhellem Himmel ab.
Immer wenn Thomas ein Stück vorausfährt oder weit genug hinter uns bleibt,
können wir das silbriges Licht genießen. Immer wieder steht der Mond über
dem Fluss, der silbrig glänzend ..... oh Gott es war wirklich so schwülstig.
Ich glaub ich krieg nen Flashback Endomorphine....

Im dunkeln bekommnen wir kaum die Berge mit. Ich merke nur das wir langsamer
werden. Scheint aber gut für den Schnitt zu sein. Auch die Straßen sind
menschenleer, kaum Autos. Wenn ich Sehnsucht nach Schwedens Einsamkeit
bekommen sollte, werde ich wieder ein Nachtour machen.

Bis Mainz geht es glatt durch, auch der Hügel kurz vorher ist längst nicht
so hart wie letztes Jahr. Die Steigung zieht sich länger hin und es ist wie
gesagt dunkel. Außerdem strömen die Mondphine durch uns. Könnten wir
jodeln, hätten wir es sicher auf der Abfahrt getan. So belassen wir es bei
einigen Freudenschreien und rasen auf Mainz zu. Kurz vorher fragt mich
Fabian noch, warum wir so langsam werden und schwups sind wir fast verkehrt
gefahren. Wir und langsam. Pft... Obwohl, so ein kleines Loch stellt sich
ein. Aber jetzt geht es durchs hell erleuchtete und vor allem wärmere Mainz.
Hier überholt uns langsam ein BMW. Hoffentlich sind es keine ... Nein,
Schwein gehabt, es sind keine. Weiter geht's mit 35 Sachen durch die Stadt.
Wir haben fast grüne Welle und die roten, naja. So schnell können Städte
sein. Bei der Probefahrt sind wir den Radweg gefahren: hier hatten wir Mühe,
zwischen den Ampeln 20 zu fahren. Aber wem sag ich das?

Kurz hinter Mainz die letzte Ausführung der Bergziegen. Frank packt die
letzten Müsliriegel aus und unser Schwangerschaftsnotwagen fährt vor zum
Staffelpunkt. Noch 40 Minuten. Wir geben unser letztes. Sobald Fabian etwas
langsamer wird fahre ich vor. Die letzten Hügel. reicht die Power oder
brechen wir noch ein? Ein Blick nach oben und der kleine Schwächeanfall ist
vorüber. Oppenheim, jetzt haben wir es bald. Wie viel Zeit holen wir noch
raus? Endlich das gelbe Schild Guntersblum 2 km. Hoffentlich sind die
Kollegen wach. Wollten die nicht im Quest bzw. Im Zelt bei der Übergabe
schlafen? Guntersblum. Ganz schön lang der Ort. So lang? Einer von uns fängt
an zu klingeln. Alle stimmen ein. Aber sehe keine blinkenden rücklichter
nichts. Fehlalarm. Endlich kommt das Schild zum Bahnhof. Da ist auch der
Übergabepunkt. Nun das Traditionelle: Brief übergeben, Grüße austauschen,
alles gute wünschen und die Kollegen fahren weiter und das zischen einer
Bierdose.

Thomas (der Schwangerennotwagenfahrer) erst vor zwei Minuten aufgestanden
ist. Als Thomas (der Schwang.....) Beim Treffpunkt ankam, kam ihm ein Quest
entgegen, dessen Fahrer seinen Partner suchte. Der würde hier irgendwo
pennen. Hier konnte Thomas sein lautes Organ wirklich gut gebrauchen und
schaffte es der Mondlichtüberfluteten Landschaft ein verschlafenes " höh"
oder so etwas ähnliches zu entlocken.

Wir stehen noch etwas beisammen, Fabian baut seine Heckverkleidung ab (die
seines Zox natürlich).
Anschließend fahren Frank und ich noch locker zum ausrollen die 10 km zum
Bus zurück.

Auf dem Heimfahrt schauen wir noch etwas Mond und freuen uns auf unser Bett.

So das war´s von unserer Etappe. Christoph: Vielen Dank dafür, das Du auch
dieses Jahr wieder Maßgeblich zum Gelingen der Eustaff beigetragen hast.
Auch den anderen (für den Süden speziell Hanno) einen heißen Dank. Seinen
Vorschlag zur "After Eustaff-Party" auf der Spezi unterstütze ich auf
schärfste!

Bis dahin: Allen noch fahrenden viel Glück, den Wind aus der richtigen
Richtung und allzeit volle Luft auf den Reifen.

Gruß Jürgen Quurck (Zox 20)
und im Auftrag:
Fabian Jessen (Zox 20)
(Vielen Dank, dafür das Du mir zum Zox geraten hast)
Frank Hertstein (Zox 20Jive Eigenbau)
(Der super mitgefahren ist)

PS: Christop: Mail uns doch mal Deine Postanschrift. Dein Heldenmut, die
ganze Eustaff Alkoholfrei durchzustehen, würde ich gerne durch eine Probe
heimischer Hopfen-Getränke belohnen. Das sollte er uns doch Wert sein,
Kollegen, oder? Spendet reichlich.

 

Author: Christop Hipp
Subject:  German stages are all done!
Date: Sat, 21 Sep 2002 15:17
At 12:05 the stage-change in Diebolsheim was made. Claus Caspary and Alex
Schneider drove in spectacular one hour 50 minutes for 62 km. That means an
average speed of nearly 34 km/h.

A few minutes ago told Martin Schleich, that they reached Basel a little bit
earlier than calculated.
They drove 91 km in 2 hours 55 minutes and so an average-speed of 31,2 km/h.

They made it wonderful, especially why nearly all teams in Baden-Württemberg
changed their cast during the week.

Now Frederik Anheuser, who should drive with the last german team, is
driving with the first swiss team. That's flexibility :-))

Now I've to inform Bernard Zimmerli in Biel/Bienne about the
in-time-stage-change. In Biel they have to calculate with a stage change at
10 past six o'clock.

So long,

Christoph

 

Author: Christop Hipp
Subject:  Thomas Traber is one of the EUSTAFF-winners, ...
Date: Sat, 21 Sep 2002 09:39
... because he made it really better than he expected!

He drove his 96 kilometers 20 minutes faster (3:10) with an overall-average
of more than 30 km/h.

