Eustaff

Die Europaische Staffel. "... durch Europa an einem Wochenende"

Was heißt EUSTAFF?

 

EUSTAFF ist die Abkürzung für »Europastaffel«. Dieser Begriff beinhaltete zwei wesentliche Komponenten unseres Projektes:

  • Es ist ein europäisches Projekt: In 3 Tagen fuhren die Staffeln immer durch mehrere Länder Europas: Dänemark, Deutschland, Niederlande, Belgien, Schweiz, Frankreich, eine Strecke von ca. 2500 km. In der Regel wurden die Etappen der Staffel von örtlichen Fahrerinnen und Fahrern gefahren. So waren also auch 6 Nationen vertreten.
  • Es ist eine Staffel: Über 30 Teams fuhren jeweils im Durchschnitt Etappen von etwa 90 Kilometern - in einer ununterbrochenen Kette bei Tag und Nacht. Als symbolische Nutzlast trugen sie z.B. eine Grußbotschaft des Bürgermeisters des Startortes an den Bürgermeister des Zielortes oder – ergänzend im Jahre 2003 – eine Botschaft des Weltkirchentages in Genf nach Berlin.

Was will die Eustaff erreichen?

 

Die EUSTAFF möchte zeigen, dass es mit Muskelkraft auch für „normale“ Menschen möglich ist, ungeahnte Leistungen zu erbringen. Dabei soll einmal mehr bewiesen werden, dass es mit H(uman)P(owered)V(ehivle)s jeglicher Art möglich ist, sich nicht nur gesund und energieeffizient, sondern auch mit viel Spaß und Freude durch Europa zu bewegen.

Das Gemeinschaftserlebnis EUSTAFF ist es, das die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beflügelt, weit über ihre vermuteten Leistungsgrenzen hinaus ein Werk zu vollenden, das irgendwo in Europa begonnen wurde. Hinter der EUSTAFF steht die Idee, Europa zu verbinden – aber eben nicht auf der Basis fossiler Brennstoffe, sondern mit der wieder nachwachsenden Energie des eigenen Körpers. Die Staffel zeigt auch, welche Leistungen teilweise untrainierte Radler mit moderner Fahrrad- und Liegeradtechnik erbringen können!

 

 

 

Die Ideen, Ansprüche und Wünsche hinter der EUSTAFF

Die Staffel soll der breiteren und teilweise schlecht oder nicht informierten Öffentlichkeit von dem Spaß und der Lebensfreude vermitteln, die die eigene körperliche Betätigung - zumal in der Gruppe - bringen kann.

Hinter der EUSTAFF steht der Versuch, der Öffentlichkeit die vielfältigen positiven und negativen praktischen Erfahrungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der EUSTAFF zu präsentieren und auf besondere Probleme zu verweisen:

  • beispielsweise der Bau und die Ausschilderung von geeigneten Radstrassen auch und gerade über Land, sowie deren konsequente Pflege und Instandhaltung,
  • beispielsweise in Deutschland die vorgeschriebene Benutzung von oft unzumutbaren Radwegen,
  • beispielsweise in praktisch allen europäischen Ländern die strukturelle Benachteiligung von nicht-motorisierten Fahrzeugen.

Hinter der EUSTAFF steht der Anspruch, auch als Alltagsradler eine Strecke mit einer Geschwindigkeit zu durchfahren, die selbst engagierte Liegeradler für nicht möglich halten. Die gefahrenen Durchschnittsgeschwindigkeiten in den vergangenen Staffeln (ca. 30 km/h inkl. ALLER Pausen, Reparaturen oder sonstiger Ausfälle) belegen das deutlich.

Die EUSTAFF will aber einfach auch nur Menschen, die ihre eigenen Grenzen ausloten und ausbauen wollen, eine Gelegenheit dazu bieten.

Hinter der EUSTAFF steht der Wunsch, der Öffentlichkeit verständlicher zu machen, dass dem (Liege-)Rad fahren im besonderen eine wichtigere Rolle im individuellen Personennahverkehr, sowie im gewerblichen Transportwesen zukommen kann und muss. Nähere Informationen dazu sind auf den Seiten des HPV Deutschland zu finden.

Hinter der EUSTAFF steht

nicht

der Versuch, Menschen auszugrenzen: Die Teilnahme ist nicht auf Liegeradfahrer beschränkt. Alle muskelkraftgetriebenen Fahrzeuge sind in allen Etappen herzlich willkommen. 

 

Die „Goldenen Regeln für die EUSTAFF-Teams“

 

  1. Keine Begleitfahrzeuge.
  2. Die zentrale Organisation gibt nur einen ungefähren Streckenverlauf vor und macht Vorschläge zu den Übergabepunkten.
  3. Diese Vorschläge müssen von den Teams vor Ort auf Machbarkeit geprüft und mit den vor- und nachfolgenden Teams abgestimmt und festgelegt werden.
  4. Die Teams sollten ihre Etappe rechtzeitig abgefahren sein und die Übergabepunkte mit den vor- und nachfahrenden Teams abgestimmt und der zentralen Organisation mitgeteilt haben. So können frühzeitig Fehler korrigiert und die voraussichtlichen Fahr- und die damit verbundenen Übergabezeiten berechnen werden.
  5. Es gilt: Bitte wenn irgend möglich zuerst die Übergabepunkte abstimmen! Am besten sind markante öffentliche Stellen, beispielsweise Kirchplätze, Kreuzungen etc.
  6. Mindestens zwei Fahrzeuge je Etappe.
    Der Grund ist die Ausfallsicherheit: Je mehr Fahrzeuge eine Etappe befahren, umso sicherer kommt das Staffel“holz“ zur nächsten Übergabestelle. Eine Unterbrechung der Kette würde den gesamten weiteren Verlauf der Staffel gefährden.
  7. Die zentrale Organisation braucht einen Ansprechpartner (Teamleiter) je Team damit Informationen schnell und effizient an die zu informierenden Teams weitergegeben werden können.
    Während der Staffel informiert dieser Teamleiter die zentrale Organisation unverzüglich über einen Etappenwechsel, praktischerweise mit einem Team-Handy, dessen Nummer der zentralen Organisation vor dem Start bekannt gegeben wurde.
    So können Veränderungen der ungefähr zu erwartenden Startzeiten von der zentralen Organisation an die nachfolgenden Teams weiter gegeben werden und in Notsituationen informiert werden.
  8. Die Etappenlänge sollte ungefähr 100 km betragen.
    Eine Distanz, die auch für Alltags-Fahrer und -Fahrerinnen noch machbar ist und für gut trainierte Fahrer und Fahrerinnen noch keine »richtige« Langstreckendistanz ist. Die Etappen sollten aber auch nicht zu kurz gewählt werden. Die Erfahrung zeigt aber, dass bei entsprechender Planung auch sehr variable Streckenlängen möglich sein können.