Cyclingworld Düsseldorf am 23. und 24.03.2019, ein Resümee.

Autor dieses Beitrags: Andreas Hertting

 

Für den HPV Deutschland e.V. bewiesen Michael Hänsch und Ingo Kollibay zusammen mit Helge Hermann ein gutes organisatorisches Geschick. Helge und Ingo brachten viele Infotafeln zur Geschichte der Entwicklung von verkleideten Fahrrädern, Liegerädern und Velomobilen mit, die an einem stabilen Metallgerüst gut sichtbar aufgehängt wurden.

In den ehrwürdigen Industriehallen des Areal Böhler in Düsseldorf, Hansaallee 321, nicht in den Düsseldorfer Messehallen, fand die Cyclingworld zum dritten Mal statt. Die Messe war grösser als erwartet, und viele namhafte Austeller hatten ihre Stände aufgebaut. Der Andrang war gross, und so war auch das Publikumsinteresse an den ausgestellten Velombilen und Liegerädern stark, trotz des abgelegenen Hallenplatzes.

Samstag und Sonntag unterstützten uns Otmar Buchert, der das BeND-Rennen auf der Radrennbahn in Köln-Müngersdorf mit organisiert und der Eigner eines uns geliehenen Quattrovelo.

 

Für mich, da ich den Stand am Samstag und Sonntag vormittag mit betreute gab es mit vielen Leuten am Stand Gespräche. Das Interesse am Design des Velomobil, ein möglicher Erwerb und vor allem die Sichtbarkeit im Strassenverkehr waren die vordergründigen Gedanken der Besucher. Ja, hier zeigte Helge Hermann mit seinem im sattem Gelb gehaltenen Prototyp, daß er den Geschmack des Publikums getroffen hatte, denn zweimal wurde nachgefragt, ob man es kaufen könne.

Auf dem zweiten Platz folgte das polarisierende Design des Quattrovelo, während der ausgestellte Milan wegen seiner starken Gebrauchsspuren wohl eher als Rekordfahrzeug wahrgenommen wurde. Es sollte mit dieser Wahl der Schwerpunkt auf die Geschichte der Velomobilentwicklung und seiner Rekorde gelegt werden. Für Räderwerk fehlte leider ein aktuelles Modell.  Hier sind ein paar Eindrücke von der Cyclingworld

Wer wollte konnte sich auch von der Leistungsfähigkeit einer PV-Anlage zum Laden eines Fahrradakkus überzeugen lassen, die von der Grösse her für Fahrradgaragen geeignet wäre und die Michael aufgebaut hatte. Sie lieferte trotz bewölkten Wetters und dadurch schwachen Lichteinfall in der Halle etwas Leistung und so konnte gezeigt werden, dass Solarstrom bei Tageslicht auch im Schatten erzeugt wird.

Am Sonntagmorgen wurde der Stand dann ein wenig umgebaut, damit das Humanpowerteam und die Moorligger für die Themen Rekordfahrten und Inklusionsrennen Platz bekamen. Das Quattrovelo wurde aus dem Rampenlicht herausgenommen und stattdessen das VeloXs-Rekordfahrzeug präsentiert, das den deutschen Geschwindigkeitsrekord von 127km/h hält, -hier ein Videolink

Eine Zielvorgabe von 160km/h war auf das Heck geschrieben worden, da enthüllte Hans van Vugt, der danebenstand, dass es eine rechnerische Grösse für das neue videosytemgestütztes Fahrzeug sei, aber er selbst eher von erreichbaren145km/h ausgeht. - Wir reden hier von der Geschwindigkeit, die im Bereich von kleinen Automobilen liegt: Welch ein tolles Potential für die Entwicklung des Fahrrads! Jörg Basler, der die Website "droplimits" unterhält, war ebenfalls anwesend und unterstützte das Human-Power-Team.

Hier zeigte sich das Besondere dieser Veranstaltung: Soviel Radprominenz zum Ansprechen und soviel exklusive Radtechnik in greifbarer Nähe gibt es selten.

Insgesamt zwei Zeitstunden Präsentation im Vortragsraum hatten wir zur Verfügung. Helge füllte jeweils eine halbe Stunde am Samstagmittag und am Sonntagnachmittag, hier seine Präsentation am Sonntag

Der Vortrag vom Humanpowerteam mit Matthias König am Sonntagmittag

Helge beschrieb Sinn und Nutzen der Karosserie von Velomobilen für eine nur damit größtmögliche Effizienz, das Humanpowerteam bot das Praxisbeispiel der Rekordfahrten in Battle Mountain dazu, abgerundet durch ausführliche Hinweise auf die für alle interessierten FahrerInnen mögliche Teilnahme an den BeND- und Inklusionsrennen.

So bleibt zu hoffen, dass es nächstes Jahr eine Wiederholung geben kann, so dass wir noch professioneller und umfassender unsere Anliegen vermitteln können.

Schliessen möchten wir mit grossem Dankeschön an alle die uns unterstützt haben: besonders an Ingo Kollibay, Helge Hermann, das HumanPowerTeam, aber auch dem Leihgeber von Quattrovelo und dem ADFC Düsseldorf für die Ausleihe eines sehr nützlichen Hinterher-Fahrradanhängers. Last but not least gebührt großer Dank den Cyclingworld-Organisatoren, ohne die der HPV e.V. diesen Auftritt in Düsseldorf auf dieser wunderbaren Location nicht gehabt hätte. Torsten Abels und Stefan Maly stellten uns nicht nur als Ausstellungsfläche eine freie Insel von 11x3 Meter zur Verfügung, sondern auch zwei halbstündige time slots und einen einstündigen time slot für Präsentationen.

Vielen Dank!