Now the team of Hanno Hirsch is on the way to south.
They were a little bit too late, but this was my guilty.
Never change a system, when you slept too less.
I didn't realise a central database-connection to the call-times. So the
call-times, me were showed, were still the old unchanged call-times.

And I was surprised, because Hanno and his team had already their breakfast,
when I telefoned to them.

Sorry for that.

It seems, that the damage is not too big, with exception of that the team of
Hanno had to hurry up to reach the meeting-point. But Thomas drove them
towards ...

cu,

Christoph

 

Author: Christop Hipp
Subject:  A very very happy Fabian Jessen :-))
Date: Sat, 21 Sep 2002 05:23
Fabian Jessen told 2 minutes ago, that the stage changed again.

They came in with a 15-minutes-lead, they drove 121 km in 3:50 with an
average speed of nearly 32 km/h, which is very very good!!

This year the whole team reached the stage point together :-))

Now is the team around Thomas Traber on the road.
They have to drive to Wörth. Wörth is a small german town at the border to
France (I think, that's right). Now the last four german teams have just
only to drive around 330 km to the swiss border.

Hanno in Karlsruhe, it has to go to wake up! In 1 1/4 hour I'll call him ...

Christoph

 

Author: Christoph Hipp
Subject:  Good Morning!
Date: Sat, 21 Sep 2002 04:28
A wonderful good morning to all of you.

It's now a quarter past 4 o'clock in the very early morning. Today it's
Saturday, the 21st of September in the year 2002.

1500 km are made!!

The EUSTAFF went on very fine during the night.

I just called with Fabian Jessen, and he told me, that they expect to reach
Guntersblum not later than 5:05, perhaps a few minutes earlier.
If that's true, they would be 10 to 15 minutes faster than expected. We'll
see.
So I informed a still little bit sleepy Thomas Traber. I hope, he'll find
his team-partner Stefan König, who wanted to sleep somewhere around the
railway-station in Guntersblum :-) ...

I'm preparing my first coffee this morning.

I can hear the sounds of the harbour in Hamburg, it's fascinating.

I will keep you informed, when the stage change is happend.

Greetings, Christoph

 

Author: Rüdiger Gabriel
Subject:  D16: Düren - Bonn
Date: Sat, 21 Sep 2002 03:16
Liebe Freunde im Fahrerlager von Formel EUSTAFF,

Nach unserem eher unfreiwilligen Début im Jahr 2001 konnten Till Osthövener
und ich heute Abend am zentralen Kreisverkehr in Düren, wo sich zwei
Bundesstraßen kreuzen, das Staffelholz von Stephan Schmidt, Aachen und Peter
Ubachs um 20.00 Uhr übernehmen. Peter hatte die Anreise mit der Bahn von
Castrop-Rauxel nicht gescheut und da er kein Auto besitzt, war seine
Teilnahme ein ökologisch umso glaubwürdigerer Beitrag. Auch aus Deiner Hand,
Peter, konnten wir das Staffelholz mit gutem Gewissen übernehmen!

Dieses Jahr schien alles eleganter, besonnener, ruhiger, schöner und sogar
schneller zu gehen, was ich nicht zu erwarten gewagt hatte. Zusammen hatten
Till und ich zwar nur 28 Gänge zur Verfügung, aber die waren auf zwei
Rohloff-Gehäuse aufgeteilt, was den Einsatzwert unserer Liegeräder enorm
gesteigert hat und bereits bei der Testfahrt vor vier Tagen zu
Freudenausrufen beim Ampelstart, einem regen Erfahrungsaustausch und
reichlich Vorfreude auf das eigentliche Öko-Rennen geführt hatte. Wäre mal
interessant zu erfahren, wie viele EUSTAFFianer inzwischen die 14-Gang-Nabe
fahren.

Danke, Till, daß Du Dich entgegen Deiner ursprünglichen Absicht doch an einem
vollständigen Abradeln unserer Strecke beteiligt hast, deren umgekehrter
Verlauf uns vom Vorjahr ja bekannt zu sein schien. Andersherum ist - so banal
es klingen mag - eben doch anders. Vielleicht wird diese Erkenntnis ja zum
zentralen Erfolgsrezept der diesjährigen EUSTAFF? Unser Team jedenfalls hat
nur Vorzüge in dem "Sinneswandel" der Rennleitung entdecken können: Weniger
Wind von vorn, die kleinen Anstiege auf der Strecke fielen uns dadurch
leichter.

Wir konnten am Start dankbar ein Guthaben von 40 Minuten übernehmen und haben
noch mal 15 Minuten hinzugefügt, obschon wir an einem Gebüsch mal eben "für
kleine Bergziegen" waren. Später viel Tills Licht aus, weil er den Akku im
Gegensatz zu mir nicht in seinem VeloCase verstaut hatte, sondern ihn daran
als Außenlast befestigt hatte, um das Kabel von dem kräftig schließenden
Kofferdeckelrahmen nicht durchbeißen zu lassen (EUSTAFF-Erkenntnis und
Verbesserungsvorschlag: künftig Kabeldurchführung serienmäßig?). So gelangten
wir auf der holprigen Walddurchfahrt zu einer zweiten Zwangspause. Während
Till seine Stromversorgung reparierte, bestaunte ich den klaren Himmel und
den herrlichen Vollmond, der die 10 Kilometer lange schnurgerade
Holperstrecke zwischen den Tannen hindurch beleuchtete, die zwar nur maximal
18 km/h zuließ, aber dafür brauchten wir die zuvor auf der Landstraße dicht
an uns vorbeifahrenden Lkw nicht mehr zu fürchten.
Und ich bewunderte außer dem Mond auch Christoph Hipp, der folgenden
"weatherforecast" für unser Gebiet eingeholt hatte:

Düren: mostly sunny, dry, 17°C, wind from north with 2 beaufort
Bonn: mostly sunny, dry, 19°C, wind from north with 2 beaufort
Koblenz: less clouds, dry, night around 10°C, wind turns from north to
north-west, around 2 beaufort

Christoph, Das mit dem "sunny" hatte sich zu der späten Stunde naturgemäß
zwar erledigt, aber Dein Seher-Service aus der Kristallkugel bescherte uns
nicht nur "dry" sondern auch Rückenwind vom Feinsten und eine ideale
Radeltemperatur! Was wünschst Du Dir denn von uns im Gegenzug zu Weihnachten?
Vermutlich ein Windrad mit Volt- und Ampèremeter, damit Du einschätzen
kannst, wieviel 2 Beaufort auf die Windwattwaage bringen?

