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HPV-Blog

Behindertengerechtes Liegerad der 12-jährigen Nele gestohlen

Hit Radio FFH meldet auf seinen Webseiten, dass der 12-jährigen Nele aus Frankfurt-Bornheim ihr behindertengerecht gebautes Dreirad gestohlen wurde. Nele ist aufgrund eines Tumors schwerbehindert. Es wird um Nachricht gebeten an 0151-67725521 oder 0151-22634939. Es gibt einen Finderlohn von 250 Euro, auf den der ehrliche Finder vielleicht freiwillig verzichtet. An den Dieb (Frauen machen sowas nicht): Damit sammelst du keine Punkte, also gib das Rad schnellstmöglich wieder zurück.

Typenkunde des pressedienstfahrrad.de - Liegerad

Wie schon früher berichtet, erstellt pressedienst-fahrrad.de von Gunnar Fehlau zu verschiedenen Fahrradgattungen eine sogenannte "Typenkunde", diesmal zum Liegerad.

Die üblicherweise sehr gut recherchierten Artikel fanden diesmal ein strenges Kontrollregime und so kann ich dem einen oder anderen nicht ganz zustimmen. Warum das "flachere Sichtfeld" ein Nachteil sein soll, erschließt sich mir nicht; auch den Begriff kann ich nicht recht einordnen. Was stimmt, ist, dass man vor allem nachts auf linksseitigen Radwegen eher geblendet wird. Darunter leidet man aber auch auf höher gebauten Fahrzeugen (dort vielleicht etwas weniger). Ansonsten finde ich die Sicht auf einem Liegerad in aller Regel angenehmer als auch einem aufrechten Rad.

Ein Rückspiegel ist zwar bequem, aber auf einem Liegerad nicht zwingend erforderlich. Hier gilt, dass man sich mit etwas aufrichten im Liegeradsitz gut nach hinten umsehen kann. Schon seit vielen Jahren benutze ich den Rückspiegel, den ich mir eigentlich zunächst fürs Liegerad angeschafft hatte, nun auf allen meinen Fahrrädern, auch auf meinem Aufrecht-Stadtrad. Nur in einem rundum geschlossenen Velomobil sind Rückspiegel aus meiner Erfahrung dringend zu empfehlen, da man dann nicht mehr hinter eine eventuell vorhandene Kopfhutze blicken kann.

Ein aus meiner Sicht wichtiger Punkt, der am Rande benannt wurde, ist der kürzere Bremsweg durch den tieferen Schwerpunkt.

Zweirädrige Velomobile gibt es meines Wissens keine zu kaufen, zumindest nicht serienmäßig und nicht für den üblichen Verkehr. Insofern sind diese eigentlich nicht existent. Auch der angebliche Nutzen des Wiegetritts bergauf ist in Realität nicht vorhanden. Die Leistung nimmt zwar durch den Wiegetritt kurz zu, muss dann aber aufgrund der höheren Kreislauf- und Herzbelastung schnell wieder zurückgenommen werden. Nicht umsonst fahren die Cracks des Profirennradsports bergauf meist nicht im Wiegetritt, sondern bleiben auf ihren Rädern sitzen. Im Wiegetritt verändert sich außerdem die in Anspruch genommen Muskulatur, die aber auf diese Belastung nicht eintrainiert ist und deshalb nur kurze Zeit genutzt werden kann.

In der "Typenkunde Liegerad" stehen besonders die Fahrzeuge von HP Velotechnik im Vordergrund. Das ist OK, weil es sich um qualitativ hochwertige Fahrzeuge handelt, die schon zahlreiche Preise und Auszeichnungen gewonnen haben.

Lieber Gunnar, mir scheint, du solltest doch ab und an im Liegeradforum mitlesen. Dort werden die Annahmen aus früheren Jahren systematisch analysiert und bei Bedarf auch fundiert zerpflückt. Sonst freuen wir uns natürlich über alles zum Thema.

Ein Liegefahrrad für Beate

Der Verein Aschaffenburger Kinderträume hat mit einer Spende und in Kooperation mit einer Krankenkasse dafür gesorgt, dass die neunjährige epilepsiekranke Beate Glaser ein Liegerad anschaffen konnte. Damit hat sich der Wunsch von Beate - mit ihren Eltern wieder Radtouren unternehmen zu können, wie das Main-Echo online berichtete - erfüllt. Wir freuen uns mit Beate. Wir finden das Anliegen des Vereins Aschaffenburger Kinderträume eine tolle Sache und hoffen, dass dieser Blogeintrag vielleicht die eine oder andere Spende an den Verein auszulösen vermag.