Auf der dann folgenden, abschüssigen Schotterpiste lächelte Till wegen seiner
breiten Reifen still in sich hinein und schaltete für mich fairerweise seinen
Breitstrahler zu, was meinen Gaul, das Flux S 600 aber in keiner Weise
hinderte, mich erneut abzuwerfen - wieder nach links. Meine wichtigste
EUSTAFF-Schotter-Lehre: Meine Lernfähigkeit im Sattel bei Nacht hält sich in
engen Grenzen!
Danach kam "Macadam" (das französische Wort für Asphalt), auf dem wir bergab
an den Bonner Stadtrand glitten. Die Rohloff-Nabe kennt Sommer- und Winteröl.
Wir aber fuhren ab jetzt Heizöl! Mit streckenweise 50 km/h stochten wir von
Ampel zu Ampel und trieben die grünste aller grünen Wellen vor uns her! Unser
taktisches Konzept ging auf - Naherholung im heimischen Forst, danach die
Jagd eröffnen und mit frischer Power die letzten Kilometer durch das
nächtlich verträumte Bonn.

Die wilde Hatz fand unter der Kennedybrücke bei Arne Schambeck und Alex Kern
(D 17) ein friedliches und erfülltes Ende.

Der unermüdliche internationale Conferencier bemerkte danach:
"They were very much faster than calculated and needed only 2:15 for 60 km,
so far an average speed of nearly 27 km/h. Congratulations for that. Last
year we were very happy, that they helped to fill a few kilometers, this year
they made their work with engagement AND routine AND speed. Great!"

Was wir gewonnen haben?
Nicht nur Erfahrung und Freude an der vom Hamburger Team straff geführten
Veranstaltung, sondern auch einen neuen Freund und Flux-Fan: Wulf Oelrich auf
S 600 als neues "HPV Deutschland e.V."-Mitglied und spontan entschlossenen,
kräftigen Teamfahrer bei D 5, was Olaf Schulz kommentierte: "Wulf was a good
rabbit, really!"

Euch allen möchten Till und ich ganz herzlich danken für die direkte und
indirekte Unterstützung vor und während der EUSTAFF 2002!

Den um diese Zeit und bis Sonntag noch für unsere Sache Strampelnden wünschen
wir vor allem unfallfreie Fahrt und glückliche Heimkehr, vor allem Christof
Waas, der den weiten Weg aus Österreich als Helfer in der Personalnot nicht
scheute und so dazu beiträgt, daß wir durch sechs Länder mit Teilnehmern aus
nunmehr mindestens sieben Nationen antreten konnten.

Ganz ehrlich: Ich freue mich auf die EUSTAFF 2003 !

Rüdiger

 

Author: Stephan Schmitt
Subject:  D15 Maastricht-->Düren
Date: Sat, 21 Sep 2002 01:17
Hallo liebe Eustaffler und alle die es werden wollen!
Hier ein kleiner Bericht über die Etappe Maastrich Düren:
Die Fahrerei begann kurz nach der Ankunft von Peter am Aachener Westbahnhof
um 15:26.
Von hier aus tuckerten wir gemütlich über Valkenburg nach Maasticht, und
hatten als wir ankamen, einen 30ger Schnitt auf dem Tacho stehen ohne uns
wirklich angestreng zu haben. Naja Aachen liegt auch ein gutes Stück höher
als Maastricht.
In Maastrich dümpelten wir noch etwas rum, Peter versorgte sich noch mit
Nahrungsmitteln und wir besuchten noch die alte Maasbrücke, alles rundum
entspannt.
Um 17:40 war es dann soweit die Belgier kamen! Ein Photo, der Brief, noch
ein paar gute Worte auf den Weg und schon waren wir auf dem Weg gen Düren...
dachten wir- nach 200m standen wir geschlagene zwei Minuten an einer Roten
Ampel.
Aus Maastricht über schnelle Schleichwege raus, auf den Fahrradweg entlang
der N278.. ummzumz umumz über holprige Betongplatten- erst mal einen
knackigen Anstieg hoch... Der Schnitt war irgendwo bei 18km/h als wir dann
auf dem ersten Plateau ankamen. Die nächsten 8km gingen immer ummzumz umumz
etwas bergan bis der lang erwartete Gulpener Berg endlich unter unseren
Rädern war. Als wir den dann umzumzumzumzumzumzumz runtergerattert sind war
der Schnitt dann doch über 30.
Die Fahrradwege deren Benutzung nicht alleine wegen
rabiat-selbsternannt-beoutoten Hilfsscherriffs in den Niederlande geboten
ist, waren doch sonst mit meinem gefederten dickbereiften Semitief irgendwie
glatter- komisch...
Weiter gings dann über Vaals nach Aachen. Wir wählten die Strecke durch die
Stadt- genau mitten durch die Stadt!
Ich will das Thema nicht ausweiten nur soviel: ich bab jetzt ne ziemliche
Verkehrsampelalergie! Wir standen zirka 25 mal an einer Roten Ampel- zum
mäusemelken, aber der kürzere Weg von etwa 5km scheints irgendwie gebracht
zu haben!
Hinter Aachen gings dann nochmal einen kleinen Berg hoch und danach war
ersmal Ruhe mit Anstiegen. Nache Eschweiler runter hat echt spaß gemacht.
Wir sind beide mit über 70 den Berg runter :-)
Danach noch nach Weisweiler und dann über die schöne gerade, fast
hindernisfreie Bundesstraße--- schöööööhhn. Das letzte Stück sind wir dann
nur noch über 40 gefahren und haben den an den Ampeln geschundenen Schnitt
wieder über 30 gedrückt.
Am Kreisel Angekommen gab es wieder das gleiche Zeremoniell: Ein Photo, der
Brief, noch ein paar gute Worte auf den Weg und schon das nächste Team auf
dem Weg gen Bonn...
Der Schnitt war knapp über 30 und es standen nur 70 km auf dem Tacho. Die
Berge und Ampeln hatten sich gelohnt. Die Alternativstrecke die René und ich
letztes Jahr nahm (jaja war meine blöde Idee) war zwar schöner, flacher und
ampelfreier aber gut 10 km länger.
So jetzt mußten ich nur noch die 38km nach Aachen zurückradeln, was zu Essen
fangen, Peter auf den Zug setzen, mich duschen mein Zeuch wegpacken un schon
konnte ich mich an den Rechner setzen und Euch diesen Bericht schreiben!
Grüße aus Aachen
Stephan Schmitt

 

Author: Christoph Hipp
Subject:  Bonn reached
Date: Fri, 20 Sep 2002 22:33
Rüdiger Gabriel and his crew reached Bonn, Kennedy-Brücke, where they gave
the letter to the next team on their hard way through the night.

They were very much faster than calculated and needed only 2:15 for 60 km,
so far an average speed of nearly 27 km/h. Congratulations for that. Last
year we were very happy, that they helped to fill a few kilometers, this
year they made their work with engagement AND routine AND speed, great.

Now is Arne Schambeck and I think Alex Kern on their way to Koblenz along
the Rhein-river.
I hope, they don't have any problems and all will go round.

From now I will reduce the number of the mails and only report the
essentials, which are happening. Don't be angry, but the night will be quite
long for me, longer than for the most of you :-)

cu,

Christoph

 

Author: Christoph Hipp
Subject:  second german team is running
Date: Fri, 20 Sep 2002 21:21
Since 8:05 the second german team is on the road.

The team around Rüdiger "Velomobil" Gabriel could start earlier than
calculated, because the team of Peter Ubachs and Stephan Schmitt was a
little bit faster. They drove 70 km in 2:30 hours with an average speed of
exactly 28 km/h.

Now the next teams of Arne Schambeck and Fabian Jessen are informed. Both
have to do long night-distances, Fabian Jessen and his crew 120 km until
expected 5:35 o'clock in the very early morning.

I'll be here, it's continously possible to talk with me. Perhaps my
loveliest living-partner and second
general-main-key-senior-junior-super-duper-manager Heike will take over for
a few hours.

So long,

Christoph

 

Author: Jan Van Dyck
Subject:  EUSTAFF Kapellen Maastricht
Date: Fri, 20 Sep 2002 21:21
Team: Nico Coen , student, Optima Baron X-low, no tailfairing
Sietse De Laether, student, Optima Baron X-low, no tailfairing
Stefaan Willems, close to 40, no student, Baron X-low, no tail
fairing

The last Dutch team arrived in TimBiesemans Ligfietsshop at 14.20 hours. A
bit behind the scheme but not much. We had been studying the route and the
riders wanted to know who the hell put an average of 40 behind the trip
Kapellen Maastricht.. I had to admitt it was me. I wanted to push them a bit
and I had done part of the route. Knowing the route and their legs(Nico ,
Sietse and Stefaan are members of the Tim Biesemans Racing team!) I knew it
was possible to go for a very fast time. The first part was difficult: about
10 km to the banks of the Albertcanal with lots of trafficlights. In Schoten
the riders got on to the left bank of the canal and the speed went up to 45
km. In Massenhoven, our backup rider Hans Lambrechts, student , on a
homebuilt lowracer, jumped in . For about 30 km he took the lead , so the
team could take “a rest” in his slipstream. While “taking it easy” the
speed was 44 ,45.
No flat tyres, no rain, …Nice weather, a bit cloudy, hardly any wind.At one
point there were roadworks but that only slowed them down for 5 minutes. The
team had to cross the canal four times in order to take the best side. First
measurements pointed out:120 km but taking into account the route through
Maastricht added at least 10 km. They arrived in Maastricht at 17.35 h. Not
bad. When they arrived the only small problem occurred: none of the gsm’s
worked in Holland! At that moment Christhopp Hipp, oic Eustaff, happened to
phone Stefan Schmid , the German rider waiting at the railwaystation. So the
Headquarters were informed, it was only us ( people at the changing point
and me at home) waiting for news. I knew the train for Antwerp was leaving
at 18.10 so I decided to wait 10 minutes and phone myself. We had agreed not
to pnone while riding, the riders were to call me when they arrived. I
managed to contact one of the gsm’s, with some problems, and they told me
everything went smooth.
When I dropped the phone I had an instant call from the changing point in
Kapellen. They had been waiting for news,so I told them everything was fine.
Using the canal made our team very fast. Next year we’ll find someone to
bring the letter to the Albertcanal and someone to study the streets of
Maastricht…

Jan Van Dyck
Hpv Belgium

 

Author: Carsten Böttcher
Subject:  Report stage D4
Date: Fri, 20 Sep 2002 20:07
Hello to all,

here's a short report from the stage from Ahrensbök to
Winsen/Luhe (D4).
After taking some pictures, we startet at 15:35. "We",
that is Björn Schenk with a selfbuild 20/20 Lowracer
and me with a Challange Hurricane. The weather was
fine, cloudy, 18° and nearly no wind. The first 2/3 of
our stage were hilly, the rest absolutely flat.
Though we planed, not to start too fast, we did the
opposite. After 30 km we had an average of 38.5 km/h.
Then my bike computer stops working :-(. And that was
not the first time. So NEVER buy a Sigma 1400.
The rest went quite well. We had no cardrivers using
their horn, although we never used any bike lanes.
And we only lost some minutes in the three small towns
we cross.
Because of our similar level and bikes, we could
change our position very often an support each other.
We reached Winsen after 3:05 hours, only having a
one-minute break. We did an average of 35 km/h overall
and 36,25 for the driving time. That was nearly two
km/h more than we ever did on such a terrain. It was a
lot of fun.

Carsten

 

Author: Christian Ascheberg
Subject:  D% Winsen - Verden
Date: Fri, 20 Sep 2002 19:30
Wulf Oelrich startet at Winsen half past 6, Olaf Schultz and me
Christian Ascheberg started at Winsen at about 7 pm.
The weather was fine. No wind, it was not could. For me it seamed
all the tour like a mild sommer evening in my cabine made
by Eggert Bülk.
Wulf has driven a flux, and because he was afraid that he could be
to slow for us high-speed drivers we could not stop him to start
early. On the other hand, better to start early than to drive behind
us. Early starting means driving at daylight.
At 7 pm Olaf and me started after a nice foto session. We started
slowly and had some red traffic lights. Near by Winsen the road
was not very good. Worst was the rough surface at Garlsdorf.
Leaving this surface near by Egesdorf we took a little speed.
Then we reached Eggesdorf. Best surface, no traffic stops necessary.
Near by Evendorf we took our best speed. I tried to to drive best for
Olaf, so that we together would take maximim speed (Windschatten).
But the way down I was to fast. Even when I let the bike glide down
the hills without moving my feet. The hills up I was going with some
effort, because my bike was about 8 kg heavier then Olaf's baron.
But the hills up, I was even to fast for Olaf, who was permanent
driving at his limit. My windshield for Olaf was not big enough.
At Heber darkness was coming and Olaf took the right side, I took
the left side of the road and we walked "hand in hand" with each other.
There was not much traffic and it seames to makes less stress
for Olaf.
Our rabbit, Wulf, we thought we would reach at Neuenkirchen.
Neuenkirchen we reached, but not Wulf. Olaf tried to get telephone
contact to Wulf. Wulf was much kilometers in front of us at
Schneeverdingen. Schneeverdingen came, the light frome
Olafs accumulator driven lamp was going down. Olaf has
to take his SON with to other lights. Our speed was going
down. But our rabbit, Wulf we could not reach.
My light was to dark, so we could not switch out Olafs light.
When arriving Verden, we saw a bycicle near by the road. Wulf
was waiting for us. He wanted to reach the aim together with us.

Reaching Verden we again took a nice foto session with the D6
team.

O.K. the rabbit is the winner. Wulf with his Flux S600 took a speed
at a distance of 95 km he never had bevore. Applause Wulf!

Next time we keep in contact with Wulf if we all together again
will drive D5.

I myself arrived very happy. My brand new bike was running fine.
No problems. It was good for more speed. I can test that at
different oportunities. We three, Wulf, Olaf and me arrived in
time. We where some minutes faster than our plan was. We had
no accident, no problems with health. We had much fun
and it was great to be a member of a Europeen team.

I wish all the others the same fun and good wheather we had.

Thank You Christop Hipp for Your work. I like Eustaff.
Without Your work, planing, taking the telephone we were
nothing. Thank You all the others, supporting the Eustaff.

Good look and have a nice day
Christian

 

Author: Christoph Hipp
Subject:  absolutely incredibleeeeeeeeeeeeeeeee
Date: Fri, 20 Sep 2002 17:53
... I cannot believe that.

The Belgians did it, they drove with an average speed of definitively MORE
than 40 km/h over minimum 120 km.

I hope, Jan van Dyck will help to solve this miracle :-))

Now Stephan Schmitt with another guy (Peter Ubachs, I think) started. Well,
I promised him, that he can drive, as long as we have daylight, and all of
the already started teams helped to fulfill my promise.

So the chances are very good, that Stephan will reach Düren around 8
o'clock.

I wish him less cars and big luck!

Christoph

 

Author: Christoph Hipp
Subject:  More than 1000km reached
Date: Fri, 20 Sep 2002 14:40
Between Dordrecht and Kapellen the first 1000 km were done!

Let's hope, that all will go on with less problems!

Christoph

 

Author: Christoph Hipp
Subject:  Belium started
Date: Fri, 20 Sep 2002 14:38
Hello, people,

now it's a VERY interesting part of the EUSTAFF, the belgian stages.

They want to drive through Belgium with an average speed of MORE than 40
km/h incl. a short way through Maastricht.

Stephan, take attention, the belgians are coming!

Possibly they will be 10 minutes faster than in my time-table.

The last dutch team lost 10 minutes on the schedule, but that's no matter.
So they drove 88 km in 3:10 and an average speed of nearly 28 km/h.

I'm not sure, but possibly went something wrong with a stage-change.
But I think, we'll get more informations about that.

OK, the EUSTAFF is still going wonderful.

And now a short-term-weatherforecast:
Hasselt: cloudy, dry, 17°C, wind from north with 2 beaufort
Maastricht: same
Düren: mostly sunny, dry, 17°C, wind from north with 2 beaufort
Bonn: mostly sunny, dry, 19°C, wind from north with 2 beaufort
Koblenz: less clouds, dry, night around 10°C, wind turns from north to
north-west, around 2 beaufort

OK, that's enough for the moment.

I wish the belgians as much luck as they need and a little bit more :-)

Christoph


 

Author: Christoph Hipp
Subject:  Last dutch team is on the road
Date: Fri, 20 Sep 2002 12:22
Hello to all,

since 10 past 11 the last dutch team is on the road.
Jan van Dyck in Belgium is informed.
He told me, that probably - for the expected average of 40 km/h!! -
Masstricht will be a problem.

But he told me, that they want to be around 17:30 or earlier in Maastricht.

So, Stephan, it's looking good, that you can drive with daylight!!

cu,

Christoph

 

Author: Olaf Schultz
Subject:  Kurzbericht D5
Date: Fri, 20 Sep 2002 08:09
Hey folks,

back at work and 190 km/24 h
(Harburg>Work>Harburg>Winsen>Verden>Rothenburg>Work) later:

It started good. The weather was fine, slow wind and about 16--20 deg.
Celsius.

Wulf Oelrich from Munster/LowerSaxxony was there with his Flux S600. He
started at 18:00. His mind was, that we are much faster, so that we can
reach him after half the distance or so and than pedaling all togheter to
Verden. Bullshit. He was as nearly as fast than Christian with his
Bülk-fully-faired* Zox 20/20 and my rear-faired Baron. We startet at
nearly 18:30 and were only able to get him, because Wulf waited two
minutes at the entrance of Verden:-) Wulf was a realy good rabbit.

Perhaps we were able to reach him, but my muscles reacted bad on the
inhommogen speed between Christian an me. His fairing was to good. And
than he mentioned, that he could recognize, if I switched my conventinal
light (SON with 2 BiSy-FL) on in a loss of 1 or 2 km/h. OK, but sometimes
I have to charge my taillight:=( And I did'nt calculated, that the 7,2
V/6Ah NiMH-Pack was not so full as I tought to reach Verden with the
Solarc, so the last 30 km were completly with the SON and additional
spasms in the calfs:( But the light of 2 FL's was much butter than the
grave-light Christian had, and the Solarc run only on 7.5 W, not on the
normal 10 W:-)

After presenting the echolon-letter to D6 we stayed a short time together
and I rode to Rothenburg for the train. Very slow, eating some honey and
fall in the train back to Hamburg. It could be two degrees warmer, but
that was all, I can say about the weather on D5.

Olaf, have a nice trip, Schultz

 

Author: Harco den Bremer
Subject:  NL 9: Hardenberg - Zwolle
Date: Fri, 20 Sep 2002 07:05
Hi there just a short note for the stage Hardenberg - Zwolle. Had a great
dinner with Johan, Lidy and Frans Volmer. Frans had already arrived on
his Baron. During desert Jack Dekker, Marita Laan with thei C-Alleweder
and Quest arrived. Went to bed early and missed all the commotion about
Jack's missing shoes... Aparently Johan fell down the stairs and made a
lot of commotion. Johan probably has a better story. Johan woke me at 3am
as the were ahead of schedule... After freshly baked bread and tea we went
to the famous Hardenberg cycle tunnel. We met Frank at the tunnel (still
with a full battery...)

After we we got the letter we raced through Hardenberg. Frank with his M5
shock-proof and I in my Alleweder. It was a bit difficult to keep up with
the heavy Alleweder but once outside Hardenberg it all went smooth. But then
Frank's battery went dead and he had no light.... Luckily the lights on my
Alleweder were ok (2 x 5 w) so we had enough light to find our way but not
enough to go at full speed. The part to Vilsteren was a bit more difficult
in the dark than we thought. It was a narrow path with no lights and some
traffic that blinded us... We managed to get to Zwolle in one piece. We
called Paulus to get ready and within 10 minutes we met them near the bridge
over the IJssel. We managed to get an average of 33.6 (Frank has the correct
distance) and that in the dark was some achievement....

All in all we had a great race and thanks to the Hardenberg staff for their
hospitality ! Hope Paulus will put some of the pictures on the web and sorry
Paulus, I forgot to give you your EUstaff caps....

Regards,
Harco.


 

Author: Christoph Hipp
Subject:  a warm hello to the first dutch team
Date: Fri, 20 Sep 2002 02:39
Hello, Netherlands,

just a few seconds ago told me the last north-german team, that they will be
at the meeting-point in 10 minutes.
I informed Johan, the rider in the first dutch team.

Well, so this team also made it quite better than planned, 15 minutes on the
planned time, thats quite good. They made a very long distance of 110 km in
3 1/2 hours, that means with exactly 31,4 km/h.

OK, now I'm doing 10 m in 2 Minutes, that means, I'm very very tired.
My bed is wonderful warm, and I'll sleep very good.

I think, that the dutch team will do it very well. Very friendly greetings
to Herbert Tiemens and Jan van Dyck, who are organising the teams in "their"
countries.

I'll have to look tomorrow morning for several thing for my holidays, but
after 12 o'clock I'll be again with the EUSTAFF.
Until this time sleep well, folks ...

Christoph

chr chr chr chr ...


 

Author: Christoph Hipp
Subject:  Twistringen is passed
Date: Thu, 19 Sep 2002 23:22
And the last north-german team is on the road.

Two weeks ago it looked not very good, because I had no driver.
But with a few telefone-callings and appeals to "honour, responsibility and
fun" :-) the team was filled again.

The team from Verden to Twistringen is now the fastest in northern germany
incl. Denmark!!
They drove an average speed of 40,5 km/h!!

At the next EUSTAFF they have to take a longer distance than only 54 km - I
arranged that with Lars Huxmann and Jürgen Ruddek.

Now the team with Martin Freudenreich, Andy Wagner and - this year the first
time! - Eckhard Garrelts tries to drive the route within 3 hours and 45
minutes. They told me, that they have nearly optimal circumstances, so they
expect to be in time.

Johan de Jong is already informed about the stage change. The EUSTAFF is
rolling and rolling and rolling ...

 

Author: Christoph Hipp
Subject:  The first 500km are done
Date: Thu, 19 Sep 2002 22:55
Hello, EUSTAFFians,

it's now 10 to 11 in the evening.
The next stage change will follow in a few minutes.

The first 500 km are done on the long way to Marseille!

I wish you a good night, sleep well.

Oh stop, I will be here up to the stage-change of the first dutch team
around Johan de Jong, so hold on :-)

Greetings, Christoph

 

Author: Christoph Hipp
Subject:  D5 done
Date: Thu, 19 Sep 2002 22:17
Hello, to all,

and there was another stage change.
The team of Olaf Schultz and Christian Ascheberg drove 95 km in exactly 3
hours with an average speed of 31,7 km/h. They drove also - like all other
teams! - a little bit faster tan calculated.

So we are just now nearly 30 minutes faster than calculated.

Hello, Stephan, it's looking good, that you can drive from Maastricht to
Düren, when it's bright :-)

But only one flat tire, and all the time will be gone ...

Hopefully not, Christoph

 

Author: Jens Seemann
Subject:  D3 Puttgarden - Ahrensbök
Date: Thu, 19 Sep 2002 22:03
Wir fuhren knapp 2 Stunden von Hamburg bis Puttgarden. Gegen 12:07 kamen
die beiden Dänen (Mark Olaf Slot +?) von der Fähre und übergaben uns den
Eustaff-Brief. Kurz geschnackt, Fotos gemacht und 5 Minuten später ging
es für uns los. Wir fuhren auf der B207, die mir zunächst nicht für
Fahrräder vorgesehen schien, dachte schon, dass wir jetzt auf die Autobahn
kommen ..., doch Nils wusste den Weg und es stimmte, man durfte mit Rad
auf dem Seitenstreifen fahren. Es kamen allerhand LKW's vorbei, aber wir
hatten genug Abstand. So bis Oldenburg lief es prima mit knapp 33 Schnitt,
Dort ging der Schnitt durch die Stadt gleich um ca. 2 km/h runter. Wir
fuhren praktisch gar nicht auf Radwegen. Manchmal waren (eher schmale)
Radwege daneben. Gerade in Ortschaften, durch die wir häufiger kamen,
sind Radwege aber störend und stark bremsend. Mehr als die Hälfte der
Etappe war es weitgehend flach. Ich habe einige Fotos und kleine Movies
während der Fahrt gemacht. Dann wurde es langsam hügeliger, d.h. es waren
keine starken Anstiege dabei, aber teils lange. So ca. 7 km vorm Ziel
konnte ich Jens B. und Nils an einem langen Anstieg nicht mehr folgen,
weil meine Beine recht platt waren. Habe vielleicht auch zu wenig gegessen,
Mittagessen war ein kleiner Streuselkuchen), unterwegs aber 2 oder 3
Powerbars. In der Ortschaft Ahrensbök, in die ich alleine kam, hupte ein
Mercedes C-Klasse lange hinter mir, fuhr neben mich, drehte die Scheibe
runter und redete, was ich natürlich nicht verstand (bin fast gehörlos).
Vielleicht beschwerte er sich, dass ich nicht auf dem Fussweg (sah nicht
nach Radweg aus) fuhr oder er fand Lieger irgendwie illegal :-) (?)...

Beim Übergabeort kam ich leider zu spät an. Jens B. schätzte, dass Björn
und Carsten nach schneller Übergabe vor etwa einer halben Minute
abgefahren sind als ich ankam (Nils schätzte auf 2 Min. oder mehr).
Schade, das wäre das i-Tüpfelchen für mich gewesen, denn ich hätte sie
gerne beim Losfahren fotografiert. Die Tour hat aber dennoch Spaß gemacht,
denn wir hatten auch prima Wetter und keine besonderen Probleme. Bei ca.
86 km/353 HM hatte ich am Ende 28,7 km/h Schnitt, exkl. ca. 10-15 Min.
Pinkelpause und Ampelstopps. Nils hatte 29,2 Schnitt bei ca. 83 km auf dem
Tacho. Ganz witzig war auf der Rückfahrt in der Bahn (Lübeck-Hamburg),
dass Nils sein Jester einfach auf das Gepäckregal oben legte, weil im
Radabteil alles voll war (mehr Leute als Räder). Passte prima und sicher.
Mein Baron passte leider nicht, weil der Sitz (Schwerpunkt) ja ein wenig
höher ist (wollte den Daruntersitzenden nicht zumuten, dass der Baron auf
sie runterplumpsen könnte :-)).

Jens S.

 

Author: Christoph Hipp
Subject:  Weather Forecast for north Germany
Date: Thu, 19 Sep 2002 19:54
Hi, guys,

I had a look for the weather-forecast for the next hours.
It's going to be cloudy and dry with temperatures during the
night around 12°C.
Also the Belgians seems to get dry weather, perhaps with a little bit sun.
Temperatures dayover around 17, in the night under 10°C.

So quite good circumstances for the EUSTAFF :-)

OK, now I have to call the Bremen-team of Jürgen Ruddek. They have to
prepare themselves to drive to the stage-change-point in Verden, that's a
little town in the south-west of Bremen.

cu, Christoph

 

Author: Rüdiger Gabriel
Subject:  Etappe D16 bekommt Zuwachs :-)
Date: Thu, 19 Sep 2002 19:42
Heute hat sich für meine Crew noch telefonisch Peter Ubachs aus
Castrp-Rauxel angemeldet. Er fährt schneller als Till und ich, so daß wir
einen guten Windschattengeber haben. Er kommt per Bahn + "NRW-Ticket" nach Düren.

 

Author: Christoph Hipp
Subject:  ... the Eustaff is going very fine
Date: Thu, 19 Sep 2002 18:50
Hello, guys,

a few seconds ago I got a call, that the last stage change in Winsen/Luhe in
the south of Hamburg went fine.
The team of Björn Schenk and Carsten Böttcher was nearly exactly in time,
they were 5 minutes faster than our plannings. So they drove 107 km in 3:05
hours, that means a average speed of exactly 35 km/h, hew ...
That means, that we have now 20 minutes advantage to our plannings.

Now the team with Olaf Schultz and Christian Ascheberg overtook the stage to
Verden, which they want to reach around 21:45.

Christian Ascheberg is driving full-faired, and Björn told me, that
Christian seemed to be very motivated :-).

So I informed the following team, that they possibly have to start a liitle
earlier.

I wish them good luck. Now with the night-driving the real work will start.
I heard, a few people are able to enjoy a night-ride. Hopefully they can do
so ...

cu,

Christoph

 

Author: Christoph Hipp
Subject:  Alles im Plan
Date: Thu, 19 Sep 2002 13:09
Es gibt erste Nachrichten, die alle äußerst positiv sind:
- die dänischen Teams sind hervorragend durchgekommen mit einem
34er-Schnitt,
- das erste deutsche Team um Nils Schmidt hat um 12:15 Uhr und damit 10
Minuten eher als geplant übernommen.

Aus der Schweiz habe ich ebenfalls (endlich) positive Nachrichten erhalten.

Frederik Anheuser, der ursprünglich die Etappe bis Basel mitfahren sollte,
fährt nun mit Florenz Hunziker zusammen bis Biel/Bienne.
Die weiteren Etappen wurden nun verbindlich mit Namen versehen. Ich habe
Ansprechpartner, mit denen ich mich unmittelbar in Kontakt setzen kann.

Weiterhin wird die EUSTAFF nicht durch Genf, sondern um Genf herum fahren.
Ich nehme an, daß dies die gleichen Gründe hat wie bei jeder grösseren
Stadt.

Das bis hierhin. Melde mich wieder, wenn ich mehr weiß.

Grüsse, Christoph

 

Author: Rasmus Offersen
Subject:  Start in Copenhagen
Date: Thu, 19 Sep 2002 06:38
Here is my report from the start in Copenhagen - digital photoes will follow later in the morning

As the sun rose over the many-towered skyline over Wonderfull Copenhagen
the first EUSTAFF02 team met at the town hall square. The team consisted
of Mark Olaf Slot on his back-faired Baron, Torben Scheel on an un-faired
Danish Evita bike and C.G. Rasmussen in his Leitra. The team left exactly
at 06.00 hrs in good weather with 16 Cel. and no wind."

Best regards
Rasmus

 

Author: Rüdiger Gabriel
Subject:  D16 - Generalprobe
Date: Thu, 19 Sep 2002 01:27

Soeben komme ich klatschnaß geschwitzt mit der allerletzten Bahn aus Bonn, wohin wir von Düren bis unter die Kennedybrücke geradelt sind. Es waren 60 heiße Hechelkilometer und wir haben eine noch günstigere Streckenführung auf einer 50.000er Karte ermittelt, um den Anstieg an der Ville zu vermei-den, einem Höhenrücken in Nord-Süd-Richtung zwischen Köln und Bonn.

Till und ich haben die neue Streckenführung erfolgreich probiert, die den öffentlichen Straßenverkehr wegen unserer Nachtetappe noch stärker meidet. Die in diesem Jahr umgekehrte Fahrtrichtung er-schien mir einfacher zu fahren oder ich bin dieses Jahr besser drauf. Wie früher bei 5000-Meter-Läufen bin ich aber im heutigen Training auch wieder zu enthusiatisch gestartet (30 ... 33 km/h) und war nach 45 Kilometern durch die Nacht derart ausgepowert, daß ich vor Unkonzentriertheit fast vom S 600 gefallen wäre. In der dringend notwendigen Pause brauchte ich dann erst mal Mars, Müsliriegel und einen halben Liter Wasser. Den Schokokram habe ich in mich hineingefressen wie ein Kranker. Till meinte, ich sei wohl völlig unterzuckert.

Nach zehn Minuten war ich wieder fit (Irgendwas soll verbrauchte Energie ja rasch zurückgeben?) und wir gingen die neue, zehn Kilometer lange Durchfahrt durch den Kottenforst bei zunehmenden Mon-denschein locker an. Wir trafen auf einen ausgefahrenen Waldweg, für den ich hoffe, daß es am Frei-tag nicht vom Himmel schüttet, denn dann erlebt er eine Schlammschlacht gegen die Uhr.

Vor den Toren Bonns schmiß es mich dann doch noch von dem phantastischen Flux S 600 mit seiner genialen Rohloff-Schaltung, als wir bei völliger Dunkelheit auf eine abschüssige Schotterstrecke gerie-ten, die sich auch am Freitag nicht vermeiden läßt. Die Luftdruckfederung hinter meinem Sitz war so stramm aufgepumpt, daß das Rad zwischen den Steinen nur so tanzte und ich es schließlich nicht mehr zu kontrollieren vermochte. Zum Glück habe ich mich nicht nenneswert verletzt, außer Abschür-fungen am linken Handballen. Wenn ich falle, falle ich immer nach links - warum eigentlich?

Das war kurz vor Erreichen der B 56, die ja von Düren über Euskirchen nach Bonn verläuft und die man als Radler bei Nacht tunlichst meiden sollte. Das letzte Stück innerhalb des Bonner Stadtbereichs wird von den Motorisierten jedoch zivilisiert befahren, so daß man als Radler eine Überlebenschance hat. Die Fahrt durch das nächtliche Bonn auf der B 56 war eine durchaus "geil" zu nennende Jagd, bei der wir den Nachtbus geradezu von Ampel zu Ampel vor uns hertrieben. Es war grandios, wie man mit der Rohloff im Stand mit einem (!) Dreh zehn Gänge auf einmal runterschaltet, um dann mit voller Kraft an der Ampel schneller über die Kreuzung zu hechten als die Autofahrer! Diese Schaltung ist mit 800 € ihr Geld wert!

Alles in allem war der Schnitt mit 24,5 dennoch bescheiden, im Vergleich zu dem was die Boliden der Liegeradszene für beeindruckende Trainingsergebnisse vorweisen. Nun bin ich ja aus dem Studen-tenalter gerinfügig herausgewachsen und Till und ich bilden inzwischen ein bewährtes - und ich denke auch für die EUSTAFF zuverlässiges, weil berechenbares Team, das sich mit strammen Oberschen-keln durchkämpft, sich auf der Asphaltpiste im Windschattenfahren übt und im Wald bei Scheinwerfer-licht die Schlaglöcher zu vermeiden trachtet - und dabei stets eine super Stimmung hatte.

Wir werden uns bemühen am Freitag einen 25,5er Schnitt zu erreichen, indem z.B. ich a) wegen des Lichtbedarfs den die ganze Zeit bremsenden Seitenläuferdynamo durch einen Akku im VeloCase er-setze und b) vorher und ohne anzuhalten meinen Zuckerbedarf zu decken versuche und c) den De-ckel einer Gerolsteiner Mineralwasserkunsstoffflasche noch durchbohre, damit ein Kunsstoffschlauch durch die Öffnung bis zum Flaschenboden geführt werden kann und ich auf diese Weise während der Fahrt "trinkfähig" bin. Schließlich lebt das Kamel ja in der Wüste auch aus seinem Höcker ohne aus seinem schaukelnden Wiegetritt zu geraten. Oder läuft das Wasser erst aus dem Höcker, wenn eine Camel vorn abkniet? In Biologie war ich auch nicht so gut!

Während Till im Vorjahr eine Krampf-Lösepause brauchte und ich auf den letzten fünf Kilometern nur noch auf dem Zahnfleisch hinter ihm her pedalierte, sind wir diesmal konditionsmäßig besser drauf und vor allem guter Dinge!

Was insbesondere Till anbetrifft, so könnte ich mir für diesen Zweck keinen besseren, unermüdlichen, vor allem aber stets optimistischen und immer fröhlichen "Copiloten" wünschen, der im Übrigen auch nie um eine technische Idee verlegen ist.

Wir werden das schon packen!

Lieben Gruß!

Rüdiger


 

Subject:  Die Spannung wächst ...
Date: Sun, 01 Sep 2002 03:20:58 +0200
Dieses Jahr werde ich alle Berichte so aktuell und zeitnah wie irgend möglich einstellen.

Was wird dieses Jahr so alles passieren? Man darf gespannt sein....

good bike to all drivers in Europe!

 /-/ndy